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Morgengruß von Helmut Harff: Ich schäme mich

... für einige meiner Geschlechtsgenossen

Es gibt Erinnerungstage, die darf es einfach nicht geben. Heute ist so ein Tag, denn am 25. November wird der "Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen" begangen. Es ist eine Schande, dass es überhaut einen solchen Tag gibt, das es ihn geben muss.

Der "Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen" wird seit 1981 begangen und bekam 1999 seine "UNO-Weihe". Bei Wikipedia ist nachzulesen: "Hintergrund für die Initiierung des Aktionstages war der Fall Mirabal. Die Schwestern Mirabal, Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“, wurden 1960, nach mehreren vorangegangenen Verhaftungen, in der Dominikanischen Republik durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt und schließlich ermordet. 1981 wurde bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen".

Das ist nun 35 Jahre her und mal ehrlich, ich habe nicht den geringsten Anlass anzunehmen, dass die Gewalt gegen Frauen und Mädchen auch nur um einen Jota abgenommen hat. Vergewaltigungen als Waffe im Krieg, die Unterdrückung durch radikale Islamisten sind nur die Spitze des Eisberges. Ob Indien, oder eben Lateinamerika, überall ist Gewalt gegen Frauen an der Tagesordnung, in vielen Fällen toleriert oder als Kavaliersdelikt behandelt.

Doch Gewalt gegen Frauen und Mädchen gibt es nicht nur im Krieg, bei Fanatikern oder in der sogenannten dritten Welt. Gewalt gegen Frauen geht in Deutschland nicht zurück - ganz im Gegenteil. In der Frankfurter Rundschau vom 22.11.2016 konnte man lesen: "In Deutschland werden immer mehr Frauen Opfer ihres eigenen Partners oder Ex-Partners: Mehr als 127.000 Personen pro Jahr wurden zuletzt Opfer einer Straftat im häuslichen Umfeld, 82 Prozent waren Frauen. Im Ganzen traf es im vergangenen Jahr mehr als 104.290 weibliche Opfer". Die Zahlen stammen aus der polizeilichen Kriminalstatistik für 2015, die Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig mit Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), vorgestellt hatte. Wie hoch die Dunkelziffer ist, wagt man kaum zu schätzen.

Ich habe für Gewalt gegen wen auch immer kein Verständnis. Ich habe auch kein Verständnis dafür, dass die Täter in viel zu vielen Fällen mit läppischen Strafen davon kommen. Man muss die Männer nicht gleich wegsperren, aber dennoch empfindlich treffen. Ich denke da an den Einzug der Fahrerlaubnis oder eben - so sinnvoll - an sehr hohe Geldstrafen. Diese Gelder sollten aber nicht in den Staatshaushalt fließen sondern in den Opferschutz und zum Teil auch direkt an die geschundenen Frauen gehen.

Ich habe auch kein Verständnis dafür, dass Frauen und Männer noch immer der Ansicht sind, dass Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, daran selber Schuld daran sind. Wie oft ist immer noch zu hören, dass Frauen und Mädchen sich nicht wundern müssen wenn sie sexuell belästigt oder gar vergewaltigt werden, wenn sie so sexy angezogen rumlaufen. Als ob ein Minirock ein Freibrief für männliche Übergriffe sind. Dann müssten ja am Strand Vergewaltigungen an der Tagesordnung sein.

Ich finde, es muss deutlich mehr dafür getan werden, dass Frauen und Mädchen hierzulande und überall auf dieser Erde nicht Opfer von Gewalt werden. Wir Männer müssen uns einfach beser im Griff haben. Wer Gewalt gegen Frauen und Mädchen auch nur gutheißt oder Täter ist, der muss gesellschaftlich ausgegrenzt werden. Wenn neben dem keiner mehr sitzen will, wenn mit dem keiner mehr ein Bier trinken will, wenn mit dem keiner mehr Fußball sehen oder spielen will, dann besteht zumindest die Chance, dass die Gewalt gegen Frauen und Mädchen nicht noch weiter zunimmt.

Bei diesem Thema schmeckt mir das Frühstück nicht wirklich.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und einen Tag frei von Gewalt.

 


Veröffentlicht am: 25.11.2016

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