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26.05.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Oh Gott

Wie war 2016 – Teil 1

Hört, ließt und sieht man die 2016-Rückblicke, so hat man den Eindruck, dass wir im zu Ende gehenden Jahr noch gerade so dem Weltuntergang oder zumindest dem des Abendlandes entgangen sind. Die typische Grimasse für 2016 sind hängende Köpfe und gaaaanz tief runter hängende Mundwinkel.

Doch wie war 2016? Die Politik hat wieder in viel zu vielen Fällen nur reagiert, statt zu agieren. Die Parteien haben sich wieder viel zu sehr um sich, als um die Republik gekümmert. Ich hatte auch 2016 den Eindruck, dass die Politiker – egal welcher Farbe – keine Idee für das Land haben, von Visionen will ich gar nicht reden. Doch all das hätte ich auch schon am 31.12.2014, 2015 und in den Jahren davor schreiben können.

Was war noch? Ja die Präsidentenwahl in den USA. Folgt man unseren Medien und Politikern, so wird ab 20. Januar 2017 der Teufel selber die USA regieren. Ja, auch ich kann Donald Trump nicht einschätzen, vergleiche ihn gern mit seinem Namensvetter Donald Duck. Doch da gab es ja dann noch die Neffen Trick, Track und Truck. Die halfen ihm immer wieder auf den richtigen Weg. Mal sehen was die Milliardärsclique – sprich seine Regierung – so fertig bringt.

Doch ich erinnere mich an die Wahl eines Barak Obama. Der erhielt gleich mal den Friedensnobelpreis und wurde gefeiert. Und dann? Die USA führte weiter Krieg, schwarzen US-Bürgern geht es noch immer nicht besser und wer heute vom bevorstehenden Weltfrieden redet, wird verdächtigt, nicht ganz richtig im Kopf zu sein. Mal sehen, wie Trump mit seinen „Vorschusslorbeeren“ umgeht?

Was mir wirklich Sorge macht, ist die zunehmende Europa- und Eurofeidlichkeit vieler Europärer, auch vieler Deutscher. Ich bin gern Europäer, ich finde das vereinte Europa toll. Es gibt an vielen Grenzen keine Kontrollen mehr und in vielen Ländern kann ich mit dem Euro bezahlen. Schade, dass das noch immer nicht in Polen, der Schweiz oder der Türkei möglich ist. Ich hoffe, dass Europa nicht wirklich ein Auslaufmodell ist.

Ja, und dann die Türkei. Hier schweigt des Sängers Höflichkeit über Recep Tayyip Erdoğan. Was da in der Türkei derzeit abläuft, erinnert mich an unsere eigene Geschichte. Auch damals setzte man zulange auf Verhandlungen, auf Gespräche. Ich mache mir Sorgen, dass einer unserer Nato-Partner irgendwann eine Diktatur ist, die schon heute Krieg gegen eigene Landsleute führt.

Nochmal nach Deutschland: Man hört immer wieder über die Armut in Deutschland. Ja, die gibt es – allerdings auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Das liegt daran, dass unser Sozialsystem funktioniert. Es liegt auch daran, dass in diesem Jahr die Renten um 4 bis 5 Prozent gestiegen sind. Es liegt auch daran, dass die Arbeitslosenzahlen deutlich rückläufig ist. Unter dem Strich geht es uns gut. Die das wirklich nicht von sich behaupten können, denen müssen wir noch mehr unter die Arme greifen.

Ja, und dann das Thema des Jahres schlechthin – der Terror: Ja, verdammt noch mal, es gab in Deutschland Terroranschläge mit Toten und Verletzten. Wie heißt es so schön: Der Terror ist in Deutschland angekommen. Als ob nicht auch in den Jahren und Jahrzehnten davor Deutsche Opfer von wie auch immer begründetem Terror geworden sind. Mich machen nicht nur die verrückten Attentäter so sauer, sondern fast noch mehr unsere Politiker. Die wollen uns immer wieder vorgaukeln, das sie auch nur den Hauch einer Idee davon haben, wie man Menschen vor solchen Chaoten schützen kann, denen auch ihr eigenes Leben völlig egal ist. Wir haben und wir werden mit dem Terror leben müssen. Ich sehe da kein Licht am Ende des Tunnels. Doch auch das hätte ich schon vor Jahren so schreiben können.

Es gäbe noch so vieles zu schreiben – ich denke an ein Jahresplus des Börsenindex Dax von knapp 7 Prozent – doch für heute soll es das sein.

Mein Fazit für 2016? Es war ein ziemlich turbulentes, aber dennoch normales Jahr. Es war ein Jahr, das für Verunsicherung sorgte. Es war ein postfaktisches Jahr, das uns aber nicht in die Depression treiben sollte. Vielmehr sollten wir den Kopf heben und nicht mit einem Leichenbittergesicht rumlaufen. An dieser Haltung hatte ich einst die DDR-Bürger erkannt. Wir hoben dann den Kopf, zogen die Mundwinkel nach oben und einen Schlussstrich unter den real existierenden Sozialismus. Warum lassen wir uns heute so viel gefallen und heben nicht wieder den Kopf?

Ich genieße jetzt mein letztes Frühstück 2016.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und eine tolle Silvesterparty.

 


Veröffentlicht am: 31.12.2016

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