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29.04.2017

 

 

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Arizonas „Schlösser“ der Indianer

Vor 110 Jahren wurde das Montezuma Castle zum ersten National Monument Arizonas ernannt

(kms) Jedes Kind weiß: Indianer wohnen in Tipis. Die lederbehangenen Zelte gelten als typische Behausung der Ureinwohner Amerikas. Doch den meisten ist unbekannt, dass einige Stämme bereits vor vielen hundert Jahren auch spektakuläre Bauwerke aus Stein in Arizonas Canyons errichtet haben, die bis heute zu bestaunen sind.

Eines der eindrucksvollsten Gebäude, das Montezuma Castle, erklärte Theodore Roosevelt vor 110 Jahren zum ersten National Monument des Wüstenstaates. Heute hat Arizona mit 18 National Monuments die größte Anzahl in den USA. Es ist also höchste Zeit, die interessantesten Bauwerke der Ureinwohner vorzustellen und sich auf eine Entdeckungsreise in die Vergangenheit zu begeben.

Montezuma National Monument – Das 800 Jahre alte „Schloss“ in der Wüste

Am 6. Dezember 1906 erhielt das Montezuma Castle den Titel National Monument und gilt bis heute als eines der am besten erhaltenen historischen Gebäude Nordamerikas. Die Felsenbehausung wurde im 12. Jahrhundert von Sinagua-Indianern an dem Hang des Beaver Creeks zum Schutz vor feindlichen Stämmen gebaut. Dabei besteht der Gebäudekomplex nicht nur aus 20 Räumen, sondern erstreckt sich in der Felsnische auch über ganze fünf Etagen. Als die Spanier auf die Behausungen stießen, hielten sie es irrtümlich für ein Aztekenschloss, was den ungewöhnlichen Namen erklärt. Schätzungsweise 350.000 Menschen erkunden jedes Jahr die Umgebung, denn durch die günstige Lage zwischen Phoenix und Flagstaff ist das Monument einfach mit dem Auto zu erreichen.

Tuzigoot National Monument – Das Erbe der Sinagua-Indianer

Das Montezuma Castle ist nicht das einzige steinerne Erbe der Sinagua-Indianer. Um 1200 n.Chr. errichteten sie auch das eindrucksvolle Pueblo von Tuzigoot, welches 1939 ebenfalls als National Monument geschützt wurde. Das Bauwerk zieht sich über einen Grat aus Kalk- und Sandstein, etwa 35 Meter über dem Fluss. Ende des 14. Jahrhunderts umfasste das Pueblo sogar 110 Räume auf drei Stockwerken und wurde von über zweihundert Personen bewohnt.   
 
Wer abenteuerlustig ist, kann sich mit Pink Jeep Tours aus Sedona auf eine actionreiche Ancient Ruin Tour begeben, um die wichtigsten Sinagua-Stätten mit dem Jeep zu erkunden. Unter anderem werden das Tuzigoot National Monument, Montezuma’s Castle und auch die Palatki Ruinen, eine weitere Felsenbehausung des Stammes, angesteuert. Die Guides vermitteln während der dreistündigen Fahrt einen spannenden Eindruck davon, wie das tägliche Leben in den Felsenschlössern ausgesehen hat. Die Teilnahme kostet pro Erwachsenen 78 Euro.

Canyon de Chelly National Monument – Das Herz der Najavo-Nation

Auch die Najavo-Indianer wussten den Schutz einer massiven Felswand zu schätzen. Vor etwa 1000 Jahren gründeten sie daher im Canyon de Chelly eine kleine Siedlung in einer Felsnische. Die Außenmauer des oberen Hauses besteht aus weißem Stein, weshalb es den Namen White House Ruin trägt. Doch der Canyon de Chelly hat noch einiges mehr zu bieten. Seit über 5000 Jahren hinterlassen Menschen hier ihre Spuren. Am besten lassen sich die Gäste diese Orte von Najavo-Guides zeigen, deren Stamm noch immer im Canyon zu Hause ist. 1931 wurde das gesamte Gebiet zum Canyon de Chelly National Monument erklärt, das mit weiteren berühmten Sehenswürdigkeiten lockt, wie dem Spider Rock und der Mummy Cave Ruin.

Casa Grande Ruins National Monument und Kinishba – Geschichte hautnah

Zwar befindet sich die ehemalige Siedlung des Volkes der Hohokam nicht in der Höhle eines Felsmassivs, doch das macht das Casa Grande Ruins National Monument nicht weniger spektakulär. Geschützt durch ein riesiges Dach steht mitten in der Wüste das „Große Haus“, eines der größten und mysteriösesten prähistorischen Gebäude, das jemals in Nordamerika erschaffen wurde. Es ging 1892 als erste kulturhistorische Stätte der Vereinigten Staaten in die Geschichte ein und wurde 1918 zum National Monument. Die architektonische Meisterleistung der Ureinwohner wird hier besonders erlebbar, denn weder Zäune noch meterhohe Felswände verhindern den unmittelbaren Zugang. Ein respektvoller Umgang mit dem Erbe wird vorausgesetzt.  

Geheimtipp: Knapp drei Stunden entfernt versprechen auch die Kinishba Ruinen im heutigen Stammesgebiet der White Mountain Apachen eine hautnahe Begegnung mit der Mogollon-Kultur. Der 600 Räume umfassende Komplex wurde zwischen 1200 und 1400 n.Chr. errichtet und lässt sich hervorragend zu Fuß entdecken. Zutrittspässe erhalten die Gäste im White Mountain Apache Culture Center and Museum, das außerdem eine große Sammlung an indianischen Reliquien ausstellt.

Quelle: Kaus Media Services

 


Veröffentlicht am: 27.10.2016

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