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Émile Gallé: Natur und Symbolismus, Einflüsse aus Japan

Émile Gallé (1846 – 1904) Industrieller, Glaskünstler, Kunsttischler und Keramiker wurde als Sohn einer bürgerlichen Kaufmannsfamilie am 4. Mai 1846 in Nancy geboren, wo seine Eltern ein gutgehendes Porzellan- und Kristallgeschäft besaßen. Émile Gallé wurde protestantisch erzogen und erhielt eine besonders sorgfältige Ausbildung: Privatlehrer, humanistischer Zweig am Lycée Impérial in Nancy, Abitur, Klavierspiel, Botanikstudien und einjähriger Aufenthalt in Weimar. Der Friede von Frankfurt 1871 beendete den Deutsch-Französischen Krieg und zwang Frankreich, einen Teil Lothringens und das gesamte Elsass an Deutschland abzutreten, so dass Nancy zur Hauptstadt Lothringens avancierte.

1867 wurde Émile Gallé trat in das väterlichen Handels-, Keramik- und Glasveredlungsunternehmen ein. Zehn Jahre später übernahm er den Familienbetrieb und 1885 dehnte er seine Aktivitäten auf die Kunsttischlerei aus. 1884 fand er bereits Beachtung auf der Ausstellung der Erde und des Glases und 1889 erhielt er auf der Weltausstellung von Paris drei Auszeichnungen für seine Keramik- und Glaskunst sowie für seine Möbelarbeiten.

Zum großen Bedauern Émile Gallés verlor die Keramikkunst die Gunst der Öffentlichkeit. Er wendete sich daher der Glaskunst zu. In diesem Bereich entwickelte und schuf er neue Fertigungsverfahren. Seine Forschungen führten 1898 zu zwei Patentanmeldungen, die eine betraf die Technik der "Marqueterie" des Glases, bei der anderen handelte es sich um die Patinage auf Glas.

Die umfangreiche Bandbreite seines Schaffens spiegelt Émile Gallés vielfältige Interessen wieder, dabei spielt die Natur eine dominante aber nicht ausschließliche Rolle. Sein patriotisches und politisches Engagement drückt sich in gelungenster Form bei den Weltausstellungen von Paris 1889 und 1990 aus mit Werken wie der Tisch "Le Rhin" (der die Rückkehr eines geeinten Elsass-Lothringen an Frankreich forderte) oder auch die spektakulären Installationen wie "Les sept cruches de Marjolaine" (zu Gunsten der Rehabilitation von Dreyfus).

Emile Gallé, der sich sehr früh für die Erneuerung der Veredelungstechnik einsetzte, vertrieb dank der Industrialisierung seiner Manufaktur hochwertige Serienstücke in Frankreich und auch in England und Deutschland. 1901 gründete er die École de Nancy "Alliance Provinciale des Industries d'Art/Vereinigung des Kunstgewerbes in der Provinz" und wurde deren erster Präsident, um angesichts der ausländischen Konkurrenz die Interessen der lothringischen Hersteller zu verteidigen und den Einfluss der naturalistischen Ästhetik, die er während seiner ganzen Karriere förderte, zu festigen. Er starb am 23. September 1904 an Leukämie.

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Veröffentlicht am: 24.02.2009

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