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19.10.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Olympia gegen Cash

… ohne mich

ARD und ZDF – also die öffentlich-rechtlichen Sender – werden bis 2024 nach heutigem Stand Olympia nicht live berichten. 150 Millionen Euro waren den Verantwortlichen einfach zu viel. Viel? Das sind nicht einmal 2 Euro pro Einwohner. Wer demnächst Olympia im Fernsehen verfolgen will, wird wohl an Eurosport – die Sieger des Rechte-Pokers – deutlich mehr überweisen müssen.

Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist, dass sich die Verhandlungsführer von ARD und ZDF nicht verführen ließen. Ich finde gut, dass man nicht bereit ist, für die Showveranstaltung mit mehr oder weniger gedopten Sportlern eine irre Summe zu bezahlen. Da sind Memet Scholl oder Helene Fischer deutlich billiger und niemand fragt nach einem Dopingtest. Ich würde es gut finden, wenn überall in Europa zumindest die gebührenfinanzierten oder vom Staat ausgehaltenen Sender sich der Geldgier der Olympiamacher verweigern. Klar, ich finde es nicht gut, Olympia nicht mehr ohne zusätzliche Kosten und Verträge sehen zu können. Doch davon geht die Welt nicht unter.

Ich frage mich, was diese deutsche Verweigerung mit dem Spitzensport macht. Ich frage mich auch, wie die Verbände, wie die Sponsoren auf die Absage von ARD und ZDF reagieren? Werden wir nun nie mehr Bogenschießen, Fechten oder Curling sehen? Ich befürchte das. Andererseits steht die Frage, was senden ARD und ZDF anstelle von Olympia. Wie wäre es, wenn man auf den Olympia-Sendeplätzen sich genau diesen Randsportarten widmet? Das wäre deutlich billiger und man käme damit sogar seinem Bildungsauftrag nach. Ich kann mir auch vorstellen, dass die so frei werdenden Sendeplätze mit Kultur zu füllen wären. Warum nicht einmal jedes der sogenannten Provinztheater vorstellen, dort ein Inszenierung aufzeichnen? Die Bühnen könnten das Geld sicherlich besser gebrauchen als das raffgierige US-Unternehmen Discovery, das 150 Millionen Euro einstreichen will.

Für mich ist klar, ich werde niemand Geld dafür überweisen, Olympia im Fernsehen verfolgen zu können. Ich werde die Zeit einfach sinnvoller nutzen, als vor dem Bildschirm zu sitzen. Ich werde so auch vor all den Berichten bewahrt, in denen es um die bösen, weil gedopten, Sportler geht. Ich werde hoffentlich auch keine Experten hören müssen, die mir erklären, warum deutsche Sportler mit den anderen nur manchmal mithalten können.

Da bleibt sicherlich auch mehr Zeit für ein leckeres Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und so manche interessante und kostenfrei Sportsendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

 


Veröffentlicht am: 29.11.2016

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