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Morgengruß von Helmut Harff: Mein Butterbrot

... wird heute gefeiert

Heute, am 30. September, ist er, der Tag des Butterbrotes. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag 1999 von der Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA). Obwohl 2009 die CMA aufgelöst wurde, feiern Freunde des deutschen Butterbrotes auch heute noch den Ehrentag am letzten Freitag eines jeden Septembers. Vor allem Bäckereien, aber beispielsweise auch Wursthersteller nutzen den Tag für Werbeaktionen rund um das belegte Brot.

Doch was ist ein Butterbrot eigentlich? Bei Wikipedia ist dazu zu lesen:  Ein Butterbrot ist eine mit Butter bestrichene Scheibe Brot. In Teilen Norddeutschlands bezeichnet das Wort Butterbrot eine belegte Scheibe Brot, wobei Butter nicht zum Belag gehören muss. Da gilt dann wohl auch der Spruch "In der allergrößten Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot". Dieser Aphorismus spricht mir aus dem Herzen, na eigentlich aus dem Magen, denn mit dem Wort Butterbrot verbindet sich bei mir die Klappstulle, wie ich sie jahrelang in den Kindergarten und in die Schule mitbekam. Als ich Kind war, war das Butterbrot - wir im Norden belegen das ja - eines der Hauptnahrungsmittel. Wenn ich mich richtig erinnere, so gab es keinen Tag ohne Butterbrot.

Butterbrote gab es immer, zum Frühstück, in der Schule, auf dem Ausflug, im Garten und sogar bei Familienfeiern. Ich erinnere mich, wie zu Geburtstagen ganze Pyramiden von mehr oder weniger dicht belegten Butterbroten aufgetischt wurden. Ohne ging eben nichts. Und ich? Ich stand nicht auf Butterbrote - es sei denn, es waren Vaters Hasenbrote. Er mochte seine Werkstullen wohl auch nicht - doch die machte meine Mutter eben jeden Morgen in aller Herrgottsfrühe. Brachte er die mit, wollte ich nichts anderes. Ich aß so ein Stück von meinen Vater, wurde gleich etwas größer. Nicht etwa, dass sein Butterbrot anders belegt war, als meines, aber es war eben Vaters.

Als ich dann mehr Entscheidungsgewalt bekam, verschwand das Butterbrot genau wie der Malzkaffee aus meinem Leben. Wäre ein Bäcker von meinen Brotkonsum wirtschaftlich abhängig gewesen, der wäre innerhalb einer Woche pleite gegangen. Butterbrote gab es nur noch bei meinen Eltern.

Und heute? Ich bin nach wie vor nicht der größte Brotesser der Nation, und doch habe ich das Brot längst wieder für mich entdeckt. Das ist angesichts der Fülle des Angebots von verschiedenen Brotsorten auch nicht verwunderlich. Am liebsten esse ich Brot, wenn ich irgendwo unterwegs bin. Das Brot schmeckt überall anders. Brot ist so etwas wie die Visitenkarte einer Region, eine regionale Spezialität. Brot steht wie Bier, aber auch wie Wurst und Käse mit seinem Geschmack für den Ort, für das Tal, für die Landschaft, aus der es stammt. Das macht Brot und seinen Belag so einmalig.

Ich verstehe allerdings nicht, warum man fast nirgendwo Butterbrote zum Abend bekommt. Dann könnte man Brot, Butter, Wurst und Käse ohne schlechtes Gewissen mit einem leckeren Bier herunter spülen. Das geht beispielweise auf dem Oktoberfest - wenn man sich eine Brotzeit bestellt. Überhaupt Brotzeit. Die ist einer der Gründe, warum ich die alpine Küche so liebe. Frisches Brot, Butter und Käse von Kühen auf der Alm - dazu ein Bier oder auch eine frische Buttermilch - Herz was willst Du mehr.

Was meinen Sie, was es heute zum Frühstück gibt? Richtig - ein Butterbrot.

Ihnen wünsche ich am Tag des Butterbrotes ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 30.09.2016

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