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26.04.2017

 

 

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Weihnachten in Hamburg: Cool, kreativ - und digital

Wie modern dürfen Weihnachtsmärkte eigentlich sein? Eine Stadt wagt es

Urban Christmas: Rote Weihnachtsmützen wippen im Takt zu Ariana Grandes „Santa Tell Me“, der Bio-Glühwein duftet würzig, schnell werden ein paar Bilder vom Rentierburger gepostet, Schmuck aus alten Skateboards findet reißenden Absatz, auch ein Armband aus Seilen mit dem Logo „denn mal tau“.

Von wegen „Alle Jahre wieder“ der gleiche Weihnachtstrott. Hamburgs Weihnachtsmärkte sind cool und modern. Oder nostalgisch und romantisch. Oder kreativ und trendy – je nach Szene und Location. Hamburgs Vielfalt an Adventsmärkten ist einzigartig. Wie eine aktuelle Weihnachtsmarkt-Ausstellung zeigt, sind die Märkte auch immer ein Abbild der gesellschaftlichen Entwicklung – wie also ticken die Hamburger in diesem Jahr?

16 Weihnachtsmärkte locken in die City

Im Vergleich zu klassischen Weihnachtsmarkt-Destinationen wie Nürnberg oder München ist Hamburg noch jung. Erst seit 15 Jahren werden Weihnachtsmärkte in Hamburg touristisch beworben – das allerdings sehr erfolgreich. Jedes Jahr kommen etwa sechs Millionen Besucher. Denn die Hansestadt punktet mit einem adventlichen Alleinstellungsmerkmal: 16 verschiedene Weihnachtsmärkte in der City haben ein eigenständiges Profil entwickelt. Und wenn es in Mail oder SMS heißt: „After work noch auf ein Weihnachtsbier treffen?“, zeigt ein Blick auf die Veranstaltungs-App (hh-events.de) die angesagtesten Märkte und Events, zum Beispiel den „Winter Beer Day“ in den Schanzenhöfen am 19. November.

Die Klassiker: mondän oder nostalgisch

Wenn am 21. November die Alstertanne wieder in voller Pracht erstrahlt, öffnen auch die meisten Weihnachtsmärkte. So auch der „Weiße Zauber“ auf dem Jungfernstieg. Stilvolle weiße Pagodenzelte, illuminiert durch eine einmalige Licht-Inszenierung, erschaffen eine Art Eiskönigin-Kulisse und sorgen für Champagnerstimmung statt Glühwein-Ambiente. Den gibt es natürlich trotzdem zu genießen, nebst Eierpunsch oder heißem Caipirinha. Ebenfalls hochkarätig und stylisch: Der Weihnachtsmarkt in der HafenCity am Überseeboulevard mit dem wohl schillerndsten Weihnachtsbaum Hamburgs, Eisbahn und großer Laser-Show mit Feuerwerk am 26. November.

„Ho ho ho“ – wer es dagegen nostalgisch liebt, ist bei „Roncallis Historischem Weihnachtsmarkt“ richtig. Vor der imposanten Kulisse des Hamburger Rathauses bieten rund 80 Händler, Schausteller und Kunsthandwerker ihre Waren an – vom Hutmacher über den Glasbläser bis zum Laternenmacher oder Bernsteinschleifer. Frische Lebkuchen, Dresdner Christstollen und Hamburger Schmalzkuchen duften in der Naschgasse um die Wette und die ganz Kleinen lieben das Kinderkarussell aus den Goldenen 20er Jahren.

Christmas-Party auf dem Kiez




Cool, modern und ironisch: „Santa Pauli – Hamburgs geilster Weihnachtsmarkt“. Im Hintergrund die Tanzenden Türme und großflächige Licht- und Videoinstallationen auf der Medienfassade des Klubhaus St. Pauli, eröffnet Drag-Queen Olivia Jones traditionell das bunte Treiben – in diesem Jahr am 17. November. Weihnachten und Party gehen hier Hand in Hand – inklusive abendlicher Stripshows. Das „Winterdeck“ auf der Bühne vor dem Operettenhaus serviert bei Kaminfeuer und unter schwebenden Tannenbäumen leckere Cocktails wie „Bordsteinschwalbe“ oder heiße „Nussknacker“. Und das Repertoire der Weihnachtsbuden reicht von Kunsthandwerk über freizügigen Christbaumschmuck bis zu Holzdildos.

