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Morgengruß von Helmut Harff: Hut ab

… vor Nico Rosberg

Sicherlich waren Sie gestern genauso erstaunt wie ich über den Rücktritt von Nico Rosberg. Der Mann ist vor wenigen Tagen Formel-1 Weltmeister geworden und hat gefeiert wie kaum ein anderer. In so einer Situation ist man entweder betrunken oder hat die Euro-Zeichen in den Augen. Alle zerren an einem, man wird rumgereicht und Vertragsverhandlungen stehen an.

Und was macht Nico Rosberg? Er denkt darüber nach, was ihm wohl schon vorher klar war: Er denkt über seinen Rücktritt nach. Er denkt nicht nur darüber nach, er tritt ab. Er tritt mit einer wunderwollen Begründung ab, mit der, dass er seinen Kindheitstraum erfüllt hat und genau wie sein Vater Keke Formel1-Weltmeister geworden ist. Davor ziehe ich meinen Hut.

Begründet hat er seine Entscheidung ja damit, dass er endlich mehr Zeit für Frau und Kind und wohl auch für sich haben will. Er hat sich vor allem bei seiner Frau dafür bedankt, dass sie ihm so den Rücken frei gehalten hat, dass er sich voll auf sein Ziel konzentrieren konnte. Er hat sich dafür entschuldigt, dass er nie nachts aufgestanden ist, wenn das Baby das gefordert hat. Auch dafür ziehe ich meinen Hut-

Ehrlich, ich habe überall danach gesucht, dass Nico Rosberg seinen Abschied aus der Königsklasse des Motorsports auch mit dem Verhalten seines Dauerrivalen Lewis Hamilton, mit dem ihm wahrlich keine Freundschaft verbindet, begründet. Ganz im Gegenteil, er hat dem, der ihm noch im letzten Rennen das Leben mehr als schwer gemacht hat, sofort über seinen Entschluss informiert. Auch davor ziehe ich meinen Hut.

Formel1-Weltmeister, das ist nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch die Lizenz zum Geld drucken. Mit so einem Titel im Rücken, kann man sein Konto so richtig aufblähen. Nun ist es nicht so, dass jemand, der wie Nico Rosberg so lange im Rennsport unterwegs ist, nicht mehr als wohlhabend ist. Es ist auch nicht so, dass er in der nächsten Zeit nicht noch den einen oder anderen Euro verdienen wird. Und doch, sein Rückzug aus dem Motorrennsport kostet ihm sicherlich viel Millionen Euro. Darauf zugunsten von Familie und Privatleben mit 31 Jahren zu verzichten, das bringt sonst kaum jemand. Klar, dass ich auch davor meinen Hut ziehe.

Ich hoffe, das Beispiel von Nico Rosberg macht Schule. Ich meine damit gar nicht unbedingt andere Sportler. Ich habe Michael Schuhmacher und Sebastian Vettel bei jedem Weltmeistertitel zugejubelt. Ich meine eher Politiker und andere Menschen die es nach ganz oben geschafft haben. Von denen wünsche ich mir viel mehr als von Sportlern, dass sie dann ihren Hut nehmen. Den könnte ich dann auch vor ihnen ziehen.

Das das passiert ist unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist, dass ich jetzt frühstücke.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 03.12.2016

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