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Ein Geheimtipp: Seifenmanufaktur Marius Fabre

Familiengeschichte geprägt von Savon de Marseille

Als im Jahr 1900 der 22-jährige Marius Fabre in einer Scheune in Salon-de-Provence zwei Seifensiedekessel und ein paar Gießbecken aufstellte, begann eine Familientradition, die bis heute währen sollte. Dank der ausgebauten Eisenbahnlinie  war Salon-de-Provence damals wichtiges Industriezentrum der Provence.

Die Stadt lebte vorwiegend von der Olivenöl- & Seifenproduktion sowie der Kaffeerösterei. Die Seifenmanufaktur Marius Fabre ist der letzte Zeitzeuge aus dieser wirtschaftlichen Blüte von Salon-de-Provence und besteht mit den Urenkelinnen Julie und Marie Bousquet-Fabre in der vierten Generation. Seit 1927 steht die Produktionsstätte in der Avenue Paul Bourret.

Bei einem Besuch meint man, die Zeit sei stehengeblieben. Savon de Marseille wird noch wie damals nach einem traditionellen Verfahren hergestellt und so stammen auch viele Utensilien aus jener Zeit. Im Museum der Seifenmanufaktur sowie in der Manufaktur selbst können das Besucher gut nachvollziehen.

Natürliche Produkte erster Güte

Die Seifenmanufaktur Marius Fabre ist auf die Herstellung der berühmten Savon de Marseille sowie der schwarzen Olivenölseife spezialisiert. Während der traditionelle Seifenwürfel an Omas Kernseife erinnern mag, ist Savon de Marseille tatsächlich eines der letzten handwerklich hergestellten Kosmetik- und Pflegeprodukte. Häufig stehen der natürlichen Seife jedoch Fälschungen und Konkurrenzprodukte aus Erdölderivaten gegenüber.

Die Bezeichnung „Savon de Marseille“ erlaubt bei der Herstellung, die Seifenmasse ausschließlich in offenen Kesseln zu sieden. Die schwarze Schmierseife „Savon Noir“, meist aus Leinöl hergestellt, besteht hier auf der Basis von Olivenöl. Die exklusive Rezeptur ist ein Patent der Seifenmanufaktur Marius Fabre und wurde mit dem Ecocert Siegel ausgezeichnet. Vom grünen Würfel „Extra Pur“ bis hin zur schwarzen Flüssigseife dienen Marius Fabre-Produkte verschiedenen Zwecken: Körperpflege, Reinigungsmittel für Haushalt und Wäsche, Pflege von Gartenpflanzen, Shampoo für Haustiere etc. Marius Fabre stellt mittlerweile auch Pflege- und Kosmetiklinien her. Alles aus natürlichen Zutaten und vorwiegend aus Olivenöl.
 
Die echte Savon de Marseille

Die Provence, in der Rohstoffe wie Olivenöl, Natron und Salz aus der Camargue in reichem Maße vorhanden sind, ist seit dem Mittelalter für Seifenherstellung bekannt. 1688 legt Ludwig XIV mit dem Edikt von Colbert die Regeln für die Herstellung der Seife fest: Neben dem Sieden in offenen Kesseln dürfen als pflanzliche Öle nur reine Olivenöle verwendet werden. Tierische Fette sind verboten, obschon heutzutage auch andere pflanzliche Öle wie beispielsweise Palmöl zugelassen sind. Durch dieses Edikt erlangt die Savon de Marseille ein Renommee, das ihr für immer erhalten bleibt.

Der spezielle Verseifungsprozess, das „Marseiller Verfahren“ oder „Heißverseifungsverfahren“ besteht aus fünf Schritten, nimmt etwa 14 Tage in Anspruch  und garantiert eine Seife von unübertroffener Qualität. Marius Fabre ist heute eine der vier letzten traditionellen Seifenmanufakturen, in denen Savon de Marseille nach dem traditionellen Verfahren hergestellt wird. Diese vier Betriebe haben sich in der „Union des Professionnels du Savon de Marseille“ zusammengeschlossen. Sie verschreiben sich dem Erhalt des Seifensiederberufes und der nach der „Marseiller Methode“ hergestellten Savon de Marseille. Das Verbandslogo auf den Produkten bürgt für Zusammensetzung, das spezielle Herstellungsverfahren sowie der geografischen Herkunft aus Marseille und Umgebung.
 
Ein Allzweckmittel - gesund & umweltschonend


Heutzutage besinnt sich mancher auf Omas Mittelchen zurück und das zu Recht. Im Gegensatz zu preiswerten Duschgels und handelsüblichen Seifen, die meist aus Erölderivaten oder tierischen Fetten bestehen, ist Savon de Marseille von Marius Fabre ausschließlich aus hochwertigen pflanzlichen Ölen hergestellt. Sie enthält keine Farb- und Konservierungsstoffe. Das Herstellungsverfahren garantiert eine „Extra reine“ Seife, die sich für alle Hauttypen eignet - sogar empfindlich und allergisch reagierende.

Die Seife auf Basis Olivenöl unterstützt den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Rein pflanzlich, ohne Phosphate und synthetische Bestandteile ist sie biologisch abbaubar. Darüber hinaus benötigt sie wenig Verpackung, ist lange haltbar und sparsam, was sie als sehr umweltschonendes Produkt auszeichnet. Marseiller Seife bietet sich für viele Zwecke an. Für Körperpflege oder im Haushalt. Für die schonende Feinwäsche bietet Marius Fabre zum Beispiel Seifenflocken an, während sich der weiße Seifenwürfel als Fleckenmittel eignet. Die schwarze Schmierseife aus Olivenöl ist ein Zaubermittel für den Haushalt. Während man damit vom Boden bis zum Geschirr alles putzen kann, verleiht die Seife auch Pflege für Holz, Fliesen aber beispielsweise auch Silber oder Kupfer. Das Fell von Haustieren wird besonders glänzend und weich, aber auch gegen Blattläuse hilft die schwarze Seife. Sie wird zudem in der Bio-Landwirtschaft eingesetzt.
 
Shopping bei Tante Emma

Man muss nicht unbedingt einen Ausflug in die Provence unternehmen, um echte Savon de Marseille zu erstatten. Wer aber einen Eindruck vom traditionellen Seifensieden bekommen möchte, sollte sich den Besuch in der Seifenmanufaktur Marius Fabre nicht entgehen lassen. Neugierige können sich hier von der Güte des Produkts persönlich überzeugen und gleich die Vorräte auffüllen.

Das Museum direkt neben der Fabrik gewährt Einblick in die Familientradition, während Kindern auch ein Workshop mit Diplom des „kleinen Seifensieders“ angeboten wird. Mittlerweile kann man Savon de Marseille und die Pflegelinien von Marius Fabre auch hier kaufen. In ausgewählten Shops wie beispielsweise Manufactum, Biomärkten, Naturkosmetikläden oder auch im Internet werden Marius-Fabre Produkte hierzulande vertrieben.

Auf der Website von Marius Fabre (demnächst auch in Englisch) kann man die Verkaufstellen der Produkte ganz einfach per Geotagging finden.

Marius Fabre ist auch an der Konsumgütermesse „Ambiente“ in Frankfurt am Main (Halle 8 / Stand M91) vom 10.-14. Februar vertreten.

 


Veröffentlicht am: 10.02.2017

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