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21.10.2017

 

 

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Der Granatapfel

Mythos und „Vielzweckwaffe“ für das Wohlbefinden

Mit einem solchen Preis würde sich bei den heutigen Castingshows, in denen vermeintliche Top-Modells gesucht werden, vermutlich niemand mehr zufriedengeben.

In der griechischen Mythologie entschied Paris, der jüngste Sohn des Trojaner-Königs Priamos, den Zwist zwischen den Göttinnen Aphrodite, Athene und Hera, wer von ihnen die Schönste sei – sozusagen Greece’s Top-Goddess –, indem er Aphrodite einen Granatapfel überreichte. Dafür half die neue „Miss Olympia“ Paris zwar dabei, dem König von Sparta seine schöne Gattin Helena abspenstig zu machen, beschwor damit aber auch den berühmten Trojanischen Krieg herauf.

Den Granatapfel, dessen Bezeichnung mit dem lateinischen Wort „granum“, zu Deutsch das Korn, denselben Wortstamm hat wie die Granate, ziert aber auch der Beiname „Paradiesfrucht“. Denn Eva soll einen solchen Apfel vom Baum der Erkenntnis gepflückt und dadurch den Sündenfall provoziert haben. Ein „Granny Smith“ oder „Boskop“ hätte als verbotene Frucht vielleicht auch nicht so überzeugt …

Die sprachliche Verwandtschaft des Granatapfels mit dem Geschoss rührt übrigens daher, dass dieses bei seiner Detonation in viele kleine „Körner“ zersplittert. Das einzig Unangenehme am Granatapfel sind für viele Menschen dessen zahlreiche Kerne. Davon abgesehen ist diese Frucht unter Wohlbefindens-Aspekten eine echte Granate: Denn sie steckt voller gesunder Inhaltsstoffe und soll sogar den Alterungsprozess aufhalten oder zumindest verlangsamen können.

Diesen Anti-Aging-Effekt schreiben Forscher einem Abbauprodukt des Granatapfels zu, dem Urolithin A. Dieser Wirkstoff soll gewissermaßen dazu beitragen, den Körper von alten oder fehlerhaften Bestandteilen der Muskelzellen zu entrümpeln. Wissenschaftliche Experimente legen daher einen positiven Einfluss auf eine häufige Beeinträchtigung älterer Menschen nahe, die altersbedingte Muskelschwäche (Sarkopenie): Denn das Urolithin A scheint demnach die „Aufräumprozesse“ in den Muskelzellen zu reaktivieren.

Doch damit nicht genug, die Liste der Heilwirkungen, die dem Granatapfel zugeschrieben werden, ist lang: Er stärkt das Immunsystem durch seine antioxidative Wirkung, die dreimal so groß sein soll wie die von grünem Tee oder Rotwein. Inhaltsstoffe des Granatapfels senken zudem den Blutdruck, ebenso wie den Cholesterinspiegel und reinigen die Gefäße von schädlichen Anlagerungen. Das ist positiv für das Herz-Kreislauf-System und reduziert das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Und es geht weiter: Die Antioxidantien im Granatapfel bekämpfen Entzündungen, können entzündliche Prozesse – wie etwa bei der Arthritis – eindämmen und so Schmerzen deutlich lindern. Zudem ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen, dass sich mit dem Verzehr von Granatäpfeln sogar Krebszellen bekämpfen lassen. Außerdem sollen die Heilkräfte des Granatapfels gegen Wechseljahresbeschwerden helfen und sich als Aphrodisiakum bewährt haben.

Vielleicht liegt es an eben diesem umfassenden Potenzial an positiven Auswirkungen auf das Wohlbefinden des Menschen, dass sich um diese „Gesundheitsbombe“ so viele Mythen ranken: So soll der Granatapfel exakt 613 Kerne enthalten – genauso viele, wie es Gesetze im Alten Testament gibt.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 16.10.2016

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