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Aufgespießt: Ich habe einen Traum

Doch die Realität…

(Helmut Harff/Chefredakteur) Ich sehe jeden Morgen bei Wikipedia nach, welche mehr oder weniger komischen Gedenktage anstehen. Über manche schreibe ich, andere werden ignoriert.

Unter dem Datum 6. November fand ich: Internationaler Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten. Das ist nun ein Tag, der alles andere als komisch ist. Schließlich brennen im Nahen Osten gerade wieder Ölpipelines, schließlich sterben Menschen vor allem deshalb, weil gierige und über Leichen gehende Typen, die teilweise tausende von Kilometern weit weg vom Ort des Schreckens leben, ihr ohnehin dickes Konto aufblähen wollen. Dafür ist denen jedes, aber auch jedes Mittel recht. Dafür missbrauchen sie alles und jedes, auch den Islam. Die, die an den Kriegen verdienen, machen sich nicht die Finger schmutzig, sie hören nicht die Schreie der Sterbenden, sehen nicht die brennenden Städte. Sie sind nur ärgerlich darüber, dass brennendes Öl sich nicht mehr verkaufen lässt.

Um Land, um Rohstoffe werden schon seit Jahrtausenden Kriege geführt. Und doch ist das mit den Kriegen seit längerem deutlich anderes geworden. Früher standen die Könige und Heerführer an der Spitze ihrer Truppen und gingen nicht tausende Kilometer entfernt ihren täglichen Geschäften nach, als ob nichts wäre. Nun habe ich einen Traum. Nein, ich träume nicht davon, dass es keine Kriege mehr gibt. Das halte ich für eine Illusion. Ich träume davon, dass die heutigen Herrscher und Oberbefehlshaber ihre Truppen in vorderster Linie in die Schlacht folgen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen klassischen oder einen sogenannten asymmetrischen Krieg handelt.

Wenn es so toll ist, als Selbstmordattentäter ins Paradies zu kommen, wieso verzichten dann die Führer des IS auf diese Ehre und überlassen die gern auch Kindern und Jugendlichen? Wieso findet man die Chefs der Terrororganisationen eher in irgendwelchen Berghöhlen oder Luxussuiten von Hotels, als an der Front? Ich träume davon, dass Kriegsherren wie Putin, Assad, Obahma und wie sie alle heißen an der Spitze ihrer Truppen in den Kampf ziehen und so dabei sind, dass sie die Schreie der Sterbenden hören, sie das Pfeifen der Kugeln hautnah erleben, ihr Leben riskieren. Ich meine nicht, dass sie mal in gepanzerten Flugzeugen kurz in Frontnähe auftauchen, sondern dass sie sich mit ihren Soldaten das Quartier dauerhaft teilen. Ich träume auch davon, dass Frau Merkel oder Frau von der Leyen wenigstens mal einen Monat dort sind, wo deutsche Soldaten ihren Kopf für unsere sichere und preiswerte Ölversorgung hinhalten. Ich träume auch davon, dass der türkische Präsident Erdogan im Führungspanzer in die Schlacht gegen die verhassten Kurden zieht.

Warum ich davon träume? Weil ich doch davon träume, dass es keine Kriege mehr gibt. Weil ich überzeugt davon bin, dass keiner der Genannten Krieg führen würde, wer er oder sie den Kopf selber hinhalten müssten. Das würde ganz sicher nicht passieren. Dazu sind sie viel zu sehr davon überzeugt, dass ihr Leben viel zu wichtig ist, um es an der Front oder als Selbstmordattentäter zu opfern. Einige wären dazu auch schlicht zu feige.

Doch man wird ja mal träumen dürfen. Schließlich habe ich auch 40 Jahre davon geträumt, dass die Mauer verschwindet.

 


Veröffentlicht am: 07.11.2016

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