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24.01.2017

 

 

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Winterreifen fürs Fahrrad

Richtig profiliert durch die dunkle Jahreszeit

[pd-f/tg] Die ersten leichten Schneefälle haben sich in Deutschland bereits angekündigt. Die passende Zeit also, um sich Gedanken über die richtige Bereifung für den Winter zu machen. Dieses Jahr ist die Angebotsvielfalt der Reifenhersteller so groß wie noch nie.

Waren Spike-Reifen lange Zeit das Nonplusultra für den Fahrradweg im Winter, werden mit Lamellenreifen oder Allwetterreifen weitere Alternativen für die Wintertage angeboten und erleichtern die Wechselentscheidung auf einen speziellen Reifen für die Winterzeit, da sie durchgehend von Oktober bis Ostern gefahren werden können.

Ähnlich wie Matsch-und-Schnee-Reifen beim Auto sind Allwetterreifen, wie z. B. der neue „Marathon GT 365“ von Schwalbe (39,90 Euro), zuverlässige Begleiter für Pendler bei winterlichen Straßenverhältnissen. Dank ihres robusten Allwetterprofils mit vielen Rillen bewältigen sie widrige Witterungsbedingungen. Ein durchgehender Mittelsteg sorgt laut Hersteller dafür, dass der Reifen leicht abrollt. Gröbere Stollen an der Seite sowie eine offene Profilgestaltung sollen Halt auf unbefestigten Wegen verschaffen. „Der Reifen liefert auf Feldwegen oder im Park, bei Minusgraden oder bei Nässe eine zuverlässige Performance“, so Produktmanager René Marks. Für hohen Grip bei Nässe sowie tieferen Temperaturen sorgt zudem die neue, extra entwickelte Silica-Gummimischung „Four Season“. Diese ist im Vergleich zu anderen Reifen weicher, was die Bodenhaftung bei niedrigen Temperaturen weiter erhöht. Und wer den Reifen nicht wechseln möchte, der kann den Marathon GT 365 aufgrund seiner Beschaffenheit und Rolleigenschaften auch das ganze Jahr über fahren.

Bei Glatteis bleiben Spikes das Nonplusultra

Sollte vermehrt Eis die Pisten überziehen, kommt der Radfahrer an Spike-Reifen (z. B. „Marathon Winter“ von Schwalbe, 54,90 Euro) nicht vorbei. Sowohl an Fahrrädern als auch an E-Bikes bis 25 km/h ist deren Verwendung im Straßenverkehr, anders als bei Autos, erlaubt. „Durch den Einsatz der Spikes ist es dem Reifen möglich, sich in den vereisten Untergrund zu verzahnen. Die Spikes dienen wie eine Art Anker, der ein Ausbrechen des Rades verhindert“, erklärt Daniel Gareus von Cosmic Sports, Importeur des Winterspezialisten 45Nrth, der sogar Spike-Reifen für Fatbikes im Angebot hat (z. B. „Dillinger“, ab 190 Euro). Am besten greifen die Spikes, wenn der Reifen mit geringem Luftdruck gefahren wird (den auf der Flanke vermerkten Mindestdruck aber niemals unterschreiten!). Es gilt die Faustregel: je eisiger der Untergrund, desto mehr Spikes. Die Spike-Bereifung hat jedoch den Nachteil, dass der Rollwiderstand auf eisfreiem Untergrund deutlich höher ist als bei „normalen“ Reifen und sie dort auch für ein lautes Fahrgeräusch sorgen. „Wir empfehlen dennoch, Spike-Reifen auch in den kurzen, eisfreien Phasen im Winter durchzufahren“, rät René Marks. Eine weitere Option wäre die Verwendung von Reifen, die nur an den Seiten über Spikes verfügen und so bei geringem Luftdruck greifen.

Grundsätzlich gilt, dass Spike-Reifen nicht bei S-Pedelecs (mit Motorunterstützung bis 45 km/h) verwendet werden dürfen, da es sich hier um Kleinkrafträder handelt. Allwetterreifen wie der Marathon GT 365 haben jedoch die notwendige „ECE-R75“-Zulassung für den Einsatz an Elektrofahrrädern bis 50 km/h und können deshalb gefahren werden, insofern sie der vom Hersteller freigegebenen Dimension entsprechen und keine Reifenbindung vorliegt. „Wer dennoch sein S-Pedelec selbstständig auf einen in der Zulassung nicht vermerkten Reifen umrüstet, muss beim TÜV eine Einzelzulassung für den Umbau beantragen“, sagt Anja Knaus vom schweizerischen E-Bike-Pionier Flyer.

Weniger Reifendruck sorgt für bessere Haftung

Radfahrer, für die kein winterlicher Reifenwechsel in Frage kommt, greifen zu einem alten Hausmittel: Durch das Absenken des Reifendrucks auf den Mindestdruck, wie er auf der Reifenflanke angegeben ist, bietet der Reifen etwas mehr Halt auf laubigen oder schneebedeckten Wegen, da er mit einer größeren Fläche aufliegt. Die Bodenhaftung wird gesteigert und ein sichereres Vorankommen ermöglicht. „Doch Vorsicht: Geringerer Luftdruck erhöht zeitgleich die Gefahr einer Reifenpanne etwa durch einen Durchschlag“, warnt Harald Troost von Fahrradhersteller Koga. Für die richtige Einstellung des Luftdrucks sollte man sich deshalb nicht auf die Überprüfung per Daumen verlassen. Diese erweist sich in der Praxis als äußerst unzuverlässig. Der digitale Luftdruckprüfer „Airmax Pro“ (16,90 Euro) von Schwalbe kann für einen schnellen und genauen Überblick sorgen. Zum richtigen Befüllen der Reifen ist zudem die Verwendung einer Standpumpe mit Manometer (z. B. „CNC Travel Floor Drive“ von Lezyne für 109,95 Euro) zu empfehlen.

Hochwertige Produkte statt Heimwerkertricks

Wenn es der Rahmen des Alltagsrads ermöglicht, kann der Nutzer im Winter alternativ einen gröber profilierten und breiteren MTB-Reifen einbauen. „Durch das markante Profil wird die Haftung im Matsch und Schnee verbessert, weil eine stärkere Verzahnung mit dem Untergrund hergestellt wird“, erklärt der überzeugte Ganzjahresradler Stefan Stiener von Velotraum. Vom speziell in Bike-Communitys gerne genannten Trick, die Haftung der Reifen dadurch zu erhöhen, dass man Kabelbinder um Felge und Reifen befestigt, hält der Experte dagegen wenig. Derartige billige Heimwerkerlösungen können auch schnell versagen. Deshalb ist es gerade bei „Winterreifen“ wichtig, auf hochwertiges Material zu setzen. „Wer sich für den Kauf eines ,Winterreifens‘ entscheidet, sollte grundsätzlich auf die Qualität achten. Gute Ware hat ihren Preis, bietet aber die entsprechende Sicherheit“, rät Florian Niklaus von Fahrradhersteller Winora und gibt den Tipp: „Achten Sie beim Reifenwechsel darauf, dass der Winterreifen ausreichend Reifenfreiheit im Rahmen und in der Gabel hat, damit auch Dreck und Matsch den Durchlauf nicht verhindern können.“

Foto: www.pd-f.de / Kay Tkatzik

 


Veröffentlicht am: 14.10.2016

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