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Morgengruß von Helmut Harff: Warten

Ich warte nicht gern

Warten zu können ist eine Tugend, höre ich immer wieder. Blödsinn denke ich dann. Ich warte nämlich nicht gern. Ich kann auch nicht verstehen, dass überhaupt jemand gern wartet. Na vielleicht auf die Liebste, vielleicht auf die Braut, vielleicht auf eine frohe Kunde. Doch sonst?

Wer wartet schon gern beim Arzt, an der Supermarktkasse oder darauf, dass mal wieder Flugzeuge fliegen. Die abgeklemmten Telekomkunden haben sicherlich auch nicht gern darauf gewartet, wieder online zu sein. Ich warte auch nicht gern bei Ämtern und Behörden oder darauf, dass sich irgend jemand endlich bequemt, eine Entscheidung zu treffen. Warten ist blöd und kostet ganz sicher viel mehr Zeit, als das Stehen im Stau.

Und doch haben wir gerade eine Zeit, die wie kaum eine andere darauf ausgelegt ist, zu warten. Die Adventszeit ist nichts als Wartezeit. Diese Wochen sollen wir eigentlich dazu nutzen, uns zu besinnen. Die Adventszeit ist auch entgegen ihrer ursprünglichen Bedeutung eine Zeit des Genusses. Wir schlemmen auf den Weihnachtsmärkten, bei Weihnachtsfeiern oder einfach beim gemütlichen Zusammensein rund um den Adventskranz.

Aber, das Warten in der Adventszeit ist für viele Menschen doch mehr Qual als Quelle des Genusses. Dann wird durch die Shoppingcenter geeilt, die Supermärkte gestürmt und nächtelang auf die Online-Schnäppchen gewartet. Da ist es ja schon wieder – das Wort warten. Wer in der Vorweihnachtszeit nicht warten will, tut vor allem eines – warten. Warten darauf, dass keiner im Internet mehr bietet, dass bald im Parkhaus ein Parkplatz frei wird, dass man endlich die Rolltreppe betreten kann, dass man einen Verkäufer findet. Man wartet an der Kasse und darauf, dass man nun endlich seinen Glühwein bekommt.

Ehrlich, das mag ich nicht mehr. Nicht, dass ich nicht gern durch die weihnachtlich geschmückten Geschäfte bummele, nicht dass ich gern auf Weihnachtsmärkte gehe, doch ich verfalle weder in Hektik, noch stört mich, wenn ich nicht gleich rankomme. Ich finde, dass gerade in diesen Wochen Gelassenheit eine Tugend ist. Mit einem guten Maß an Gelassenheit kommt man ohnehin besser durch den Tag. Na, aufregen tue ich mich schon, wenn die Bahn mal wieder nicht so fährt, wie sie soll, wenn ich unter Streiks leide, die ich nur schwer nachvollziehen kann. Da wird mir Zeit geklaut, und das regt mich auf.

Nun warte ich ganz gelassen auf das Frühstück, das gerade die beste Frau der Welt zaubert. Das Warten lohnt garantiert.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und eine große Portion Gelassenheit.

 


Veröffentlicht am: 30.11.2016

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