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20.08.2017

 

 

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Alle Jahre wieder

Wenn aufgeben keine Alternative ist

Die Zigarette glimmt wieder, die Süßigkeiten stapeln sich auf dem Tisch. Das einzige, was noch an gute Vorsätze erinnert, ist der monatliche Beitrag zum Fitnessstudio. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Wenn ja, dann gibt es noch eine Chance.

Das Jahr ist noch jung! Noch ist Zeit um den einen oder anderen guten Vorsatz in die Tat umzusetzen. Michael Langheinrich verrät, wie man der Willenskraft doch noch auf die Sprünge hilft. 

Stelen Sie sich einmal folgende Situation vor: Es ist Mittagszeit. Sie haben Hunger und Sie sind in Eile. Ein nahegelegenes Fast-Food-Restaurant erscheint Ihnen deshalb in dieser Situation die schnellste und bequemste Lösung zu sein.

Und obwohl Sie jemand sind, der auf sein Gewicht und seine Gesundheit achtet, gehen sie trotzdem dort hin und stellen sich mit den anderen Hungrigen an. In der Schlange wartend entdecken Sie, dass es dort neben den üppigen Speisen auch noch ein Salatangebot gibt. Sie denken fein - und als Sie endlich an der Reihe sind, hören Sie sich sagen: „Zwei Cheeseburger mit Pommes bitte!“

Was ist passiert? Scheinbar schlagen alte Gewohnheiten durch. Vielleicht sind Sie auch nur dem Duft der frisch zubereiteten Pommes erlegen. Oder können Sie sich vorstellen, dass einfach nur der parallel angebotene Salat, die Wahrscheinlichkeit erhöhte, dass Sie diesen doppelten Cheeseburger mit Pommes bestellten?

Es gibt gleich mehrere Studien die genau das besagen. Als man bei McDonalds zum Beispiel das Gesamtangebot um gesündere Gerichte erweiterte, stiegen schlagartig die Verkaufsahlen des Big Mac in die Höhe. Wie kann das sein? Um den Grund herauszufinden stellten die Forscher ein Fastfood-Restaurant nach, wo die Gäste ihr Gericht aus einer Speisekarte wählen sollten.

Die eine Testgruppe erhielt eine Karte mit den üblichen ungesünderen Fast-Food-Gerichten und die andere eine Karte wo zusätzlich noch gesündere Salate angeboten wurden. Im Ergebnis wählten die meisten bei einem parallel angeboten Salatgericht in der Mehrzahl den ungesündesten Snack.  Analog hat man das bei Verkaufsautomaten mit dem gleichen Ergebnis getestet.

Aber wie ist das möglich? Manchmal sind wir so hocherfreut allein über die Möglichkeit zielgerichtet zu handeln, dass wir diese Möglichkeit mit der Befriedigung verwechseln, die uns das Erreichen eines Ziels gibt. Und wenn das Ziel - eine gesunde Wahl treffen zu können - kein Thema mehr ist, wird das konkurrierende Bedürfnis - der Genuss - stärker. Deshalb ist die einzige Lösung Ihre Willenskraft zu stärken, denn motiviert waren Sie ja durch den guten Vorsatz vorher schon.

Willenskraft versus Motivation

Allgemeinhin unterstellen die Lehren über Motivation, dass allein Zielabsichten und Motive unser Verhalten anregen und dieses bis zur Zielerreichung aufrechterhalten. Die Erfahrung aber lehrt, dass einzig und allein unser Willen - und letztlich unsere Willenskraft - dafür sorgen, unser Verhalten zu stabilisieren, aufrechtzuerhalten und Handlungsbarrieren auf dem Weg zu unseren Zielen zu überwinden.
Mit Willensstärke können wir unsere Gedanken auf bestimmte Dinge lenken, zwischen verschiedenen Aktionen auswählen sowie Emotionen verstärken. Unser Willen hat somit einen wesentlichen größeren Einfluss auf unser Verhalten als Persönlichkeitsmerkmale. Diese Willenskraft ist trainierbar wie ein Muskel.

Wie trainiert man aber nun diesen Willenskraftmuskel?

Zunächst müssen Sie wissen, dass es nur eine einzige Willenskraft gibt: eine einzige Ressource für alle Aufgaben. Ein beispielsweise im Sport, oder in einem banalen Alltagsgeschehen willentlich antrainierter Ablauf, kommt uns deshalb auch in allen anderen Lebensbereichen zugute.

Aus diesem Grund macht es Sinn, über den Tag verteilt eine Reihe ganz einfacher Übungen, wie beispielsweise zu jedem Termin 5 Minuten früher zu erscheinen, oder immer Tee anstatt Kaffee zu bestellen, oder sich darauf zu konzentrieren unter dem Schreibtisch niemals die Beine zu überkreuzen, oder mit der linken Hand die Zähne zu putzen, zu absolvieren.

Es geht hierbei jedoch nicht darum eine besondere Fähigkeit oder Fertigkeit zu trainieren. Es geht darum, alles ein bisschen schwieriger als normal zu machen, um Ihren Willensmuskel zu trainieren. Das gibt Ihnen zusätzliche Reserven, mit der Sie in wichtigen Situationen besser durchhalten und auch mal über die Grenzen hinausgehen können. Wenn Sie ihr Gehirn dazu bringen, sich kleine, banale und unwichtigen Ziele vorzunehmen und bewusst umzusetzen, dann hilft Ihnen das auch, um die größeren Dinge zu erreichen und im Fast-Food-Restaurant dann wirklich einen Salat zu bestellen.

WILLENSKRAFT
Michael Langheinrich
BusinessVillage 2016
Preis: 24,80 Euro
ISBN: 978-3-86980-341-8
www.businessvillage.de

 

 

 

 

 

 


Veröffentlicht am: 19.03.2017

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