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Morgengruß von Helmut Harff: Arme Gärtner

Heute jubelt das Unkraut

Unkraut, dieses Wort ist politisch unkorrekt. Korrekt sollte man wohl von spontaner Begleitvegetation in Kulturpflanzenbeständen, Grünland oder Gartenanlagen sprechen. Wer es etwas kürzer, aber dennoch korrekt meint, kann auch von Wildkräutern, Beikräutern oder Kulturpflanzenbegleitern sprechen.

Ich bleibe bei Unkraut, auch am heutigen „Ehrentag des Unkrauts“. Ja, den gibt es wirklich und es ist auch klar, dass die Idee dazu nicht von Gärtnern kam. Auch die Grünen sind dafür nicht verantwortlich. Garten-Blogger kamen 2003 auf diese Idee.

Wie gesagt, alle, die mit gepflegtem Grün, ob auf dem Golfplatz, dem Vor- oder Kleingarten zu tun haben, werden sich angesichts des „Ehrentages des Unkrauts“ an den Kopf fassen. Wie kann man dieses Zeug, das man so hartnäckig bekämpft, auch noch ehren? Einen Ehrentag für den Grünkram, der einem so viel Arbeit macht? Da spinnt doch jemand.

Ich kann ja verstehen, dass sich Gärtner so richtig aufregen. Doch mal ehrlich, gäbe es diese Begleitvegetation in Kulturpflanzenbeständen, Grünland oder Gartenanlagen nicht, was würden beispielsweise Kleingärtner machen? Woher kämen ihre Rückenschmerzen, wenn nicht vom Unkraut beseitigen? Ein Garten ohne die ungeliebten Beikräuter, das wäre ja ein langweiliger Garten.

Doch stört das unerwünschte Grün wirklich? Ist Löwenzahn, sind Brennnesseln, Sauerampfer oder Hirtentäschel wirklich so schlimm, dass man sie ausrotten muss wie einst die Pest? Freuen wir uns nicht eher über die gelben Blüten vom Löwenzahn, haben wir nicht schon alle mal eine Pusteblume in die Hand genommen und die Samen fliegen lassen?

Ist es nicht gerade jetzt an der Zeit, die jungen Triebe der Brennnessel zu sammeln und zu Salat oder als wohlschmeckende Beilage zu verarbeiten? Pflücken wir nicht in freier Wildbahn Sauerampfer, Bärlauch oder Hirtentäschel? Na ja, kennen sollten wir diese Unkräuter schon.

Doch warum verbannen wir solche Pflanzen aus dem Garten und züchten viel lieber Salat, Tomaten, Gurken, Bohnen, Radieschen und was es da noch alles gibt? Unsere gärtnerischen Erfolge bekommen wir auch beim Gemüsehändler. Doch wo gibt es Unkraut, sorry Wildkräuter zu kaufen? Wozu machen wir uns in unseren Gärten so viel Arbeit, wozu geben wir viel Geld für Dünger und andere „Zutaten“ aus, nur um von der eigenen Scholle zu ernten, was man an jeder Ecke kaufen kann? Weil es besser schmeckt? Vielleicht. Weil es frei von Schadstoffen ist? Ist das wirklich so? Wer hat sein Obst und Gemüse schon mal auf Schadstoffe untersuchen lassen?

Vielleicht sollten wir unsere Gärten nicht klinisch rein und vor allem nicht total frei von Unkräutern halten. Was für uns Begleitvegetation in Kulturpflanzenbeständen, Grünland oder Gartenanlagen ist, ist der Lebensraum von vielen Insekten und anderem Getier. Aber, wer will das schon im Garten haben, sieht man mal von Marienkäfer ab.

Ich freue mich schon darauf, wenn ich zum Frühstück wieder Quark mit vielen Wildkräutern essen kann.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und einen tollen „Ehrentag des Unkrauts“.

 


Veröffentlicht am: 28.03.2017

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