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Göttlicher Garten

Nackte Nymphen im Park der Villa d’Este

Mythen und Märchen, verwunschene Ecken und verzweigte Wege, Rosengärten und Rhododendren: Im Park der Villa d’Este am Ufer des Comer Sees meint man, die Nymphen noch singen zu hören.

Die Gartenanlage ist so einzigartig, dass sie seit über 400 Jahren ihre Besucher in den Bann zieht. Brunnen, Wasserfälle und Fontänen sprudeln hier und machen den Garten zu einem der prächtigsten der Welt, daher steht er auch seit über 100 Jahren unter Denkmalschutz.

Dabei fordert die ständige Feuchtigkeit des Sees die zarten Blüten. Und doch sieht man sie überall blühen, ranken und knospen: Die Gänseblümchen und Stiefmütterchen, die den Boden zwischen Oliven- und Haselnussbäumen besiedeln. Die Rosen, die sich an der Terrasse emporschlängeln. Die Hortensien, Azaleen und Kamelien, die sich im Wind wiegen. Keine Frage, der zehn Hektar große Park der Villa d’Este ist einzigartig – und war es schon immer.

Im 17. Jahrhundert wurde der Garten zunächst im mediterranen Stil anlegt: geradlinige Wege, die zum Ufer hin abfallen. Unter der späteren englischen Königin Caroline von Braunschweig kamen Anfang des 19. Jahrhunderts die malerisch-romantischen Elemente eines englischen Rosengartens hinzu. Barock trifft seitdem hier auf Romantik, Zierpflanzen umringen den Nutzgarten, der Duft des Jasmins mischt sich mit dem der Osmanthus-Blüte, mit Magnolien, Oleander, Pinien. Schon vor über 100 Jahren wurde die Schönheit des Gartens in Büchern gelobt – und bis heute inspiriert sie die Besucher. Alfred Hitchcock drehte nach einem Aufenthalt in der Villa d’Este, die regelmäßig zum besten Hotel der Welt gewählt wird, seinen Film „Irrgarten der Leidenschaft“ (1925) und Elizabeth Taylor soll sich hier in eine wilde Romanze gestürzt haben.

Der wahre Star im Park der Villa d´Este ist das Nymphäum, ein eingewachsener von tausenden von Mosaiksteinen umrahmter Wassertempel. Dahinter plätschert das Wasser über die steinerne „Viale dell´Ercole“, flankiert von großen immergrünen Pflanzen, den Berg hinab, dem See entgegen. Gäste, die diese Treppen erklimmen und sich in den oberen Bereich des weitläufigen Geländes begeben, begegnen den Götterstatuen Hercules und Lica, die hier seit Jahrhunderten über den schönsten See Norditaliens blicken.

Die Villa d´Este ist ein Gesamtkunstwerk: Natur und Architektur bilden hier eine Einheit. Von der zeugt auch der 2004 angelegte Küchengarten. Chefkoch Michele Zambanini findet hier Kräuter, Beeren und selbst angebautes Gemüse für seine hochgepriesene Küche. Es ist das grüne Königreich voller Basilikum, Thymian, Kerbel und Minze eines Mannes, der das „Who is Who“ der Welt mit seinen Spezialitäten verzaubert.

Die Villa d´Este hat von 16. März bis 12. November 2017 geöffnet und ist Mitglied der Leading Hotels of the World.

Weitere Informationen und direkte Buchungsmöglichkeiten finden Interessierte direkt unter www.villadeste.com. Gäste des Luxushotels zahlen für die Übernachtung im Double Classic Zimmer ab 560 Euro inklusive Frühstück.

Fotos: Villa d’Este

 


Veröffentlicht am: 16.02.2017

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