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13.12.2017

 

 

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Eine Reise nach Stuttgart

... bietet Wein- und vor allem vielfältiger Kulturgenuss

Kulinarisch kommt in der Region Stuttgart jeder auf seine Kosten: Von rustikalen Besenwirtschaften, die zum eigenen Wein schwäbische Spezialitäten reichen über gemütliche Weinstuben und Gaststätten bis zu sternegeschmückten Spitzen-Gourmet-Restaurants reicht das Angebot.

Die Weine der Region kann man im Spätsommer in gemütlicher Atmosphäre unter freiem Himmel genießen: Alljährlich lädt das Stuttgarter Weindorf zu Trollinger, Riesling und Co. Die Stuttgarter Jugendstil-Markthalle ist ein Muss für Genießer: 37 Verkaufsstände bieten Köstliches aus aller Welt.

Stuttgart bietet aber vor allem einzigartige Kultur, herausragende Architektur und viel Natur: die Staatsgalerie, das neue Kunstmuseum am Schlossplatz, das Porsche- und Mercedes-Benz-Museum, die Weissenhofsiedlung. Weltberühmt sind das Stuttgarter Ballett und auch der Stuttgarter Fernsehturm. Weinberge und Wälder umrahmen Stuttgart, große Parkanlagen reichen durchgehend vom Stuttgarter Hausberg, dem Killesberg, bis zum Schlossplatz in der Stuttgarter Innenstadt. Die sich an Hügel anschmiegende Stadt wird u.a. durch eine  schon seit 1884 existierende Zahnradbahn und eine seit 1929 betriebene Standseilbahn erschlossen.



Das Mercedes-Benz Museum stellt ein futuristisches Meisterwerk dar. In der silberglänzenden Konstruktion wandelt der Besucher über die neun Ebenen einer spiralförmigen Doppelhelix durch die Collectionsräume. Imposant werden 160 Fahrzeuge inszeniert, während Filmausschnitte, Musik und spannende Exponate die Zeitgeschichte lebendig werden lassen. Auch das Porsche Museum zeichnet sich durch spektakuläre Architektur aus: der 140 Meter lange Korpus des Gebäudes ruht auf nur drei Stützen, die durch Stahlträger von enormer Spannweite überbrückt werden. So entsteht der Eindruck, der mächtige Monolith würde über dem Boden schweben.

Proteste gab es 1956, als der 217 Meter hohe Fernsehturm über die Baumgipfel ragte. Heute ist die „Betonnadel“ das Wahrzeichen Stuttgarts und nicht mehr wegzudenken. Zudem ist der Stuttgarter Fernsehturm der erste seiner Art., weltweit. Am 5. Februar 2016 feierte der Fernsehturm bereits sein 60-jähriges Jubiläum. Ursprünglich war ein Stahlgittermast geplant. Fritz Leonhardt (1909-1999) erfuhr zufällig von den Plänen, schlug den Bau eines Aussichtsturms mit Café vor, und überzeugte. Leonhardt verwirklichte den Fernsehturm zusammen mit Erwin Heinle und Rolf Gutbrod (1919-1999). Letztgenannter zeichnet sich als Baumeister der Stuttgarter Liederhalle (1954-1956) verantwortlich.

Die Liederhalle wurde am 2. August 1956 als einer der wichtigsten Kulturbauten in Deutschland der Nachkriegszeit eröffnet – und feierte 2016 gleichfalls sein 60-jähriges Bestehen. Gleich nebenan wurden im Bosch Areal städtebauliche Vergangenheit und Zukunft vereint. Die ehemaligen Fabrikgebäude der Robert Bosch GmbH entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts. Zwischen Sichtbeton und roter Klinkerfassade schwingt sich seit 2001 ein aus 1.000 Einzelscheiben bestehendes Glasdach. Über Stuttgart Marketing können spezielle Führungen auf den Spuren des bedeutenden Industriepioniers Robert Bosch gebucht werden.

Weitere herausragende Bauten stammen aus den 1920er Jahren als Stuttgart neben Berlin zu einem wichtigen kulturellen Zentrum in Deutschland  wurde. Ein prominenter Vertreter der Stuttgarter Schule des Bauens war Paul Bonatz (1877-1956). Er vertrat eine klassisch und konservativ geprägte Bauweise, mit Hang zum Monumentalen. Sein wichtigstes Bauwerk ist der Stuttgarter Hauptbahnhof (1914-1927). Einer von Bonatz Assistenten an der TH Stuttgart war Martin Elsaesser (1884-1957), später einer der bedeutendsten Kirchenarchitekten Südwestdeutschlands und Professor für mittelalterliche Baukunst. Nach seinen Entwürfen wurde die Stuttgarter Markthalle (1911-1914) im Jugendstil erbaut, die 1971 zum Diskussionsthema wurde. Als „wirtschaftlich unrentabel" erachtet, sollte sie einem „multifunktionalen Zentrum" weichen. Mit einer Stimme Mehrheit entscheidet sich der Gemeinderat damals für den Erhalt. Heute steht die Stuttgarter Markthalle unter Denkmalschutz und ist eine gern besuchte Einkaufsstätte. Ein weiterer Zeitzeuge ist der 1928 nach Entwürfen von Ernst Otto Oßwald erbaute Tagblatt-Turm. Er steht als das erste Sichtbeton-Hochhaus Deutschlands  und langjähriger Sitz der demokratisch-liberalen Presse für die Moderne der Weimarer Republik. Zur Bauzeit war der 61 Meter hohe Bau umstritten, heute ist er eines der Wahrzeichen der Stadt.

