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Liebe zum Detail

Designs und Fassungen von Ringen

Ringe sind beliebt und immer aktuell. Als Geschenk, als Erinnerung, als Dank oder zu sehr persönlichen Ereignissen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, um den passenden Ring für den individuellen Anlass zu wählen.

Ringe setzen sich in der Regel aus drei Grundkomponenten zusammen: zunächst aus der Ringschiene, dem eigentlichen Reifen aus Edelmetall. Dazu kommt die Ringplatte oder auch Ringkopf genannt mit der Fassung für den Schmuckstein und als Krönung der gewählte Edelstein.

Weit bekannt und unverwechselbar ist der Verlobungsring mit einem einzelnen Diamanten, dem Solitärring. Das beliebteste Design für Eheringe ist dagegen der Bandring. Es gibt allerdings noch weitere Ringdesigns, die den Diamanten ganz anders in Szene setzen. Hier ein kleiner Wegweiser zu den wichtigsten Ringdesigns und gängigen Fassungen.

Klassisch
Bereits 1886 entwarf Tiffany & Co den Solitärring. Seitdem gilt diese Ausführung als der Klassiker zur Verlobung. Der gefasste Diamant wird auf einer einfachen, schmalen Ringschiene getragen - der Diamant als Einzelgänger. Der Solitärring wird auch gerne mit dem Ehering kombiniert. Klassisch und zeitlos. Im Pavéring erhält ein Solitär im Zusammenspiel mit kleinen seitlichen Brillanten auf der Ringschiene noch zusätzliches Funkeln. Die Wirkung des Hauptsteines wird deutlich verstärkt.

Bei den Eheringen hat sich der Bandring durchgesetzt. Seine Ringschiene ist nicht unterbrochen und verläuft gleichmäßig breit. Auch Steine können zusätzlich in die Ringschiene eingesetzt werden. Dieser Ring ist angenehm zu tragen und eignet sich hervorragend für Gravuren.

Schwebend
Ein Spannring verfügt über eine breite Ringschiene. Das Besondere an diesem Design ist die Fassung des Diamanten. Von den beiden Kanten der unterbrochenen Schiene unter Spannung gehalten, scheint der Edelstein regelrecht zu schweben. Bei diesem Ringtyp ist der Diamant allerdings weniger geschützt und kann sich bei einem seitlichen Schlag unter Umständen lösen. Wer sich dennoch für diesen einzigartigen Schwebe-Effekt eines Spannrings entscheidet, kann auch einen Ring in der sogenannten Spannring-Optik wählen. Bei diesem Design steht die Ringschiene nicht unter Spannung, sondern wird von einem diskret unten liegenden Steg zusammengehalten. Der Stein wird in die beiden Kanten der oberen Unterbrechung eingefasst und sitzt dadurch fest.

Funkelnd
Ein Memoire-Ring, heute auch häufig Allianz- oder Eternity-Ring genannt, verfügt über eine starke Symbolkraft. Schon im alten Ägypten wurde dieser Ring als ein Zeichen für die Unendlichkeit getragen. Die Ringschiene ist oftmals schmal und durchgehend mit Diamanten besetzt - ohne Anfang, ohne Ende. Jeder Stein erinnert an Ereignisse aus dem Leben: Heirat, Kind, Karriereschritte, einfach an wunderbare Momente im Leben. Manchmal wird ein Memoire-Ring auch nur mit wenigen Diamanten bestückt, um einzelne Diamanten bei späteren Anlässen nachträglich einzuarbeiten. Der Memoire-Ring eignet sich auch als Verlobungs- oder Trauring und ist sehr gut mit Ringdesigns oder weiteren individuellen Memoire-Ringen kombinierbar. Besonders edel wirken mehrere Memoire-Ringe aus verschiedenen Edelmetallen und Steinfarben an einem Finger.

Kombinierbar
Vorsteckringe sind momentan sehr beliebt und verdienen deshalb eine eigene Kategorie. Diese Ringe bieten vielfältige Variationsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Ringen. Die Ringschiene ist sehr schmal, da Vorsteckringe vor und hinter einem meist breiteren Ring getragen werden. Wird der Vorsteckring zu einem Solitärring gewählt, empfiehlt sich eine leicht gewölbte Ringschiene, um dem Solitär ausreichend Platz einzuräumen. Der Verlobungsring als Vorsteckring wird mit dem Ehering am selben Finger getragen. Aber auch ein Memoire-Ring bietet sich ideal als Vorsteckring an. Mehrere Vorsteckringe können zusammen an einem Finger kombiniert werden.

