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Morgengruß von Helmut Harff: 170 Jahre

… müssen Frauen noch warten

Gestern hörte ich eher mit halben Ohr den Berichten im Radio zu. Plötzlich hörte ich auf. Warum? Es war die Rede davon, dass es bis zur weltweiten Gleichstellung von Mann und Frau noch 170 Jahre dauern würde. Na, dachte ich, da will sich mal wieder jemand wichtig machen. Doch dann hörte ich, dass diese Zahl aus dem Gender Gap Report hervor geht. Dieser Report hat das Weltwirtschaftsforum veröffentlicht.

Die Ersteller des Gender Gap Reports gehen demnach davon aus, dass es bei Beibehaltung des derzeitigen Tempos noch 170 Jahre dauern wird, bis Frauen und Männer dieselben Chancen erhalten. Vergangenes Jahr hatten die Experten noch mit 118 Jahren gerechnet. Wie wird die Prognose dann 2017 aussehen?

Doch was bedeutet diese dramatische Verlängerung dieses Termins? Wird unsere Welt in den kommenden Jahren weiter islamisiert? Schafft der  Katholizismus ein Comeback? Erobern konservative Männer zuvor verlorene Positionen zurück? Bedeutet das für Frauen wieder die drei „K“ – Kinder, Küche und Kirche? Lassen sich es die Frauen in den nächsten Jahrzehnten gefallen, nicht den gleichen Platz an den globalen, aber auch an den lokalen Futtertrögen zu haben, wie die Männer?

Viele Fragen, von denen ich weder eine beantworten kann noch möchte. Viele Fragen, die mir nicht nur die Sorgenfalten ins Gesicht treiben, sondern auch den Angstschweiß auf die Stirn. Nicht, dass auch in mir sicherlich ein kleiner Pascha schlummert, doch auf was für eine Gesellschaft, auf was für ein Menschenbild steuern wir in den nächsten Jahrzehnten – von denen ich noch zwei oder drei erleben möchte – zu? Was ist das für eine Menschheit, die es zumindest laut des Gender Gap Reports den Frauen zunehmend schwerer macht, ihren Beitrag zur Entwicklung der Menschheit zu leisten? Was passiert, wenn wir auf die Ideen und Leistungen der Frauen – zumindest was den Bereich außerhalb von Kindern, Küche und Kirche - verzichten?

Die Liste der Fragen ist damit noch lange nicht zu Ende. Was macht das auch mit uns Männern, wenn wir mit den Frauen auch in hundert Jahren nicht auf Augenhöhe kommunizieren? Ehrlich, auch darauf habe ich keine Antwort – zumindest keine positive. Ich bin nur davon überzeugt, dass eine fehlende Chancengleichheit von Mann und Frau auch für uns Männer nicht gut ist. Klar, kümmert sich Frau um die drei „K“, müssen sich die Männer nicht endlich mal um die Definition von „Mann sein“ im 21. Jahrhundert bemühen. Wir können einfach so weiter machen, wie seit Jahrtausenden. Heißt das nicht aber auch, dass wir uns gar nicht weiter entwickeln? Heißt das vielleicht auch, dass wir uns als Menschheit eigentlich gar nicht weiter entwickeln können?

Ich frage mich auch, wie Männer und Frauen dann in 170 Jahren miteinander umgehen werden? Was versteht man dann unter Chancengleichheit? Wieso soll das alles gerade in 170 Jahren so viel besser sein?

Ehrlich, die vielen Fragezeichen verwirren mich. Mich wurmt, dass mir auf keine der Fragen auch nur eine unsinnige Antwort einfällt. Mich verwirrt auch, dass in dem Gender Gap Report auch die Rede davon ist, dass Deutschland in dem Gesamtvergleich dieses Jahr auf Platz 13 abgerutscht ist.  2006, im ersten Jahr des Reports, war es noch Platz 5. Den besetzt inzwischen Ruanda(!!!). Auf Platz 1 liegt Island, gefolgt von Finnland, Norwegen und Schweden.

Nun gibt es Frühstück - heute bin ich dran, Brötchen zu holen.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 27.10.2016

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