Startseite  

23.04.2017

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Wer Bücher schenkt, macht einen guten Eindruck

Philosophen wissen die Gründe

„Schenken ist heikel“, warnt der Glücksforscher und Philosoph Wilhelm Schmid. Mit einem Buch unterm Tannenbaum kann man aber wenig falsch machen. Denn wer Lesestoff verschenkt, gilt als aufmerksam, zugewandt und einfallsreich. Das belegt eine Umfrage von Vorsicht Buch! unter 5.000 Menschen in Deutschland.

Knapp zwei Drittel (63,0 Prozent) derer, die ein Buch geschenkt bekommen, halten dies für ein Zeichen, dass der Absender sie sehr gut kennt. 61,2 Prozent schätzen daran, dass sich der Schenker Gedanken gemacht hat und 41,9 Prozent, dass sie jemand auf neue Ideen bringen möchte. Nur ungefähr ein Zehntel der Befragten gibt an, dass Bücher Staubfänger seien, und 13,0 Prozent, dass dem Schenker wohl nichts Besseres eingefallen sei.

Svenja Flaßpöhler, promovierte Philosophin, Journalistin und Buchautorin, weiß warum: „Ein Buch ist ein sehr persönliches, intimes Geschenk. Wer ein wirklich passendes Buch schenkt, weiß, welche Fragen einen anderen Menschen im Innersten umtreiben.“ Bei Frauen (67,8 Prozent) ist die Meinung, der Schenker kenne einen sehr gut, verbreiteter als bei Männern (57,7 Prozent). Außerdem steigt dieses Gefühl mit zunehmendem Alter: Bei den 14- bis 19-Jährigen stimmt immerhin die Hälfte zu, bei 60 Plus sind es 70 Prozent.

Bücher sind „Gesten der Aufmerksamkeit“, sagt Konrad Paul Liessmann, Professor der Philosophie an der Universität Wien. „Man zeigt damit, dass man sich über das Leseverhalten und die Vorlieben und Abneigungen des Anderen Gedanken gemacht hat. In jedem Buch steckt menschlicher Geist, über jedes Buch kommunizieren Menschen mit Menschen, in jedem Buch stecken Erfahrungen und Erkenntnisse, Anregungen und Verlockungen. Es ist einfach schön, ein Buch auszupacken und neugierig darin zu blättern, um im besten Fall eine neue Welt zu entdecken.“

Über die Hälfte der Befragten (57,1 Prozent) hält das Buch daher auch für „das perfekte Geschenk für viele schöne Stunden“. Besonders viele Freunde macht man sich mit einem Buchgeschenk im Saarland: Dort fühlen sich über zwei Drittel der Befragten für schöne Stunden beschenkt; und sogar über drei Viertel haben das Gefühl, dass sie der Schenker sehr gut kennt. Am riskantesten ist Lesestoff bei der Bescherung in Bremen: Dort hält man Buchgeschenke am häufigsten für Staubfänger (14,7 Prozent) oder ist der Meinung, dem Schenker sei nichts Besseres eingefallen (17,6 Prozent).

Top-Noten also für Schenker und Geschenk. Kein Wunder, so Hartmut Rosa, Professor für Soziologie an der Universität Jena: „Im Buch beginnt die Welt mit uns zu sprechen. Sie spricht mit eigener Stimme, aber wenn wir uns darauf einlassen, tritt sie mit uns in Dialog: Sie antwortet und widerspricht, überrascht, erschreckt und tröstet. Es gibt nichts anderes, das diesem Versprechen gleichkäme.“

 


Veröffentlicht am: 14.12.2016

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Logo yorxs

 

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| Geld & Genuss
| gentleman today
| Frauenfinanzseite
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| geniesserinnen.de
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2017 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit