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22.07.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Sparen

… nicht nur am Weltspartag

Sparen ist angesagt. Alle sagen uns, dass wir vorsorgen sollen – vor allem für das Alter. Heute wird das Thema noch einen Zahn schärfer gespielt, denn heute ist der 92. Weltspartag. Der wurde einst vom Internationalen Sparkassenkongress in Mailand ins Leben gerufen.

An diesem Tag bringen auch die Kinder ihr Erspartes zur Bank. Ihre Sparbemühungen werden mit einem kleinen Geschenk belohnt. Wenn wir älteren unsere Euros zur Bank bringen, so gibt es keine Geschenke. Haben wir sehr viele Euros, müssen wir der Bank noch etwas dafür zahlen, dass die überhaupt unser Geld nimmt.

Ja, es gibt kaum noch Zinsen und das ist der Grund, warum immer weniger Deutsche bereit sind, ihr Geld auf die hohe Kante, sprich auf die Bank zu bringen. Man gibt das Geld lieber aus. Das ändert nichts daran, dass 2014 statistisch gesehen jeder Deutsche 44.770 Euro erspartes hatte. Das sind nur Peanuts gegenüber dem Schweizern (157.450 Euro) oder den US-Amerikanern (138.710 Euro).

Dennoch jammern wir. Wir jammern vor allem deshalb, weil wir so gut wie keine Zinsen mehr bekommen. Schrecklich, unser Geld kann nicht mehr arbeiten. Wir können derzeit nicht darauf setzten, dass die Euros auf der Bank sich von allein vermehren – und das ohne jedes Risiko. Und Risiko ist etwas, was wir Deutschen – geht es um unser Geld – scheuen wie der Teufel das Weihwasser.

Doch wie ist das mit all dem Schwarzgeld, was in Bankschließfächern, in Tresoren oder unter dem Kopfkissen liegt? Da gibt es auch keine Zinsen, zumindest, wenn man nicht zu gierig wird. Gegen diese Gier helfen Steuer-CDs und danach hohe Strafen bis zu Gefängnisaufenthalten. Gier rechnet sich also auch immer weniger. Doch was tun? Das Geld gleich ausgeben? Nicht mehr sparen, nicht mehr vorsorgen?

Blickt man mal zurück, so waren auch unsere Vorfahren sparsam, legten etwas für schlechte Zeiten auf die Seite. Manches trugen die Frauen als Schmuck, manches wurde in Schatullen aufbewahrt. Vieles wurde gerade in unsicheren Zeiten vergraben. Wer heute Glück hat, findet so manchen goldenen Sparschatz. Doch egal, wie das Ersparte damals aufbewahrt wurde – Zinsen gab es keine. Zinsen – das war eher Teufelswerk. Die musste man nur zahlen, wenn man sich Geld leihen wollte. Doch damit das nicht passiert, hatte man ja einen mehr oder weniger gut gefüllten Sparstrumpf.

Was sagt uns das für heute? Ich finde, es lohnt auch ohne den Blick auf ohnehin recht niedrige Zinsen zu sparen. Ich schließe mich da den Engländern an, die meinen „Spare in der Zeit so hast du in der Not“. Es ist zumeist immer noch deutlich billiger, sich etwas zusammenzusparen, als es beispielsweise auf Kredit zu kaufen. Außerdem kann man bei größeren Anschaffungen als Barzahler mehr Rabatt rausholen, als wenn man einen Kreditvertrag abschließen muss. Abgesehen davon ist es ein deutlich besseres Gefühl, wenn man das Geld einfach so hinblättern kann.

Und die Rente? Auch dafür kann man sparen. Wer nicht lieber beispielsweise auf Aktien setzt und total auf Nummer Sicher gehen will, spart zwischen 20 und 67 – also während der Arbeitszeit – monatlich 100 Euro, Das sind immerhin 56.400 Euro. Lebt man nach dem Arbeitsleben noch 20 Jahre, so sind das monatlich 235 Euro – und das ganz ohne Zinsen. Man muss das Geld nur konsequent ignorieren.

Sie meinen, 100 Euro kann der durchschnittliche Bundesbürger nicht sparen? Rechnen Sie mal aus, wie viele Schachteln Zigaretten 100 Euro ausmachen. Überlegen Sie mal, ob man wirklich einen Fernsehgerät für über 1.000 Euro braucht und ob das Auto nicht doch viel zu teuer ist. Ich bin überzeugt davon, dass die meisten Bundesbürger 100 Euro für das Alter ohne jede Einschränkung zurück legen können. Daran ändern Zinsen oder eben deren Fehlen nichts.

Noch ein Spruch gefällig? Sir Francis von Verulam Bacon meint: „ Es gibt viele Wege, sich zu bereichern. Einer der besten ist die Sparsamkeit.“ Ich meine, dass man am Frühstück nicht sparen sollte.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 28.10.2016

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