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Morgengruß von Helmut Harff: Roter Teppich

... und etwas abseits davon

In Berlin werden gerade die roten Teppiche knapp. Ich meine die, die man gut ausgeleuchtet und mit Kordeln abgespannt vor viele Kinos, Hotels und sonstige Locationen sieht. Kein Wunder, in Berlin ist Berlinale - das große Filmfestival.

In diesen Tagen zeigt sich Berlin wieder von seiner besten Seite, die ein Regierender Bürgermeister mal sexy nannte. Tausende Filmfans, etwas weniger an Filmschaffenden und Filmemachenden und wenige, die sich den Status eines Promis, eines VIP - eines Very Important Person (deutsch: „sehr wichtige Person“) - wirklich verdient haben. Ergänzt wird das Aufgebot noch um mehr als 3.000 Journalisten und sonstige Medienleute.

All diese Menschen haben ein Ziel - den roten Teppich. Die Filmfans wollen vor allem  eines - ihre Stars sehen, sie wollen Autogramme, sie wollen Selfis und eventuell den so Verehrten auch einmal berühren. So sind Fans - sonst wären sie ja keine.

Dann sind da die Fotografen. Die drängeln und schreien gern rum. Ziel ist immer das perfekte Foto, das aber nur gelingt, wenn die Menschen auf dem roten Teppich sich auch genau so positionieren und in die Richtung sehen, die dem Menschen hinter der Kamera gefällt. Bei mehreren Dutzend mit Kameras behängten Fotografen ist das für die Abgelichteten gar nicht so einfach. Ich frage mich allerdings auch, wo man die ganzen mit so viel Mühe aufgenommenen Bilder und Filmsequenzen zu sehen bekommt. Würden die alle nur auf Facebook gepostet werden, dürfte Mark Zuckerberg sich nach größeren Servern umsehen müssen.

Dann gibt es noch uns, die Kolleginnen und Kollegen der schreibenden Zunft. Wir haben es schwerer an die begehrten Typen heran zu kommen. Erstens muss man erst einmal in die Location kommen, hinter deren Türen die gerade Fotografierten verschwinden. Dann muss man sie in dem Getümmel finden, sie von ihren Smaltalkpartnern loseisen und auch noch Glück haben, dass der oder die Angesprochene Lust auf ein Frage- und Antwortspiel hat. Noch schlimmer wird es, wenn der Mensch oder die Menschin in Begleitung von Pressesprecher, Visagist und zwei oder drei Bodygards ist. Glauben Sie mir, Angela Merkel zu interwieven ist dagegen ein Kinderspiel.

Ja, und dann sind selbstverständlich noch all die Menschen, für die der rote Teppich ausgerollt wurde. Über den dürfen alle schreiten, die das richtige Bändchen am Arm tragen und die von den Sicherheitsleuten nicht am Passieren gehindert werden. Häufig frage ich mich, wie die vielen Leute zu diesen Bändchen kommen, die ihnen den Zugang zu diesem so erlauchten Kreis ermöglichen.

Die da auf den roten Teppich sind also die, die gesehen werden (wollen). Viele wollen wirklich, einige tun so, als ob ihnn das lästig ist und einigen ist es augenscheinlich wirklich lästig. Häufig muss man bei den nicht gerade angenehmen Temperaturen als Bändcheninhaber eine Weile warten, bis die Fotografen die vorher gekommenen abgelichtet haben. Man steht also da und friert, denn erst vor der Fotowand sorgen Wärmestrahler zumeist für etwas angenehmere Temperaturen - allerdings nur von oben. Besonders die Damen sind zu bewundern, die in ihren knappen Kleidchen und unbestrumpften Beinen - in offenen Schuhen trägt Frau keine Strümpfe - tapfer aushalten. Ob das immer ohne Grippe oder Nierenentzündung abgeht? Dazu trägt Frau zumeist auch noch Highheels und das den ganzen Abend beziehungsweise die ganze Nacht.

Sie sehen, so ein roter Teppich ist vor allem von Ferne wirklich schön. Für die meisten ist es irgendwie ein Arbeitsort - wenn auch ein schöner.

Eine Berlinale ohne roten Teppich, das ist noch undenkbarer als mein Frühstück ohne einen großen Topf Kaffe. Gerade in Berlinalezeiten ist der überlebenswichtig.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Vielleicht sehen wir uns ja mal am oder auf dem roten Teppich.

 


Veröffentlicht am: 17.02.2017

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