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30.03.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Chic machen

… ist immer weniger angesagt

Gestern war Opernball in Dresden. Genauer gesagt, es fand die 12. Auflage des Semperopernballs statt. Zu so einem Ball – früher gern auch gesellschaftliches Ereignis genannt – gibt es eine strenge Kleiderordnung.

Für die Damen gilt: In Abendgarderobe erscheinen. Das bedeutet zumindest, das Kleid ist bodenlang.  Für den Mann sollte nichts am Frack vorbei führen. Hose und Frack sind immer schwarz, dazu trägt Mann ein weißes Hemd, eine weiße Weste aus pique,  eine weiße (!) Schleife und Lackschuhe. Tipp:  Die vorher einlaufen – vielleicht schon in der Tanzschule. Wer es nicht zum Frack bringt, kann zur Not auch einen Smoking tragen.

Doch wie sah es gestern in Dresden aus? Nein, die Genussmaenner waren nicht vor Ort. Wir sind (noch) nicht eingeladen worden. Doch am Bildschirm wurde schnell klar, dass die Männer schon ganz vorn dabei waren, die im Smoking den Ball genossen. Frackträger habe ich so gut wie nicht ausmachen können. Schade, wenn man schon bis zu 2.360 Euro für eine Karte hingelegt hat.

Doch auch die Damenwelt überzeugte mich nicht. Was die Kameraleute an Eindrücken in mein Wohnzimmer schickten, war ziemlich ernüchternd. Ja, die gesehenen Kleider der Damen waren bodenlang. Doch wirklich große Roben sah man nicht häufig. Erlaubte es die Kameraeinstellung, so war auch zu sehen, dass diverse Damen darauf verzichteten, dass Schuhe und Taschen zum weiteren Outfit passten.

Schade, aber typisch. Wo sieht man schon mal Menschen, die sich chic machen? Immer weniger – so zumindest mein Eindruck. Wenn Mann mit Anzug und – dann auch gern mit farbiger – Schleife beispielsweise in der Oper overdressed ist, dann ist das mit dem Chic nicht weit her. Mann fällt ja schon in Hut und Mantel – es reicht auch schon der Hut – in den meisten Fällen aus dem Rahmen.

Und Frau? Ein kleines Schwarzes geht immer – meint man. Doch geht es nicht gerade um gesellschaftliche Ereignisse, geben sich viel zu viele Frauen sehr viel Mühe, eben gerade nicht overdressed zu sein.

Ist diese Abwesenheit von Chic der Grund dafür, dass wir in Deutschland keine international beachteten Modemacher mehr haben oder ist es genau umgekehrt? Wo sind die Leute, die uns beispielsweise auf den Berliner Modewochen den angesagten Chic präsentieren.  Da muss vor allem Frau nach Mailand und Paris blicken.

Ja, wer chic sein will, wer auch mal overdressed sein will, muss mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Doch ein Frack ist deutlich billiger als die Karte für den nächsten Opernball – und Mann kann den lange tragen. Wie heißt es so schön: Man gönnt sich ja sonst nichts. Ich jedenfalls würde im Frack vom Semperopernball 2018 berichten. Dies ist ein kleiner Hinweis an das Organisationsbüro.

Ich will jetzt Frühstück – aber nicht im Frack.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 04.02.2017

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