Noch mehr sexy Weihnachtsstimmung verströmt „Winter Pride“. Der schwul-lesbische Weihnachtsmarkt in St. Georg erklärt sich zur musikalisch alternativen Zone – Schluss mit „Jingle Bells“, „Oh, Holy Night“ oder „White Christmas“. Stattdessen gibt’s Electro-Pop-Klänge von Kery Fay, Acappella-Musik von mundial und The Ukeboys auf die Ohren.

God jul! – skandinavische Weihnachten im Trend

Skandinavische Lebensart ist angesagt und Anhänger kommen an zwei Wochenenden im November in den Seemannskirchen voll auf ihre Kosten (11. bis 13.11. und 18. bis 20.11. in der Ditmar-Koel-Straße). Hier lässt sich Weihnachten auf Dänisch, Schwedisch, Norwegisch oder Finnisch erleben. Der Weihnachtspunsch heißt Glögi oder Glögg, es gibt Wichtelbier, Pepperkager und Mandelmilchreis, aber auch Weihnachtsschinken oder das traditionelle norwegische Weihnachtsmahl „Julenisse“ mit Rippchen, Kartoffeln und Sauerkraut. Auf dem Online-Weihnachtsmarkt vom Hamburger Schwedenshop kann man sich mit passendem Zubehör eindecken, wie zum Beispiel Weihnachts-Wichtel oder Elch-Ausstechformen.

Edel-Öko, Veggie-Weihnachten und Holy Shit goes online

Weihnachten in Hamburg wird nie langweilig – jedes Jahr gibt es neue Trends. Aktuell hoch im Kurs: Edle Gaben „handmade“, die gern auch als Inspiration für die eine oder andere Eigenkreation erworben oder auch schon mal als solche ausgegeben werden. Fündig werden Kreative dabei zum Beispiel in der Koppel 66. Auf der Adventsmesse präsentieren rund 40 Kunsthandwerker aus dem In- und Ausland an den Adventswochenenden Unikate und ausgefallenes Design. Mit „Do It Yourself“ (DIY) und Nachhaltigkeit wirbt der Ökologische Adventsmarkt auf Gut Karlshöhe in Hamburg Bramfeld am 3. und 4. Dezember.

Neben Vegan-Food und Bio-Burgern gibt es Recycling-Schmuck, edle Filz-Pantoffeln, futuristisches Solar-Spielzeug oder ein Montageset für die private Mini-Windkraftanlage. Fans gesunder und alternativer Weihnachten könnten sich auch auf dem Hammonia Veggie-Weihnachtsmarkt am 26. und 27. November wohl fühlen. In der Großmarkthalle werden ausschließlich Produkte ohne tierische Inhaltsstoffe angeboten.

Aber Vorsicht! Auch Hamburgs Weihnachtsevents 4.0 lassen sich nicht ganz gefahrlos besuchen. Designfans drohen beim „Holy Shit Shopping“ in akuten Kaufrausch zu verfallen. Am 17. und 18. Dezember präsentieren sich junge Designer, Künstler und Kreative in der Hamburg Messe mit Mode, Schmuck, Kleinmöbeln, Kunst und Delikatessen. Ab Januar 2017 soll es passend zum Event auch einen Online Shop – den Holyshit.Shop geben. Weihnachten funktioniert auch digital.

Welche Rückschlüsse sich aus den aktuellen Trends auf den Weihnachtsmärkten ziehen lassen, lässt die Ausstellung “Budenzauber – Weihnachtsmärkte im Wandel” im Freilichtmuseum am Kiekeberg erahnen (noch bis 15. Januar 2017). Sie stellt die historische Entwicklung der traditionellen Warenmärkte um 1900 hin zum Weihnachtstrubel heutiger Märkte dar.

Alle Infos zu den Weihnachtsmärkten und den Öffnungszeiten finden sich unter www.hamburg-tourismus.de/weihnachten. Dort kann über die Spezialisten der Hamburg Tourismus auch gleich ein vorweihnachtlicher Citytrip oder Hamburg-Geschenkgutschein gebucht werden.

Foto: Jörg Modrow, Roberto Kai Hegeler

 


Veröffentlicht am: 07.11.2016

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