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Kimonos aus der Okura Collection

... im Rijksmuseum

Am 21. Oktober 2016 eröffnet das Rijksmuseum eine Sonderausstellung über Japans älteste Theater-Form, das Noh-Theater. Höhepunkt der Ausstellung sind sieben Original-Kimonos verschiedener Epochen als Leihgabe des Okura Museums in Tokio.

Das ganz große Jubiläum ist es noch nicht, aber die Gelegenheit ist so günstig, dass selbst eine weltberühmte Sammlung, das Rijksmuseum in Amsterdam, zugreift. Weil das Okura Museum in Tokio wegen des Teil-Neubaus des benachbarten Hotelgebäudes derzeit geschlossen ist, konnte das Hotel Okura Amsterdam außergewöhnliche Leihgaben aus der Sammlung erhalten: sieben wertvolle Kimonos, Wahrzeichen Japans, in denen sich eindrucksvoll die Historie des Landes spiegelt.

Die Kimonos wurden in verschiedenen Epochen auf den Bühnen des Noh-Theaters getragen – ein weiteres kulturelles Wahrzeichen des fernöstlichen Inselstaates. Zu sehen sind die Gewänder vom 21. Oktober bis zum 13. Dezember 2016 in einer Sonderausstellung des Rijksmuseums in Amsterdam. Anlass ist das Jubiläum des Hotel Okura Amsterdam, das in diesen Tagen 45 Jahre besteht. Die Schau der wertvollen Textilien, die auch über das im 14. Jahrhundert entstandene Noh-Theater informiert, richtet das Museum gemeinsam mit dem Okura und der Stadt Amsterdam aus.

Japanerinnen tragen den Kimono im Gegensatz zu früheren Zeiten heute nur noch selten im Alltag, aber gerne zu besonderen und festlichen Anlässen. Das elegante, der Figur schmeichelnde Kleidungsstück hat im Lauf seiner Geschichte auch viele westliche Modeschöpfer inspiriert. In den Michelin-Sterne-Restaurants Yamazato und Sazanka des Okura Hotels unterstreicht der Kimono noch heute die anmutigen Bewegungen der japanischen Servicekräfte.

Die Herkunft des Namens ’Kimono‘ verliert sich in der langen Geschichte der japanischen Kultur. Obwohl keine Aufführung des Noh-Theaters ohne diese Requisite auskommt, stammt die letzte Silbe des Wortes Kimono wohl nicht von den Brettern, die in Nippon die Welt bedeuten.

Wahrscheinlich kommt die Bezeichnung von den japanischen Worten „Kiru“ (etwas anziehen, über der Gürtellinie) und Mono. „Mono“ steht für ein Ding, das von einem Verb abgeleitet wird, etwa wie im Deutschen ‚kleiden‘ und ‚Kleidung‘.

Der Leihgeber, das „Okura Museum of Art“ in Tokio, ist außergewöhnlich in der Welt der internationalen Hotellerie. Als erstes privates Museum Japans ist es nicht der Geschichte dieser aus einem Lebensmittelgeschäft erwachsenen Luxushotel-Gruppe gewidmet, obwohl nebenan 1962 das erste Hotel der Familie Okura in Tokio entstand, das von Beginn an höchste Standards setzte und bis heute das Flaggschiff der Gruppe ist. Gründer Kihachiro Okura brachte in das Museum seine eigene umfangreiche Kunstsammlung ein.

Sie bildete den Grundstock der heute 2500 Objekte umfassenden „Okura Collection“ aus Gemälden, Buddha-Devotionalien und anderen Kunstwerken aus der Epoche seit der Meji-Restauration (1868). Das 1917 eröffnete Museumsgebäude wurde allerdings 1923 im großen Kanto-Erdbeben zerstört. Die Okura-Gruppe ließ vom damaligen Stararchitekten Chuta Ito an gleicher Stelle ein neues, nun erdbebensicheres Museum im chinesischen Stil errichten.

Autor: Leon Giegerich
Foto: Kariginu with wheelmotif, Japan, 1700-1800, collection Okura Museum of Art

 


Veröffentlicht am: 14.09.2016

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