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21.08.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Triangelspieler

(K)ein Traumjob!?

Einst dichtete der Österreichische Liedermacher Georg Kreisler das Lied „Der Trinagel“. Die erste Strophe lautet:

Wenn sie einmal in die Oper gehen
Und sich das Orchester dort besehen
Vielleicht seh'n sie im fernsten Eck
– So zwischen Tür und Angel
Einen Mann, der spielt ein Instrument
– Genannt Triangel
Wenn Sie diesen Mann betrachten denken Sie an mich
Denn der Triangelspieler, der bin ich

Dieses Lied fiel mir gestern wieder ein, als ich zu Gast beim Eröffnungskonzert der Young Euro Classic war. Während bei  Mozarts Klavierkonzert für 2 Klaviere die Perkussionisten noch in der Kantine saßen, mussten sie bei Mahlers Symphonie Nr. 1 gleich in Mannschaftsstärke ran. So ist das bei Musikern.

Einer der jungen Männer an den Schlagwerken, an Pauken, Becken, Gong und Co. stand wie von Georg Kreisler beschreiben in der Ecke. Es war in der Tat der Triangelspieler. Zumindest schien es seine Hauptaufgabe zu sein, den kleinen, dreieckig gebogene Rundstahl zum Klingen zu bringen.

Immer wenn der „Eckensteher“ den Triangel in die Hand nahm, hörte ich genau hin. Obwohl ich ziemlich weit von ihm entfernt saß, hörte ich meistens den Triangel heraus. Nur wenn sein Nachbar die Becken lautstark zum Klingen brachte, war er machtlos. Leid tat mir der Mann mit dem Triangel nicht. Irgendwie fand ich das sogar cool. Sein Instrument kann kaum kaputt gehen. Er muss nichts stimmen und kann das kleine Teil einfach so in seinen Rucksack stecken. Ist doch mal was verbogen, kann jeder Handwerker schnell helfen.

Was mich interessiert ist, wie das Notenblatt für den Triangelspieler aussieht. Wie notiert ein Komponist oder Arrangeur den Part eines Triangels? Dann überlegte ich, ob es auch Orchesterwerke gibt, in denen mehrere Triangelspieler zum Einsatz kommen. Ehrlich ich weiß es genau so wenig, ob es Triangelsoli oder gar Stücke für Triangel gibt. Zumindest letzteres glaube ich nicht.

So gesehen ist ein Triangelspieler nicht wirklich gut dran. Er kann nicht durch die Lande ziehen und  Konzerte geben. Er wird es wohl nie erleben, dass seine musikalische Leistung mit einem Sonderapplaus bedacht wird.

Der Triangelspieler ist der Mannschaftsspieler in einem Orchester schlechthin. Ohne seine Mitmusiker ist er nichts. Und umgekehrt? Bei Wikipedia ist zu lesen: "Der Triangel hat als hoher Diskant der Schlaginstrumente die Aufgabe, dem Orchesterklang höchste Glanzlichter aufzusetzen." Er ist also unverzichtbar, denn welches Orchester will schon ohne Glanzlichter auskommen.

Ehrlich, wenn ich in einem späteren Leben doch einmal Musiker werden sollte, werde ich wohl nicht der Triangelmann. Dann schon eher Harfenist. Dann wäre ich ziemlich sicher der erste Harff, der eine Harfe spielt. Man muss ja nicht immer die erste Geige spielen wollen. Das wollen ohnehin viel zu viele – zumindest außerhalb von Orchestern.

So, nun gibt es erst einmal Frühstück und dann sehe ich mal, welches mein nächstes Konzert bei Young Euro Classic ist.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 19.08.2016

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