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Noch fünf Milliarden Euro Eigenheimzulage

Geldsegen vom Staat für Hunderttausende Hausbesitzer: Mitte März schütten die Finanzämter 5,1 Milliarden Euro an Eigenheimzulage aus. Das hat das Bundesfinanzministerium auf Anfrage der Dresdner Bank bestätigt. Die Eigenheimzulage ist aber ein Auslaufmodell und wird vom Wohnriestern abgelöst.

Eigenheimzulage bekommt, wer bis zum 31. Dezember 2005 einen Bauantrag gestellt oder notariellen Kaufvertrag unterschrieben hat. Außerdem darf die Summe der positiven Einkünfte im Jahr der ersten Inanspruchnahme zuzüglich des Jahres davor nicht höher als jeweils 70.000/140.000 Euro (Single/Ehepaar) plus 30.000 Euro für jedes im Jahr der ersten Inanspruchnahme zum Haushalt gehörige Kind gewesen sein.

Die Stichtagsregelung 31.Dezember 2005 bedeutet nicht, dass man bis dahin tatsächlich in die eigenen vier Wände eingezogen sein musste, um in den Genuss der Eigenheimzulage zu kommen. Auch wer zum Beispiel erst seit 2007 seine Immobilie bewohnt, kann diese Zulage beantragen. Sie beträgt bei Kauf in den Jahren 2004 und 2005 bis zu 1.250 Euro pro Jahr für maximal acht Jahre.

Für Kinder, für die dem Anspruchsberechtigten oder seinem Ehegatten ein Kinderfreibetrag zusteht, können je 800 Euro hinzukommen. Allerdings muss das Kind im Förderzeitraum des Hauses auch zum Haushalt des Anspruchsberechtigten gehören oder gehört haben. Außerdem muss ein Anspruch auf Kinderfreibetrag bestehen. Dies ist der Fall, wenn das Kind in Ausbildung, Studium oder freiwilligem Sozialjahr tätig ist und seine Jahreseinkünfte unter 7.680 Euro liegen.

Genau bei diesem Punkt heißt es für Eigenheimbesitzer jetzt „Aufpassen!“: Die Altersgrenze für die Kinderzulage wurde zwar auf in der Regel 25 Jahre herabgesetzt. Für die Berechnung der Einkunftsgrenze und die Festsetzung der Kinderzulage sieht das Jahressteuergesetz 2009 allerdings eine Ausnahme vor. Hier gilt weiterhin die Altersgrenze von 27 Jahren. Wer also Anspruch auf diese Förderung hat, sollte Mitte März genau seinen Kontostand überprüfen. Dann nämlich überweisen die Finanzämter alljährlich die Zulage. Fehlt die Kinderzulage, kann beim Finanzamt reklamiert werden.

Seit 2006 ist die Eigenheimzulage für Neufälle abgeschafft. Deshalb sinkt die Summe der Auszahlungen an Hausbesitzer Jahr für Jahr. So liegen die 5,1 Milliarden in diesem Jahr rund 20 Prozent unter dem Niveau von 2008. Die höchste Auszahlung gab es 2004: Damals landeten rund elf Milliarden Euro auf den Konten der berechtigten Bürger, mehr als doppelt so viel wie heute. Seit Ende 2008 gibt es allerdings eine neue staatliche Unterstützung für den Kauf oder Bau der eigenen vier Wände: den Wohn-Riester.

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Veröffentlicht am: 12.03.2009

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