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23.10.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Sch…

Das war gestern gleich zweimal mein erster Gedanke

Gestern war ich mit der besten Frau der Welt auf der Rückreise von einer Pressereise aus dem montafoner Ort Schrunz. Alles war prima, die Autobahn nicht voll, nirgendwo ein Stau und auch kein Glatteis. Wir freuten uns auf zuhause.

Dann die erste Horrormeldung: Der russische Botschafter in Ankara ist auf offener Bühne erschossen worden. Gedanken wirbelten durch den Kopf? Wie konnte das passieren? Gibt es in der Türkei noch immer nicht genügend Sicherheit für Ausländer, gar für Botschafter? Was bedeutet das für die Türkei, für das türkisch-russische Verhältnis? Wann ist für die Russen , wann ist für Putin das Fass am überlaufen? Keine guten Fragen.

Und dann die Horrormeldung aus Berlin: 12 Tote auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Ein LKW soll ungebremst in die Menschen gerast sein. Ein Terroranschlag dieses Ausmaßes in meiner Stadt, in der Stadt, in der ich viele Menschen kenne, in der meine Familie und Freunde leben. Das war ein Schlag in die Magengrube. Kaum zu beschreiben, was da einem alles durch den Kopf geht. Für mich war klar, dass das kein Unfall sein konnte. Das konnte nur ein Amoklauf oder noch wahrscheinlicher ein Terroranschlag sein.

Wir sind dann erst einmal auf den nächsten Parkplatz gefahren und mussten kräftig durchatmen. Sofort war die Frage da, ist jemand unter den Toten und Verletzten, den wir kennen? Aus der Familie – so unsere Hoffnung – war wohl niemand um diese Zeit auf dem Weihnachtsmarkt. Doch wissen konnten wir das nicht. Wen ruft man zuerst an? Ruft man überhaupt an. Dann klingelte das Handy. War es ein Anruf der Polizei? Nein, die Nummer kannte ich. Die erste Entwarnung. Dann wurde nach und nach klar, unter den Betroffenen der tödlichen LKW-Fahrt war niemand, den wir direkt kannten.

Doch das Fragen ging auch nach der Weiterfahrt weiter. Wieso fuhr da ein polnischer LKW in die Massen? Was ist da nur passiert? Doch auch die Frage, was das mit uns, mit uns Deutschen macht, beschäftigte uns. Was bewirkt so ein Anschlag bezüglich des Zusammenlebens der Menschen in Berlin? Noch war und ist ja nicht klar, ob das eine Amokfahrt oder ein religiös motivierter Anschlag war. Wie reagieren die, die in den muslimischen Mitbürgern eh den Grund allen Übels sehen? Gibt es Racheaktionen? Davor sei Gott, der Gott, den wir Christen und die Moslems anbeten.

Später kamen dann die Fragen, die wohl derzeit niemand beantworten kann: Wie kann man den weltweiten Terror, der nun auch Berlin erreicht hat, zurück drängen, ihn verhindern? Wie es Donald Trump will – von der Erde tilgen? Ich habe keine Antwort, ich habe aber viele Sorgen. Irgendwann ist das Maß voll, irgendwann führt so ein Terror – wie auch immer begründet oder legitimiert – zu Gegenreaktionen. Das macht mir Angst. Es macht mir auch Angst, dass wahrscheinlich im kommenden Jahr die Weihnachtsmärkte Hochsicherheitszonen gleichen werden.

Da fällt mir ein, wie der Terror selbst in abgelegenen Orten wie Schrunz seine Wirkung zeigt. Dort trat der Rapper Sido als Stargast anlässlich der dort ausgetragenen Weltcups im Ski- und Snowboard-Cross auf. Die Einlasskontrollen waren fast so scharf, wie die anlässlich des Münchener Oktoberfestes. Man suchte sicherlich nicht nur nach verbotenen Glasflaschen. Soweit hat uns der Terror schon gebracht.

Ich warte jetzt auf sinnvolle Antworten der westlichen Welt. Die muss endlich ihre Streitereien beenden und mit einer Stimme auf diese Art von Krieg gegen unsere Werte reagieren.

Nach Frühstück ist mir heute wirklich nicht.

Ich wünsche ihnen eine friedvolle Vorweihnachtszeit.

 


Veröffentlicht am: 20.12.2016

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