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Morgengruß von Helmut Harff: Burka oder Badelatschen

Ich will ein Dresscode-Gesetz

Sie können diese unsinnige Diskussion über das Burka-Verbot oder den Burkini auch nicht mehr hören? Mir kommt das so vor, als wenn man das Skifahren auf dem Münchener Viktualienmarkt oder auf dem Berliner Potsdamer Platz bei Temperaturen über 20 Grad plus verbieten will. Doch ich bin lieber vorsichtig, sonst greift diese tolle Idee noch ein ideenloser Politiker auf. Davon haben wir ja augenscheinlich genug.

Ob eine Frau eine Burka oder Minirock trägt, das ist ihre Sache. Ich will auch nicht wissen, ob irgendwer sie dazu animiert, sich genau so zu kleiden. Wer weiß, wie viele Frauen sich nur freizügig kleiden, um jemanden zu gefallen. Doch darum kümmert sich niemand.

Es kümmert sich aber auch niemand darum, wie Menschen sich sonst in der Öffentlichkeit kleiden. Das wäre doch mal ein spannendes Thema. Angesichts dessen, was sich beispielsweise in den Konzerten von Young Euro Classic in Berlin meinen Augen bietet, fordere ich ein Dresscode-Gesetzt. Darin sollte vorgeschrieben werden, wie man wo angezogen sein sollte.

Sie meinen, so ein Gesetzt wäre Quatsch? Vielleicht wäre es übertrieben, doch Dresscodes gibt es ja schon an sehr vielen Stellen. Zum Ball kommt man nicht in Jeans und als Banker darf man auch nicht in Badelatschen erscheinen. Wer beispielsweise mit dem Orient-Express reisen will, bekommt eine ganze Liste von No-gos bezüglich seines Outfits. Auch bei anderen Anlässen gibt es Kleidervorschriften.

Nun frage ich mich, warum es das nicht auch für die Theater- oder Konzertbesuche gibt. Mich stört es, wenn dort Menschen in Strandsachen oder in Sachen, mit denen man klettern geht, erscheinen. Wer nun meint, der falsche Griff in den Kleiderschrank betrifft nur die Männer, irrt gewaltig. Viel, sehr viele Frauen scheinen von Stil und Chic noch nicht viel oder auch gar nichts gehört zu haben. Wer nun meint, Frau greift zum kleinen Schwarzen, dazu die passenden Pumps und das Täschchen und fertig, der irrt in den allermeisten Fällen.

Ich habe bei den letzten Konzerten nur wenige Frauen gesehen, deren Outfit ich als stimmig oder gar als gelungen eingestuft habe. Dabei habe ich die Latte absichtlich nicht hoch gelegt. Doch Flip-Flops zum langen Kleid oder eine grüne Tasche zu einem roten Kleid unter dem der blaue BH hervor sieht – das beleidigt mein Auge mehr, als eine voll verschleierte Frau.

Klar, auch Männer in Sandalen und sportlich-kurzen Hosen zu stachligen Beinen oder im Holzfällerlook sind alles andere als eine Augenweide. Doch die modischen Beleidigungen durch die Männer sind deutlich seltener, als die durch Frauen.

Wenn man nun nicht gleich ein Dresscode-Gesetz einführen will – ich will ja auch kein Burka- oder Burkini-Verbot – so sollten die Modemuffel sich doch wenigstens mal im Spiegel betrachten oder jemand fragen, der etwas davon versteht. Sich gut anzuziehen, hat einfach was mit Stil, aber auch mit Bildung zu tun. Ich verstehe nun nicht, warum so viele Menschen mit aller Macht zeigen wollen, dass sie weder Stil noch Bildung haben.

Nicht sehr stilvoll gekleidet gehe ich jetzt frühstücken – in den eigenen vier Wänden.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Durchstöbern Sie schon mal den Kleiderschrank. Wir treffen uns doch heute beim Konzert?

 


Veröffentlicht am: 28.08.2016

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