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Wirtschafts-News vom 3. März 2017

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Am Anfang eines jeden Bauvorhabens gilt es sich gründlich zu informieren. Dabei stoßen Interessierte schnell auf Begrifflichkeiten, die erst einmal nachgeschlagen werden müssen. Baufi24.de erklärt die wichtigsten Baufinanzierungsbegriffe.

Bei einem Annuitätendarlehen handelt es sich um ein langfristiges Darlehen, welches vom Darlehensnehmer in konstanten Kreditraten zurückgezahlt wird. Die Annuität besteht aus Zins und Tilgung. Während der Laufzeit verringert sich der Zinsanteil der Rate, während der Tilgungsanteil durch den ersparten Zinsanteil steigt.

Die Anschlussfinanzierung ist die Finanzierung, die für die Zeit nach Ablauf der ersten Zinsbindung oder für eine Umschuldung innerhalb der Zinsbindung aufgenommen wird. Häufig wird auch von Prolongation oder Umschuldung gesprochen.

Bereitstellungszinsen sind Gebühren, die von dem Kreditinstitut auf noch nicht abgerufene Darlehensteile berechnet werden. Damit kompensiert die Bank den Verlust, der sich aus den fehlenden Zinseinnahmen für den bereits zugesicherten Nettodarlehensbetrag ergeben. In der Regel fallen diese Gebühren erst nach einem gewissen Zeitraum, der sogenannten "bereitstellungszinsfreien Zeit", an.

Eigenleistungen oder Muskelhypothek beziehen sich auf persönliche Arbeitsleistungen (Selbst-, Verwandten- und Nachbarschaftshilfe), die zur Einsparung von Handwerkerlohnkosten erbracht werden. Die Höhe der Eigenleistung wird vielfach überschätzt. Risiken liegen in dem hohen Zeitaufwand, der längeren Bauzeit, der teilweise unzureichenden fachlichen Qualifikation und dem Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen.

Die Restschuld ist ein zu einem bestimmten Zeitpunkt noch nicht getilgter (zurückgezahlter) Teil eines Darlehens. Die Höhe der jeweiligen Restschuld kann anhand eines Tilgungsplanes festgestellt werden.

Tilgung nennt man die regelmäßige Zahlung zur Rückführung eines Darlehens. Die Höhe der Tilgung entscheidet über die Höhe der Kreditrate und über die Gesamtlaufzeit des Darlehens.

Die Sondertilgung ist eine Zahlung über die vereinbarte regelmäßige Darlehensrate hinaus. Das Wahrnehmen des Sondertilgungsrechtes führt zu einer Verkürzung der Gesamtlaufzeit oder zu einer niedrigeren regelmäßigen Darlehensrate.

Bei Immobilienfinanzierungen werden die Zinskonditionen für eine bestimmte Laufzeit festgeschrieben. Wird das Darlehen vom Verbraucher vorzeitig zurückgezahlt, so können für die Kreditinstitute je nach Höhe der Zinskondition, Restlaufzeit und Restschuld erhebliche Verluste entstehen, die sie dann über die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung ausgleichen.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20170303_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 03.03.2017

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