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Wirtschafts-News vom 10. November 2016

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) Wintereinbruch mit erstem Schnee in Deutschland. Spätestens jetzt denken Autofahrer an die Winterbereifung. Einen Stichtag, ab wann Autofahrer mit Winterreifen fahren müssen, gibt es zwar nicht.

Der Bund der Versicherten e. V. (BdV) – Deutschlands größter Verbraucherschutzverein, wenn es um private Versicherungen geht – weist aber darauf hin, dass Autofahrer zur Wahrung des vollen Versicherungsschutzes trotzdem die Pflicht haben, sich um ordnungsgemäße Bereifung zu kümmern. Laut Straßenverkehrsordnung dürfen Kraftfahrzeuge bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch und Eis- oder Reifglätte nur mit sogenannten M+S-Reifen (Matsch- und Schneereifen) oder Ganzjahresreifen gefahren werden. „Wer also sein Fahrverhalten nicht den Witterungseinflüssen anpasst, muss im schlimmsten Fall mit einer Kürzung der Versicherungsleistung rechnen“, darauf weist der BdV hin.

Autofahrer, die bei schlechten Witterungsbedingungen mit Sommerreifen fahren und dabei erwischt werden, bekommen nicht nur einen Punkt in Flensburg und einen Bußgeldbescheid über 60 Euro - ihr Verhalten kann sich auch auf den Versicherungsschutz auswirken. Verursacht man unter diesen Gegebenheiten einen Unfall, prüft der Versicherer, ob der Fahrzeughalter grob fahrlässig gehandelt hat – also zum Beispiel mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren ist. Bei einem Vollkaskoschaden am eigenen Auto kann es zum Beispiel zu einer Leistungskürzung kommen. Wird auch noch ein anderes Auto beschädigt, kann der Haftpflichtversicherer unter Umständen Zahlungen, die er an den Unfallgegner geleistet hat, bis zu einer Höhe von 5.000 Euro pro Obliegenheitsverletzung vom Versicherungsnehmer zurückverlangen.  

Versicherte sollten übrigens nach einem Tipp des BdV beim Abschluss der Vollkaskoversicherung darauf achten, dass der Versicherer auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet. Dann nimmt der Versicherer im Schadensfall keinen Abzug der Leistung vor, sondern zahlt immer 100 Prozent.

Übrigens erobern nach einer Meldung von Auto-Medienportal.net Discountreifen aus Asien zwar mehr und mehr den deutschen Markt. Dennoch kann es sinnvoller sein, sich für einen Ganzjahresreifen „Made in Germany“ zu entscheiden.  Denn auch so spart man eine Menge Geld, denn es entfallen die Kosten für einen zusätzlichen Satz Winter- bzw. Sommerreifen, Montagekosten, Reifendrucksensoren und  Einlagerungskosten. Sie sind damit nach Ansicht der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ)  auch auf der besseren Seite, denn das Ergebnis eines Tests mit Billig-Winter- und Billig-Sommerreifen aus Taiwan und China  ist ernüchternd.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20161110_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 10.11.2016

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