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Faszinierender Blick

Potsdamer Veduten des 18. und 19. Jahrhunderts

Potsdam war und ist aufgrund seiner Schönheit und seines kulturellen Reichtums ein Anziehungspunkt für Künstler und Touristen aus aller Welt. Einen frühen Höhepunkt erreichte das Interesse, Ansichten Potsdams festzuhalten, in der Vedutenmalerei und -grafik des 18. und 19. Jahrhunderts.

Das Potsdam Museum verfügt über einen großen Bestand von annähernd 750 Veduten mit Ansichten der Residenzstadt, ihrer Kirchen, Schlösser und Umgebungen. Aus diesem Bestand – ergänzt durch Gemälde, Handzeichnungen und bemaltem Porzellan – wurde die Sonderausstellung entwickelt. Sie enthält sowohl „Klassiker“ der Potsdam-Veduten als auch bislang nicht publizierte Grafiken, die neue Blicke auf Bekanntes erlauben. Mit dem vielbeschriebenen Drei-Kirchen-Blick und einer konzentrierten Auswahl an Grafiken und Zeichnungen zur Nikolai-, Friedens- und Garnisonkirche sowie zur Französischen Kirche und zur Alexander-Newski-Kirche vom Pfingstberg leistet die Ausstellung auch einen Beitrag zum Themenjahr der Landeshauptstadt Potsdam „Stadt trifft Kirche“.

„Unsere aktuelle Sonderausstellung bietet den Besuchern einen wunderbaren Überblick über die hohe Qualität unserer grafischen Sammlung und zeigt die reizvolle Potsdamer Stadt- und Kulturlandschaft dieser Zeit“, sagt Jutta Götzmann.

Die Grundlage der Ausstellung bildet ein zweijähriges Forschungs- und Digitalisierungsprojekt, gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Unter dem Thema „Brandenburg im Bild“ soll das Projekt einen nutzerfreundlichen Zugang zum regionalen Ansichtenbestand der Museumsdatenbank „Museum-Digital“ schaffen.

Den Auftakt der Ausstellung bilden drei Größen der historischen Potsdamer Kunstszene: Andreas Ludwig Krüger, Gustav Friedrich Eduard Freyhoff und Karl Lindemann-Frommel. Ihre Ansichten der Stadt prägen das historische Potsdam-Bild bis heute. Die zweite Ausstellungssektion präsentiert die frühesten Stadtbilder überhaupt. Meistens vom Hof in Auftrag gegeben und für die rasche Verbreitung in der Druckgrafik hergestellt, zeigen sie den Herrschaftsbereich des Regenten. Hierfür lassen sich beispielhaft die Ansichten des Alten Marktes, der dritten Ausstellungssektion, benennen. Das vierte Ausstellungskapitel widmet sich mit Künstlern wie Wilhelm Loeillot und Carl August Haun den Potsdamer Kirchen: Sie dominieren den Horizont des historischen Zentrums weit über ihre tatsächliche Größe hinaus.

Die Ausstellung wurde unterstützt vom Förderverein des Potsdam-Museums e.V., der Berliner Volksbank e.G und privaten Spendern. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im

Verlag Peter Imhof mit 175 Seiten und 128 farbigen Abbildungen. Ein umfangreiches Begleitprogramm bietet Vorträge, Themenführungen und Konzerte an.

Bildnachweis: Kunstworkshop im Museum
Foto: Anke Stemmann

 


Veröffentlicht am: 03.04.2017

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