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28.02.2017

 

 

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Singe wem Gesang gegeben

Jetzt darf jeder mitsingen

(Helmut Harff/Chefredakteur) Der Volksmund weiß, dass böse Menschen keine Lieder haben. Na ja, so ganz glaube ich das nicht. Doch in der Advents- und Weihnachtszeit ist das etwas anderes. Wer von weißer Weihnacht, von klingelnden Glöckchen, von Tannenbäumen, von stiller Nacht und fröhlicher Weihnacht singt, der wird danach nicht eine Tankstelle überfallen. Zumindest hoffe ich das.

Weihnachten und Singen, das gehört für mich einfach zusammen. Ich bin mir sicher, dass Weihnachten auch solche Zeitgenossen ihre Stimmbänder testen, denen sonst nie eine Melodie über die Lippen kommt. Wer Weihnachten nicht singt, nicht einmal summt, der tut mir echt leid. Entweder ist er weit weg aufgewachsen oder in seiner Kindheit stimmte etwas nicht.

Ich, der Nichtsänger schlechthin und in der Schule mit Mitsingverbot belegt, kann mich bei Weihnachtsliedern einfach nicht zurück halten. Ich muss mitsingen. Mich wundert nur, dass ich noch nie eine Anzeige wegen unzumutbarem Lärm oder wegen Folter bekommen habe. Allen, die da mit mir so nachsichtig sind, die meine Sangeskünste ertragen, an dieser Stelle ein ganz aufrichtiges Dankeschön.

Weihnachtslieder, vor allem die, die im deutschen Kulturraum entstanden sind, sind für mich ein Teil meiner Identität. Wie gesagt, meiner. Ich hoffe nicht, dass Politiker an unsere Weihnachtslieder denken, wenn sie von deutscher Identität sprechen, zu der sich Zuwanderer bekennen sollen. Ich stelle mir vor, das fordern die Chinesen oder die Maori. Die kämen sicher nicht auf die Idee.

Doch zurück zu meinen Weihnachtsliedern: Das schöne an denen ist, dass man sie vier, vielleicht fünf Wochen hört und singt. Dann verschwinden Sie wieder um nach gut 300 Tagen wieder fröhlich aus der Versenkung auftauchen. Dann freut man sich wieder über die alten Bekannten. Vielleicht sollte man das auch mit anderer Musik machen, Januar wird Volksmusik gehört, im Februar Klassik, im März ist dann Weltmusik dran. Na, so wirklich toll ist die Idee wohl auch nicht, schließlich höre ich ja auch von Ende November bis zweiten Weihnachtsfeiertag nicht rund um die Uhr Weihnachtsmusik. Das wäre ja fast so, als gäbe es vom Martinstag bis Weihnachten nur Gans zu essen. Keine wirklich schöne Aussicht.

Doch jetzt will ich mein Lieblingslied hören, was eigentlich ein Gedicht von Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff ist. Wie es heißt? "Markt und Straßen".

Hier die vierte Strophe:

"Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt's wie wunderbares Singen-
O du gnadenreiche Zeit!"

 


Veröffentlicht am: 12.12.2016

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