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Wie im richtigen Leben...

... auch beim Navi schadet blindes vertrauen

Was haben Navigationsgeräte und Beifahrer im Auto gemeinsam? Beide können falsche Informationen liefern und mit diesen Irrtümern kann sich der Fahrer nicht entschuldigen, wenn dadurch ein Schaden entsteht. Dabei haben die Navis gegenüber manchen Beifahrern den Vorteil, dass sich Erstere einfacher stumm schalten lassen. Und diesen Kalauer unterscheidet von vielen anderen, dass in ihm viel Wahrheit steckt.

Tatsächlich kann nämlich ein guter Beifahrer, ebenso wie ein Navigationsgerät, einen Autofahrer erheblich entlasten: Sie ermöglichen ihm, sich während der Fahrt zu einem unbekannten Ziel besser auf das Verkehrsgeschehen um ihn herum zu konzentrieren. Das ist von Vorteil sowohl für die eigene Sicherheit als auch die der übrigen Verkehrsteilnehmer.

Doch die Medien berichten auch immer wieder von Reisenden, die vom Navi ihres Fahrzeugs in die Irre geschickt wurden. In den spektakuläreren dieser Fälle landeten die Autofahrer dann irgendwo im Niemandsland, in einem Fluss oder an einem anderen Ort, wo sie ganz sicher nicht hinwollten. Häufiger hingegen werden Autofahrer gegen ihren Willen in Einbahnstraßen, Sackgassen, Baustellen oder auf wenig sinnvolle Routen gelotst. In der Hinsicht unterscheidet sich das Navigationsgerät in der Tat nicht von inkompetenten Beifahrern.

Bei dem elektronischen Helfer sind derartige Fehlleistungen meist auf veraltetes Kartenmaterial zurückzuführen, wie Experten erläutern. Deshalb empfehlen sie, diesen Informationsgrundstock von Navigationsgeräten regelmäßig zu aktualisieren. Schließlich würde sich ja auch kein vernünftiger Mensch bei einer Autofahrt von seinem alten Schulatlas anstelle von neuen Straßenkarten leiten lassen. Doch auch wer die Kartendaten seines Navis kontinuierlich „updatet“, ist nicht davor gefeit, von seinem Navi fehlgeleitet zu werden. Denn auch ein gestörter GPS-Empfang kann zu falschen Anweisungen führen, weil sich das Navi ganz woanders wähnt, als sich das Fahrzeug in Wirklichkeit befindet. Deshalb sollte man als Autofahrer den elektronischen Lotsen niemals völlig vertrauen, raten Fachleute.

Doch gerade jüngeren Menschen, für die eine Routenplanung ohne Navi bzw. Computer völlig „old school“ ist, begeben sich bereitwilliger in die Hand des Navigationsgeräts als ältere Autofahrer, die schon vor der Entwicklung der elektronischen Lotsensysteme zielgerichtet unterwegs waren. Letztere haben vielfach als Sicherheitsreserve noch einen Autoatlas dabei. Das ist bei jüngeren Autofahrern seltener der Fall, wie Untersuchungen zeigen. Auch entfällt bei ihnen vielfach die Vorbereitung auf eine anstehende Fahrt durch das Studieren der Route vorweg. Diese Beschäftigung mit der Streckenführung hat aber den Vorteil, dass es dem Fahrer eine bessere Vorstellung von dem Weg zum Ziel vermittelt. Dadurch kann er gegebenenfalls auch Irrtümer bzw. falsche Hinweise während der Fahrt besser erkennen.

Sind die Folgen davon lediglich Zeitverlust, was schon unangenehm genug sein kann, oder ein Umweg, lassen sich diese jedoch meist noch verschmerzen. Verführt eine falsche Information des Navis den Autolenker jedoch zu Manövern, die Unfälle oder andere Schäden nach sich ziehen, muss der Fahrer dafür haften. Dann dient ihm nicht als Entschuldigung, er habe sich auf die erhaltenen Ansagen des Navis verlassen. Auch deshalb warnen Fachleute davor, sich blind auf den elektronischen Helfer zu verlassen.

Der kann aber auch noch unter einem anderen Aspekt zum Sicherheitsrisiko werden: wenn der Fahrer ihn während der Fahrt bedient. Denn dann gehört die Aufmerksamkeit des Fahrzeuglenkers viel zu oft mehr dem Gerät als der Straße – mit gefährlichen Folgen. Experten schätzen nämlich, dass von den 4.000 tödlichen Unfällen, die jährlich auf Deutschlands Straßen passieren, rund zehn Prozent einem abgelenkten Fahrer geschuldet sind. Und zu den Ablenkungen zählt eben auch das Navigationsgerät!

 


Veröffentlicht am: 15.03.2017

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