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26.06.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Hallo Mister Trump

... eine kleine Geschichte

Hallo Mister President, ich möchte Ihnen heute eine kleine Geschichte erzählen. Die spielt in einem kleinen europäischem Land, das sich für eines der größten hielt. Ja, dieses Land gibt es nicht mehr. Aber Sie als Einwandererkind mit deutschen Wurzeln, können schon mal von diesem Land gehört haben.

In diesem Land geschah es eines Tages, dass ein Politiker medienwirksam einen Zettel aus der Tasche zog. Er verkündete, dass die bis dahin eingemauerten Menschen nun das Land einfach so verlassen können. Große Aufregung bei der internationalen Presse, aber auch im Land. Viele wollten testen, ob der Politiker auch die Wahrheit gesagt hat. Der gehörte zum Establishment und dem glaubten die Einwohner dieses kleinen europäischen Landes nicht.

Es stellte sich heraus, dass niemand auf die Öffnung der Mauer im Land vorbereitet war. Es gab gleich wieder Ärger. Doch die staatstragenden Organe waren darauf gedrillt, der Obrigkeit zu gehorchen und die Mauer ging auf. Das war toll für die Menschen, aber ein Desaster für das Establishment und das Land. Das Land gab es Monate später nicht mehr und der, der den Zettel medienwirksam vorlas, landete im Gefängnis.

Sie fragen sich sicher, warum ich Ihnen das erzähle. Sie haben ja nicht vor, eine Mauer zu öffnen, sie wollen eine bauen. Auch ist Ihr Land nicht größenwahnsinnig, sondern wirklich groß. Und doch gibt es eine Parallele: Sie haben, genau wie der DDR-Politiker, ein Dekret veröffentlicht, ohne darüber nachzudenken, was das bedeutet, was das für Ihr Land, für die Wirtschaft, für Kultur und Sport und für die nationale Sicherheit bedeutet. Sicherlich werden Sie mit ihren Einreiseverboten in die Geschichte eingehen.

Doch was, wenn die Geschichte über Sie urteilt, dass Sie damit ihrem Land geschadet haben, allein schon deshalb, weil niemand wusste, wie man mit Ihren Dekret umgehen soll. Was, wenn die Geschichte urteilt, dass Sie als dümmster Präsidenten bezeichnet werden, den die USA je hatte? Was, wenn nach ihrer Regentschaft die USA nicht mehr die führende Nation ist, wenn nur noch wenige etwas mit einer Trump-USA zu tun haben wollen?

Wollen Sie wie ein Politiker der untergegangenen DDR als einer der großen Verlierer in die Geschichte eingehen? Nein? Dann habe ich eine Idee: In der Heimat ihres Großvaters sagt man: Erst Gehirn einschalten, dann den Mund aufmachen. Gar nicht so dumm, wenn man sich mal auf seine Wurzeln als Einwandererkind besinnt.

Ich besinne mich jetzt darauf, Frühstück zu machen.

Ich wünsche Ihnen, aber auch dem US-Präsidenten ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 01.02.2017

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