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Wirtschafts-News vom 22. März 2017

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) Bei einem in Berlin von der Bundesregierung veranstalteten Demografiegipfel gehörte auch die Altersvorsorge zu den zentralen Themen. Konkret stellt sich die Frage, wie für das Alter eine hinreichende Absicherung erzielt werden kann. Aus Sicht des Bund der Versicherten e. V. (BdV) liegen die Probleme nicht allein in der demografischen Entwicklung.

"Die Verbraucher stecken in einer Zwickmühle: Die gesetzliche Rente reicht zur Sicherung des Lebensstandards nicht aus, aber die Angebote der privaten Rente sind zu schlecht, um Abhilfe zu schaffen", kritisiert man beim BdV. Hauptproblem sind übertriebene Lebenserwartungen, die die Versicherer in der Kalkulation ansetzen und damit die Prämien in die Höhe treiben. „Nach unseren Berechnungen überzeichnen die Versicherer die Lebenserwartung um mindestens sechs Jahre bis hin zu über zwanzig Jahren“, heißt es.

Der Lobbyverband der deutschen Versicherer, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV, forderte kürzlich, dass die deutsche Rentenversicherung in ihren Informationen auch die tatsächliche Lebenserwartung der Versicherten angeben soll. "Wir begrüßen, dass Angaben zu Lebenserwartungen gemacht werden sollen. Das muss dann aber auch für Rentenprodukte der Lebensversicherer gelten, die zusätzlich zur realistischen Lebenserwartung auch endlich ihre Kalkulationsannahmen offen legen sollen", mahnt der BdV. Dann können die Verbraucher erkennen, mit welchen exorbitanten Sicherheitsmargen die Lebensversicherer zulasten der Kunden kalkulieren. Die dadurch deutlich überhöhten Prämien landen erst einmal beim Lebensversicherer, der dadurch sein Geschäftsergebnis aufpeppt.

Berechnungen des Bund der Versicherten zeigen, dass die deutschen Lebensversicherer mit exorbitanten Lebenserwartungszuschlägen kalkulieren. Mit Seitenhieb auf die Lobbykampagne des GDV erklärt man: „Die Versicherungslobby kritisiert, dass die Bevölkerung ihre Lebenserwartung um sieben Jahre zu gering einschätzt. Die Versicherungswirtschaft setzt aber noch eins obendrauf und unterstellt bis zu 20 Jahre überzogene Lebenserwartungen.“

Beispiel: Eine 40-jährige Frau hat heute eine realistische Lebenserwartung von durchschnittlich 90 Jahren. Die Lebensversicherer unterstellen ihr in der Kalkulation eine durchschnittliche Lebenserwartung von mindestens 98 Jahren. Sie können aber auch eine durchschnittliche Lebenserwartung von 106 Jahren ansetzen. Das heißt, dass bei den Renten der Versicherer die Verbraucherin für mindestens 8, im schlimmsten Fall für 16 Jahre Rentenbezug eingezahlt hat, ohne dass sie tatsächlich damit rechnen kann, so alt zu werden.

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20170322_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 22.03.2017

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