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31.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Da wundert sich der Laie

… und der Christ staunt

Vielleicht wissen Sie es längst, doch für mich war es fast ein Schock: Maria war wohl keine Jungfrau, als sie ihren Sohn gebar, den wir heute als Jesus kennen. Wenn man die alten Quellen der Bibel richtig übersetzt, dann war Maria „nur“ eine junge Frau.

Ich habe das gestern mit hochroten Ohren am Radio erfahren. Dabei ging es um neue Übersetzungen der Bibel, sowohl von katholischer, als von protestantischer Seite. Wobei, so ganz mutig waren beide Seiten nicht, denn beide setzten das „junge Frau“ in Klammern.

Das ist ja auch irgendwie verständlich, denn die Jungfraugeburt der Maria ist ja eine der Hauptglaubenssätze der christlichen Kirche. Hat man die ganze Zeit eine Frau angebetet, die eigentlich nur mit ihrem Mann Sex hatte und schwanger wurde, wie Millionen Frauen vor ihr und Milliarden nach ihr? Wo blieb dann Gottes zutun? Wie kann ein ganz normal gezeugter Junge Gottes Sohn sein?

Stimmt das mit der Göttlichkeit des Jesus von Nazareth am Ende gar nicht? Haben sich die Hirten und danach die Weisen aus dem Morgenland geirrt oder den Engeln nicht richtig zugehört? Oder war Jesus nur ein hochbegabter Knabe, der schon in jungen Jahren mit den Alten im Tempel diskutierte? War Jesus nicht göttlichen Ursprungs, sondern nur jemand, der die Leute mit seinen Ideen begeistern konnte? Hat man einige Dinge, die der sehr begabte Mann vollbrachte, sich nicht anders als ein Wunder erklären können oder haben die Jünger diese einfach dazu gemacht?

Mir ist die Korrektur einer wahrscheinlich falschen Übersetzung mehr als sympathisch. War es doch genau diese unbefleckte Empfängnis, die immer wieder für Zweifel am gesamten Neuen Testament sorgte. Ich bin mir sicher, dass das sehr vielen Menschen so geht.

Im gleichen Radiobericht war davon die Rede, dass es auch eine Apostelin Namens Junia gegeben  haben soll. Die wurde nach dem Motto weil nicht sein kann was nicht sein darf von den Männern der Kirche im Mittelalter zum Mann gemacht. Geschlechtsumwandlungen sind wohl doch älter als angenommen.

Nun habe ich nachgelesen und in einem Beitrag von Roland Juchem in der „KirchenZeitung“ erfahren, dass Junia durch Paulus im Römerbrief (16,7) erwähnt wurde. In Vers 7 schreibt er: „Grüßt Andronikus und Junia(s) … sie sind angesehene Apostel und haben sich schon vor mir zu Christus bekannt.“ Beide haben wohl nichts mit den Mitglieder des Zwölferkreises um Jesus zu tun. Und doch muss die Frau bedeutend gewesen sein. Bei Johannes Chrysostomos († 407) heißt es: „Wie groß muss die Weisheit dieser Frau gewesen sein, dass sie für den Titel Apostel würdig befunden wurde.“

Maria keine Frau, die unbefleckt ein Kind bekam? Ein weiblicher Apostel? Ich glaube, dass das überall in der christlichen Kirche, vom Vatikan angefangen, für schlaflose Nächte und rauchende Köpfe sorgt.
 
Darüber werde ich sicherlich noch beim Frühstück nachdenken.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles und gesegnetes Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 05.01.2017

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