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18.01.2017

 

 

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Wie Vögel die Kälte überstehen

NABU Niedersachsen erklärt Überwinterungsstrategien

(lifePR) Während Mauersegler, Kraniche oder Wespenbussarde die Wintermonate in wärmeren Gefilden verbringen, harren „Standvögel“ wie Amsel, Meise oder Spatz hier bei uns aus. Um die kalten Tage zu überstehen, haben sie unterschiedliche Strategien entwickelt.

Isolationsschicht schützt vor Minusgraden


Die meisten Vögel übernachten aufgeplustert und gut geschützt in Gebüschen oder an Baumstämmen. „Durch das Aufplustern entsteht um den Vogelkörper eine isolierende Luftschicht, die vor Minusgraden sehr effektiv schützt“, erklärt der NABU Niedersachsen. Höhlenbrüter wie Kohlmeisen nutzen auch gern Nischen, Spechthöhlen oder Nistkästen zum Übernachten.

Gemeinsam gegen die Kälte


Während Amseln oder Meisen alleine übernachten, finden sich zum Beispiel Rabenkrähen und Kolkraben jeweils in großen Schlafgemeinschaften zusammen. Die lärmenden Versammlungen bieten Schutz vor Feinden und Kälte gleichermaßen. Zugleich dienen sie dem Informationsaustausch über geeignete Nahrungsquellen, die man am nächsten Tag anfliegen kann. Zaunkönige und Baumläufer kuscheln sich in kalten Winternächten im Gebüsch oder Unterholz eng zusammen. So wärmen sie sich gegenseitig und sparen Energie.

Futtermangel macht erfinderisch

Neben den frostigen Temperaturen werden im Winter auch das geringere Nahrungsangebot und die kürzeren Tage zur Herausforderung für die Vogelwelt. „Dann gilt es, sich ausreichend Brennstoff für die Nacht anzufuttern und möglichst schnell möglichst energiereiche Nahrung zu finden“, berichtet der NABU. Eichel- und Tannenhäher legen Vorratsdepots von Nüssen an, an deren Position sie sich exakt erinnern und die sie auch im Schnee wiederfinden können. „Goldhähnchen hingegen leben im Winter ernährungstechnisch ‚auf Kante‘. Sie finden zwar selbst jetzt in Wäldern winzige Insekten – aber nur in Mengen, die gerade ausreichen um über die Nacht zu kommen. Morgens müssen sie dann gleich weiter futtern.“

NABU-Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ (6.-8.1.2017)

Vom 6. bis 8. Januar 2017 findet die siebte „Stunde der Wintervögel“ statt. Der NABU lädt alle Naturfreundinnen und Naturfreunde ein, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen. Wer möchte, kann sich vorher über die heimische Vogelwelt informieren und sich mit der praktischen NABU-Zählhilfe ausstatten, die es im Internet unter www.stundederwintervoegel.de gibt. Die Zahlen trägt man in ein praktisches Online-Formular ein.

Alternativ kann man sie am 7. und 8. Januar zwischen 10 und 18 Uhr auch unter der kostenlosen Rufnummer 0800.115 71 15 durchgeben. Unter den freiwilligen Zählerinnen und Zählern werden hochwertige Preise verlost – vom Fernglas über Bücher bis hin zu Vogelnistkästen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist die größte wissenschaftliche Mitmachaktion Deutschlands. Ziel ist, dass möglichst viele Menschen Daten sammeln. Daraus können Fachleute wichtige Informationen zur Entwicklung der heimischen Vogelbestände ableiten. So liefert die Langzeitstudie wertvolle Hinweise zum Schutz der Artenvielfalt.

Der NABU Niedersachsen bietet zur Mitmachaktion ‚Stunde der Wintervögel‘ ein Infopaket mit allen weiteren Informationen samt Zählhilfe und Wintervogelporträts sowie Tipps zur Winterfütterung gegen einen fünf Euro Schein an: NABU Niedersachsen, Stunde der Wintervögel, Alleestr. 36, 30167 Hannover.

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr, geht die SCHULstunde der Wintervögel nun in die zweite Runde. Da zum Zählwochenende noch Schulferien sind, können sich Schulen, Kitas und Gruppen in der Woche vom 9. bis 13. Januar an der großen Zählaktion beteiligen.

Ein NAJU-Paket mit Aktionsideen für jeden Tag, einer Wintervogelrallye, Zählkarten und mehr können Schulen, Kitas und Gruppen gegen zwei Briefmarken zu 1,45 Euro bestellen. Ihre Gruppen-Bestellung unter Angabe der Postadresse richten Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse: info@NABU-niedersachsen.de . Die Zählergebnisse der Kinder fließen ebenfalls in die NABU-Auswertung ein.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 30.12.2016

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