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28.05.2017

 

 

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Aufgespießt: Familienbande

… ist etwas ganz besonderes

(Helmut Harff/Chefredakteur) Die meisten kennen das aus der eigenen Familie oder dem Bekanntenkreis: Irgendwann reißen Familienbanden. Manchmal gehen Streitigkeiten, persönliche Empfindlichkeiten und Animositäten oder Trennungen voraus. Manchmal führen die Lebenswege einfach weit auseinander, manchmal kann man kaum erklären, warum man sich innerhalb einer Familie aus den Augen verloren hat.

Manchmal denkt man an die anderen, die da hoffentlich noch irgendwo leben. Solche Termine sind gern Weihnachten oder Geburtstage. Doch zur Kontaktaufnahme kommt zumeist auch dann nicht. Und dennoch kommt es hin und wieder zu familiären Treffen. Die Anlässe sind oftmals traurig, denn die Treffen finden zumeist auf Friedhöfen statt. Ein Verwandter ist gestorben.

In vielen Fällen treffen sich dann Familienmitglieder, zwischen denen nie ein böses Wort gefallen ist, die möglicherweise auch nie sonderlich viel miteinander zu tun hatten. Man gehört verschiedenen Familienteilen an oder der Altersunterschied ist einfach ziemlich groß.

Wenn man sich dann wieder trifft - gern auch schon beim Leichenschmaus - werden die verschiedenen Biographien erzählt. Hier erfährt man schon vielfach Dinge, die man sich so nie hätte träumen lassen. Wie immer liegt Freud und Leid beieinander. Erstaunlich ist auch, dass viele Familienmitglieder Fotos dabei haben. Das sind nicht die Fotos der jetzt eigenen Familie - die hat man auf dem Smartphone. Ich meine die, die schon verblichen sind und vor Jahrzehnten analog aufgenommenen wurden. Werden die vorgezeigt, beginnt das große Rätselraten, wer da zu sehen ist, wo und wann die Aufnahmen entstanden sind.

Von da ist es nicht weit, bis Familiengeschichten erzählt werden. Manche kennt man, manche langweilen und einiges kennt man ganz anders. Und dann geht es los: Nein, man streitet sich (hoffentlich) nicht. Man will aber schon ergründen, welche Version nun der Wahrheit am nächten kommt, denn die, über die man redet, kann man in vielen Fällen ja nicht mehr fragen.

Es ist echt frappierend, was man so über die eigene Familie, sogar über die eigene Kindheit erfährt. Es ist aber auch erstaunlich, wie Familiengeschichte mündlich überliefert wird. Da wird gern so viel fabuliert, dass jeder der legendären arabischen Geschichtenerzähler vor Ehrfurcht erstarrt. Vielfach stand man wohl mit der Wahrheit auf Kriegsfuß, wollte man den einen oder anderen nicht so gut weg kommen lassen.

Toll ist, wenn dann die einst fast fremden Familienmitglieder in Kontakt bleiben, merken, dass da doch etwas ist, was man so gern Familienbande nennt.

 


Veröffentlicht am: 06.03.2017

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