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17.12.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Licht aus…

Kerze an…

Vor einigen Tagen bemängelte ich hier, dass wir uns mehr und mehr von einer Energieart, vom Strom abhängig machen. Gestern durfte ich nun mal hautnah erleben, wie abhängig wir von der Energie aus der Dose sind.

Plötzlich ging nichts mehr – der Strom war ausgefallen. Klar ging ich sofort an den Sicherungskasten. Doch alle Sicherungen waren augenscheinlich in Ordnung. Also raus auf den Flur – das Treppenlicht brannte. Es war also „nur“ ein Stromausfall in der Wohnung. Jetzt folgte der Blick auf den Zähler. Doch auch hier konnte ich nichts finden. Ein Elektriker musste her.

Doch woher am späten Freitagnachmittag einen nehmen. Gott sei Dank hat der Vermieter eine 24-Stunden-Hotline und das Handy hatte noch genug Akku. Man versprach Hilfe. Gut, ich musste noch zweimal anrufen, bis der erlösende Rückruf kam, dass demnächst ein Fachmann dem Problem zu Leibe rücken würde.

Es war inzwischen dunkel und Kerzen sorgten für etwas Licht, das aber sehr gemütlich ist. Gut, dass die Heizung lief. Doch eigentlich auch kein Problem. Wozu hat man einen Kamin.

Etwas irritierte, etwas war anderes als sonst. Es war nicht die Dunkelheit, man sitzt ja schon mal gern bei Kerzenlicht. Es war die Stille. Es war wirklich still. Nichts summte, nichts brummte. Es gab keine Geräuschkulisse. Es war so leise, dass man den Hund in der Nachbarwohnung kläffen hörte. Den hört man sonst nie.
Ich frage mich, was da alles an elektrischen Gerätschaften Geräusche macht. Klar, da sind der Kühlschrank und die Rechner, da ist das Radio und der Fernseher. Und doch, die Stille wirkte, als ob mit dem Stromausfall noch andere Geräusche ausgefallen sind. Vielleicht war das auch Einbildung.

Keine Einbildung war dann der Elektriker, der die dreistündige Rückkehr in die Zeit ohne Elektrizität  beenden sollte. Er suchte nicht lange, sondern wusste eigentlich sofort, was Sache ist. Er drehte an einem Knopf im Sicherungskasten und der Strom floss wieder. Irgendwie peinlich, denn ich hatte auch schon Hand an diesen Knopf gelegt. Doch es piepte merkwürdig und ich ließ die Finger davon. Ha, jetzt weiß ich, wo ich drehen muss, wenn der Strom mal wieder ausfällt.

Es lief also wieder alles – zumindest auf den ersten Blick. Der Stromausfall sorgte dafür, dass alle programmierten Geräte irgendwie aufgeregt blinkten beziehungsweise gar nichts mehr von sich gaben. Es dauerte eine ganze Zeit, bis alles wieder im gewohnten Modus funktionierte.

Der Stromausfall zeigte einmal mehr, wie abhängig wir von einer zuverlässigen Versorgung mit Strom sind. Man kann sich nicht informieren, nichts kochen, nicht arbeiten, nicht lesen. Aber eines kann man. Nein, ich meine nicht das Warten auf den Elektriker, ich meine miteinander reden. Vor allem kann man aber eines – miteinander kuscheln. So gesehen kann man auch einen Stromausfall genießen.

Jetzt genieße ich das Frühstück. Schön, wenn die Kaffeemaschine und der Toster wieder funktionieren.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Hoffentlich brauchen Sie keinen Elektriker.

 


Veröffentlicht am: 18.03.2017

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