Auf dem Killesberg kann Stuttgart eine Stätte des UNESCO-Weltkulturerbes bieten: Seit dem 17. Juli 2016 dürfen sich die beiden Häuser von Le Corbusier in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung – die Doppelhaushälfte mit dem Weissenhofmuseum sowie das dahinterliegende Einfamilienhaus – mit dem Titel schmücken. Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe wurde 1927 die Siedlung für die Werkbundausstellung „Die Wohnung“ von 17 Architekten aus fünf europäischen Ländern konzipiert. Darunter Walter Gropius, Mies van der Rohe, Le Corbusier und Hans Scharoun.

Ziel der Ausstellung war es, Ideen für ein „Neues Wohnen“ im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Funktionalität, Konstruktion, technische Ausstattung und Möblierung zu vermitteln. Auf dem Weissenhof finden sich die Häuser der Architekten in unmittelbarer Nachbarschaft – das ist es, was die Siedlung weltweit so einzigartig macht. Von den 21 errichteten Häusern sind heute noch elf erhalten und bewohnt. Im Dritten Reich wurde die Siedlung verfemt, im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört. Danach begegnete man der Siedlung mit Ignoranz. Seit 1958 steht die gesamte Siedlung unter Denkmalschutz und zählt zu den weltweit wichtigsten Architekturdenkmälern der klassischen Moderne.

Im Le Corbusier Haus informiert eine Ausstellung über die Entstehung der Weissenhofsiedlung, ihre Zielsetzung und Entwicklung sowie über die berühmten Architekten des „Neuen Bauens“. Zu den bedeutenden Originaldokumenten dieser Ausstellung zählen unter anderem der Katalog und die Werbemarke zur damaligen Werkbundausstellung, die von dem Stuttgarter Künstler Willi Baumeister entworfen wurde. Selbst ein Teil der Einrichtung aus der damaligen Zeit im Stil der Bauhaus-Tradition kann bewundert werden. Besonders beeindruckend ist der Blick auf Stuttgart von der Dachterrasse des Hauses, die Bestandteil der Architekturidee Le Corbusiers ist.

Die Staatsgalerie Stuttgart zählt zu den bedeutendsten und meistbesuchten Kunstmuseen Deutschlands und beherbergt Werke aus rund 800 Jahren auf 9.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. In der ständigen Sammlung sind derzeit rund 800 Kunstwerke zu sehen.

Der älteste Gebäudeteil, die Alte Staatsgalerie, wurde von 1838 bis 1843 unter König Wilhelm I. von Württemberg als klassizistische Dreiflügelanlage erbaut. Sie gehört damit zu den ältesten Museumsbauten in Deutschland. An den Bau der Alten Staatsgalerie schließt sich der Erweiterungsbau der Neuen Staatsgalerie an. Der Bau aus dem Jahr 1984 ist ein Meisterwerk der postmodernen Architektur, entworfen von Stararchitekt James Stirling.

Der Rundgang durch das Museum orientiert sich an Epochen und Schulen und führt durch drei verschiedene Gebäude – den Altbau, den Stirling-Bau sowie die Steib-Hallen. Durch ein inhaltliche abgestimmtes Farbkonzept und Leitsystem erlebt der Besucher die Werke in ihrer kunsthistorischen Entwicklung. In der ständigen Sammlung werden Werke der Altdeutschen, Italienischen und Niederländischen Kunst sowie des Schwäbischen Klassizismus präsentiert. Das Hauptsammelgebiet der Staatsgalerie ist die Kunst des 20. Jahrhunderts. Werke der Klassischen Moderne, u.a. der Künstlergruppe „Brücke“ mit Ernst Ludwig Kirchner und des „Blauen Reiter“ mit Franz Marc und Wassily Kandinsky sind zu sehen. Weiter werden Werke aus Surrealismus, Bauhaus und Neuer Sachlichkeit präsentiert. In jeweils eigenen Hauptsälen sind Max Beckmann, Pablo Picasso, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und Alberto Giacometti mit ihren umfangreichen Werkensembles vertreten.

Per Audioführung durch die ständige Sammlung: Bei einem chronologischen Gang durch die Epochen der Kunst können die Besucher an insgesamt 60 Stationen mehr über ausgewählte Hauptwerke erfahren.

Das Kunstmuseum Stuttgart am Schlossplatz ist ein Kunstwerk für sich. Tagsüber beeindruckt der 26m hohe Glaswürfel an der Stirnseite des Schlossplatzes, nachts bringt der Kubus den steinernen Würfel in seinem Inneren zum Leuchten und auch der Schlossplatz erstrahlt in vollem Glanz. 2005 von den Berliner Architekten Hascher + Jehle erbaut, erstreckt sich ein Großteil der 5.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche in einem stillgelegten Tunnelsystem. Die Sammlung des Kunstmuseum Stuttgart umfasst über 15.000 Exponate, vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, vom schwäbischen Impressionismus bis zur zeitgenössischen Kunst. Mit rund 250 Werken besitzt das Kunstmuseum eine bedeutende Sammlung zu Otto Dix. Im Tunnelsystem, auf zwei Stockwerken, wird die ständige Sammlung präsentiert. Der Glaskubus ist den großen Sonderausstellungen vorbehalten.

Autor: Jörg Raach
Quellen: Stuttgart Marketing GmbH
Bild Weinberg Karlshoehe: Stuttgart Marketing GmbH/Christoph Duepper
Bild Weissenhof:  Stuttgart Marketing GmbH/Achim Mende

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Veröffentlicht am: 05.04.2017

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