Startseite  

30.03.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Gemüseheilige

Eine Geschichte des veganen Lebens

Hunderttausende Deutsche leben vegan: Sie trinken keine Kuhmilch mehr und essen weder Butter noch Eier. Viele verzichten sogar komplett auf Tierprodukte. Der Veganismus ist derzeit einer der wichtigsten Ernährungstrends.

Aber er ist nicht neu. Schon im 19. Jahrhundert gab es Leute, die sich aus gesundheitlichen und ethischen Gründen rein pflanzlich ernährten. Sie versuchten, möglichst viele von ihrer Lebensweise zu überzeugen, zum Wohl der Tiere und der Menschheit. Florentine Fritzen, Redakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, erzählt erstmals die lange und wechselvolle Geschichte des Veganismus in Deutschland. Ihr Buch „Gemüseheilige: Eine Geschichte des veganen Lebens“ erscheint am 1. Oktober 2016 im Franz Steiner Verlag.

„Am Anfang war kein Wort“, schreibt die Autorin im Vorwort ihres Buches. „Die Veganer nannten sich viele Jahrzehnte lang Vegetarier, also genau wie jene, die zwar auf Fleisch und Fisch verzichteten, aber nicht auf Milch und Eier. Auch die Fleischesser trennten da nicht so genau: Sie belächelten einfach alle Vegetarier, die strengen und die weniger strengen. Manchmal sagten sie auch ,Gemüseheilige´ zu ihnen. Aber schon damals war manchen Vegetariern die Pflanzenkost ganz besonders heilig. Wie heute. Ganz ohne Tierprodukte zu leben erscheint Veganern, ob sie nun schon so hießen oder nicht, seit dem 19. Jahrhundert als erhaben und rein. Oder als ethisch geboten und konsequent. Oder als natürlich und gesund. Oder alles zusammen.“

Mit dem Aufkommen der ersten „Gemüseheiligen“ entstanden auch bald die ersten Ersatzprodukte: Milch aus Nüssen, Streichfett aus Pflanzenölen, Decken ohne Daunen. Es wurden die ersten Zeitschriften gegründet und auch die ersten Tierschutzvereine, die sich für Tierrechte einsetzten. 1944, noch mitten im Zweiten Weltkrieg, erfand dann ein Grüppchen um den Kriegsdienstverweigerer und Lehrer des Holzhandwerks, Donald Watson, in England das Wort „vegan“. Es dauerte aber noch Jahrzehnte, bis der Begriff im Deutschen geläufig wurde. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Veganer auch in der Bundesrepublik. Seit ein paar Jahren ist veganes Leben in manchen Großstadtvierteln ein regelrechter Hype.

Die Autorin Fritzen geht den Wurzeln des Veganismus auf den Grund und entrollt eine spannende, teilweise überraschende Geschichte des Lebens ohne Fleisch. Ihr mitreißend geschriebenes Buch ist die Empfehlung für alle, die Tierprodukte ganz oder teilweise meiden und mehr über ihre Vorgänger wissen wollen. Und es ist ein Buch für alle, welche die vielen Veganer um sich herum besser verstehen wollen.

Gemüseheilige

Autorin: Florentine Fritzen
Franz Steiner Verlag
Preis: 21,90 Euro
ISBN: 978-3-515-11429-5

 


Veröffentlicht am: 23.10.2016

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit