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Morgengruß von Helmut Harff: Weltmännertag

Ab zum Arzt

Männer und Gesundheit – das ist seit jeher ein heikles Thema. War es früher so, dass die meisten Männer ihr Geld mit körperlicher Quälerei verdienten, so hat sich das heute deutlich dahin verschoben, dass Mann im Job viel zu viel sitzt, sich kaum noch bewegt. Das klingt gesünder und ist es wohl auch. Wenn man dann noch miteinbezieht, dass Männer seit 70 Jahren nicht mehr in Schützengräben verbluten und der medizinische Fortschritt das seinige beiträgt, so verwundert es nicht, dass wir Männer immer älter werden.

Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist, dass die Frauen nach wie vor im Schnitt sieben Jahre älter werden, als wir Männer. Auch dafür gibt es sicherlich viele Gründe. Doch der Abstand in Sachen Lebenserwartung scheint wie festgemeißelt. Viele kluge Köpfe sind nun der Ansicht, dass sich Männer einfach weniger um ihre Gesundheit kümmern, als die Frauen. Leider ist es immer noch so, dass viele Männer erst dann zum Arzt gehen, wenn sie dazu schon kaum noch dazu in der Lage sind. Auch Vorsorgeuntersuchungen sind für die meisten Männer völlig unbekannte Dinge.

Das sich das ändert war der Grund für die Idee, den Weltmännertag ins Leben zu rufen. Er gilt als ein Aktionstag zur Männergesundheit, der seit dem Jahr 2000 jährlich am 3. November stattfindet. Wie bei Wikipedia zu lesen ist, sollte mit dem Weltmännertag laut Aussage des Schirmherrn Michail Gorbatschow das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitert werden. Da verwundert es nicht, dass der erste Weltmännertag von Andrologen der Universität Wieng gemeinsam mit der Stadt Wien, der Gorbatschow-Stiftung, Medical Connection und United Nations Office at Vienna (UNOV) das erste Mal offiziell 2000 in Wien veranstaltet wurde.

Interessant finde ich, dass heute neben der rechtzeitige Vorsorge vor allem die realistische Einschätzung der eigenen gesundheitlichen Verfassung und Risiken im Vordergrund. Wenn wir ehrlich sind, lernen wir unseren Körper erst kennen, wenn er nicht mehr funktioniert. Wer weiß schon, wo Leber und Niere liegen, wer kann schon sagen, warum der Körper so oder so reagiert? Wenn man aber nicht mal eine Ahnung von seinem Körper hat, der kann auch nur sehr ungenau einschätzen, ob er wirklich gesund ist.

Ich hatte ja eingangs erwähnt, dass Männerarbeit heute weniger körperlich ist, als vor 100 Jahren. Doch Mann will sich spüren, will seine körperliche Fitness unter Beweis stellen. Da geht man ins Fitnessstudio, läuft Marathon, spielt noch als alter Herr Fußball. Das wäre ja noch alles nicht schlimm, wenn Mann nicht unbedingt immer Sieger sein will. Viel zu häufig sagt der Körper viel zu spät Stopp: Erst dann erfolgt der Gang zum Arzt. Und dann gibt es die Anderen, die sich weniger um ihre Fitness kümmern und voller Stolz auf ihren Bauch blicken. Der lässt in viel zu vielen Fällen auch einen Blick weiter runter ja auch nicht mehr zu. Auch hier beginnt das Umdenken zumeist erst dann, wenn man Gevatter Tod noch einmal von der Schippe gesprungen ist.

Den fitten und den fetten eint allerdings etwas: Sie waren noch nie zu einer der empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen. Brauche ich nicht, ich bin ja kerngesund, hört man immer wieder von Männern. Irrtum – siehe Lebenserwartung. Nun kann man ja den Männern viele Vorwürfe machen, man kann es ihnen auch einfacher machen. Wie wäre es mit Praxen für Männergesundheit oder zumindest mit Vorsorgetagen in Hausarztpraxen. Das sollte man einerseits den Ärzten, andererseits auch den Patienten honorieren. Wer die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen wahr nimmt, bekommt einen Betrag – 100 oder 200 Euro im Jahr – auf die Hand. Das bitte so, dass weder Gläubiger noch der Staat oder sonstwer darauf Anspruch anmelden kann.

Ich kann mir aber auch vorstellen, Unternehmen mit ins Boot zu nehmen. Die Unternehmen können – nein sollen – ihre Mitarbeiter mit Anreizen dazu animieren, Vorsorgeuntersuchungen wahr zu nehmen. Es könnte dafür einen freien Tag geben. Das ist nur ein Vorschlag. Wichtig auch hier, dass nicht beispielsweise das Finanzamt irgend einen geldwerten Vorteil wittert.

Den geldwerten Vorteil hätten wir alle – die gesamte Gesellschaft. Wer mehr auf seine Gesundheit achtet, wer zu Vorsorgeuntersuchungen geht, verursacht später weniger Kosten, der ist auch in der Lage, länger zu arbeiten. Das würde unser Sozialsystem stabilisieren.

Da fällt mir ein: Wenn Frauen sieben Jahre im Schnitt länger leben und diese Zeit länger Rente bekommen, dann bekommen wahrscheinlich die allermeisten Frauen in ihrem Leben weit mehr Rente als Männer.

Ich mache mir jetzt ein gesundes Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Fragen Sie möglichst bald ihren Hausarzt nach anstehenden Vorsorgeuntersuchungen.

 


Veröffentlicht am: 03.11.2016

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