Königlich

Der einstige Verlobungsring von Prinzessin Diana, den heute Catherine, Ehefrau von Prinz William, trägt, ist ein besonderer Blickfang: ein Halo-Ring. Halo bezeichnet helle Lichtringe um einen Planeten und beschreibt diese edle Ringausführung sehr treffend. Der Hauptstein eines Halo-Rings wird rundherum von vielen kleinen Edelsteinen geschmückt. Das sorgt für zusätzliche Brillanz und lässt den Hauptdiamanten auffallend strahlen und um bis zu 0,5 Karat größer erscheinen. In der Kombination eines einzelnen Diamanten mit einem Diamantkranz funkelt der Halo-Ring besonders stark. Ergänzt werden kann dieser noch von kleinen Brillanten, die auf der Ringschiene eingefasst sind und so auch seitlich den Effekt verlängern. Ein Halo-Ring ist der ideale Begleiter zur Abendgarderobe.

Der Unterschied liegt im Detail
Das Aussehen von Ringen wird nicht nur vom Design alleine beeinflusst, sondern auch von der Ausführung der Fassung. Diese prägt wesentlich das Gesamtbild eines Schmuckstückes. Die Wahl der Fassung basiert neben dem persönlichen Geschmack auch auf Form und Größe des Edelsteines.

Klammernd
Im bekanntesten Fassungstyp, der Krappenfassung, halten den Diamanten kleine Stifte aus Edelmetall, in Fachkreisen auch Krappen genannt. Diese feinen Teile sind am oberen Ende nach innen gebogen und umklammern den Edelstein wie Klauen eines Adlers. Der Solitärring ist ein typisches Beispiel für eine Krappenfassung. Hier kann das Licht ideal in den Stein einfallen und ihn maximal strahlen lassen. Sind die Krappen aus Platin oder Weißgold gefertigt, entsteht beim Blick von oben der Eindruck als stünde der Diamant alleine auf der Ringschiene.

Schützend
Der Diamant wird in der Zargenfassung von einem Edelmetallstreifen eingerahmt. Zusätzlich wird der Stein auch von unten gehalten. So wird der Stein im Ring besonders geschützt und kann auch bei sportlichen Aktivitäten getragen werden. Jede Steinform eignet sich für diese Fassung. Bei einer weißgoldenen Zarge wirkt der Diamant häufig deutlich größer.

Krönend
Chaton-Fassungen sind eine Kombination aus Krappen- und Zargenfassung. Ihr Aussehen erinnert an eine Krone. Unterhalb der Rundiste des Edelsteins - der „Kante“, welche die obere Hälfte des Steins von der unteren trennt - befindet sich ein Ring aus Edelmetall. Dieser Ring gibt nicht nur dem Stein zusätzlichen Halt, sondern verbindet auch die Krappen und sorgt dadurch für hohe Stabilität. Die Chaton-Fassung wird sowohl für Solitärschmuck verwendet als auch für große Colliers und Ohrringe mit vielen Diamanten. Flexible Memoire-Ringe werden bevorzugt mit dieser Fassung gearbeitet. Der Diamant sitzt darin sehr sicher und es bleibt ausreichend Platz für hohen Lichteinfall.

Fugenlos
Die Pavé-Fassung ist eine Art der eingeriebenen Fassung, bei der jeder einzelne Stein in eine Vertiefung im Edelmetall eingesetzt wird. Das aus dem Französischen kommende Wort Pavé bedeutet Pflasterstein, daher Pavé-Fassung. Das Schmuckteil wird dicht mit vielen kleinen Diamanten besetzt und erhält dadurch ein wunderschönes Aussehen. Pavé-Schmuckstücke funkeln intensiv stark, sie eignen sich daher für außergewöhnliche Anlässe.

Bildquelle: Yorxs AG, München

 


Veröffentlicht am: 21.10.2016

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