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Erst Dessert, dann Suppe

Die Ernährungsgewohnheiten unserer Bundesliga-Stars

Noch im Jahr 2007 leistete sich lediglich der FC Schalke 04 einen eigenen Ernährungsberater. Heute überlässt kein Verein die Ernährung seiner Profis mehr dem Zufall. 900.000 Deutsche ernähren sich laut YouGov bereits vegan - jetzt könnten noch ein paar Fußballprofis dazu kommen. Spieler Marco Sailer ernährt sich bereits vegan, Mats Hummels vermeidet schon heute weitestgehend Milch, Käse, Fisch und Fleisch.

Die neue Saison der Bundesliga startete am 26. August 2016. Bayern München schlug Werder Bremen mit 6:0. Mit Robert Lewandowski und Claudio Pizarro spielten in beiden Vereinen Fußball-Profis mit ganz besonderen Ernährungsgewohnheiten.

Fußballer haben erhöhten Kalorienbedarf

“Fußball-Profis benötigen zwischen 3.500 und 4.000 Kalorien pro Tag”, sagt Maria Windfelder, Gesundheits-Redakteurin von meinsixpack.net. “Das ist fast doppelt so viel wie bei durchschnittlicher körperlicher Betätigung”, so die Expertin. “Im Durchschnitt läuft ein Spieler 10-11 Kilometer in gemäßigtem Tempo, sprintet zwischen 800 und 1200 Metern und beschleunigt 40-60-mal”, sagt Windfelder. Dabei werden 2 bis 5 Liter Wasser ausgeschieden.

Der positive Einfluss von vielen Kohlenhydraten ist sogar wissenschaftlich belegt. Der schwedische Wissenschaftler Bengt Saltin ließ zwei Mannschaften gegeneinander antreten. Ein Team wurde zuvor mit zahlreichen Kohlenhydraten versorgt - die gegnerische Mannschaft musste verzichten. Das Team mit Kohlenhydraten lief in der ersten Hälfte 20% mehr, in der zweiten waren es sogar 50%.

Vereine legen immer größeren Wert auf Ernährungsberatung

Einen eigenen Koch (Holger Stromberg) beschäftigt etwa die deutsche Nationalmannschaft seit 2007. Selbst Werder Bremen, Jahr für Jahr mit mehreren Millionen Euro im Minus (letztes veröffentlichtes Ergebnis: minus 9,83 Millionen Euro pro Jahr), denkt in dieser Saison über einen eigenen Koch nach.

Die Übersicht zeigt, welche Ernährungsgewohnheiten verschiedene Profis verfolgen - und was Ernährungsexperten dazu sagen

Mats Hummels (27), Bayern München

Seine Ernährungsweise:
Mats Hummels kämpft immer wieder mit leichten Gewichtsproblemen, bezeichnet sich selbst als Frustesser. Seit einiger Zeit versucht er, auf ungesunde Snacks zu verzichten und reduziert den Verzehr tierischer Produkte. Seitdem ersetzt er z. B. gewöhnliche Milch durch Soja-Milch, isst nicht mehr täglich Fleisch oder Fisch und weniger Käse.

Das sagt Ernährungsexpertin Helena Ahonen:
“Hummels Entscheidung für weniger Tierprodukte ist sicher eine gute. Milchprodukte und Fleisch enthalten das Wachstumshormon IGF-1 . Das kommt auch in unserem Körper natürlich vor, aber wenn sich zu viel IGF-1 in unserem Blut befindet, erhöht sich das Risiko eine vergrößerte Prostata, dafür, ”Man-boobs” zu entwickeln oder Krebs zu bekommen.”

Mesut Özil (27), Arsenal London

Seine Ernährungsweise:
Um seine Verletzungsanfälligkeit zu verringern, hat Özil vor einiger Zeit seine Ernährung deutlich umgestellt. Statt kohlensäurehaltigen Getränken nimmt er mehr Wasser und Tee zu sich, zudem verzichtet er auf Brot. Stattdessen gibt es nun jede Menge Fisch.

Das sagt Ernährungsexpertin Laura Behrens:
“Bei einer Low Carb-Ernährung, wie sie Özil zu praktizieren scheint, gehen die Meinungen auseinander, ob diese Ernährungsform für den Menschen besser ist. Die muskulären Verletzungen bei Özil wurden vermutlich seltener, weil er sich insgesamt gesünder ernährt.”

Robert Lewandowski (28), Bayern München


Seine Ernährungsweise:
Zur Verbesserung der Fettverbrennung kehrt Lewandowski die Menüfolge um: Zuerst gibt es Dessert oder Kuchen, dann folgt der Hauptgang und zuletzt Salat oder Suppe. Statt Kuhmilch bevorzugt er Reis- oder Mandelmilch.

Das sagt Ernährungsexpertin Helena Ahonen:
“Die veränderte Menüfolge kann sinnvoll sein: Das Verdauungssystem arbeitet am besten, wenn wir zuerst Kohlenhydrate, dann Proteine und Fette verzehren. Je wässriger ein Nahrungsmittel ist, desto schneller wird es verdaut.”

Jérôme Boateng (27), Bayern München

Seine Ernährungsweise:
Boateng muss aufgrund einer Gluten-Unverträglichkeit auf Lebensmittel wie Brot, Pasta oder Pizza verzichten. Nach eigenen Angaben steigert diese Ernährungsform auch seine Fitness.

Das sagt Ernährungsexpertin Laura Behrens:
“Eine Glutenunverträglichkeit zieht häufig Mangelerscheinungen (z. B. Eisen, Proteine, Folsäure, Kalzium, Magnesium etc.) und Symptome nach sich, wenn man seine Ernährung nicht entsprechend anpasst: Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Leistungseinbußen, die speziell im Leistungssport dann natürlich ein Problem sind.”

Claudio Pizarro (37), Werder Bremen

Seine Ernährungsweise:
Zur Steigerung seiner Leistungsfähigkeit vertraut Stürmer Claudio Pizarro auf eine besonders eigenwillige Diät: Keine Kartoffeln, keine Tomaten, keine Auberginen, kein Weißmehl, keine Milch, kein Brot, kein Zucker. Stattdessen viel Dinkel, Soja-Milch und Joghurt.

Das sagt Ernährungsexpertin Laura Behrens:
“Der Verzicht auf Süßigkeiten und leicht verdauliche Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehle) ist auf jeden Fall sinnvoll. Im Zuge dessen werden meist auch mehr Vitamine und Mineralien aufgenommen.”

Tim Wiese (34), Ex-Torhüter

Seine Ernährungsweise:
Nach seiner Profikarriere als Fußballer wandte sich Tim Wiese dem Bodybuilding zu. In Aufbauphasen isst er unter der Woche vor allem Fett und Eiweiß, am Wochenende viele Kohlenhydrate. Pro Tag kommt er dabei auf 6000 bis 7000 Kilokalorien. Zum Frühstück darf es gerne ein Kilo Bisonfleisch sein.

Das sagt Ernährungsexpertin Helena Ahonen:
“Wenn Tim Wiese tatsächlich 6000 Kalorien verbraucht, dann zeigt das, wie extrem sein Körper arbeiten muss. Gesund ist es auf Dauer nicht. Ein Kilo Fleisch pro Tag kann z. B. extrem hart für seine Nieren werden, seine Prostata könnte ihm später Probleme bereiten.”

Quelle: Evergreen Verlagsgesellschaft mbH / MeinSixpack.net

 


Veröffentlicht am: 30.08.2016

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