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23.06.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: The show must go on

Muss sie das wirklich?

Eigentlich wollte ich heute über einen gestern gehörten Radiobeitrag schreiben, den ich für gelinde gesagt merkwürdig fand. Doch nach dem, was da gestern in Dortmund passiert ist, habe ich das verschoben.

Irgendein kranker Typ, irgendein Idiot hat also gestern einen Sprengstoffanschlag gegen den besetzten Mannschaftsbus des Fußballvereins Borussia Dortmund – des BVB - durchgeführt. Egal, was die Beweggründe für den oder die Täter gehabt haben mögen, für mich sind solche Menschen völlig bekloppt. Und, sie sind feige. Sie haben von keiner Seite auch nur den Hauch von Bewunderung verdient. Solche Menschen haben nur Verachtung verdient. Diese Verachtung muss aber auch alle treffen, die sich doch irgendwo die Hände reiben, die solche Feiglinge unterstützen, sie animieren oder gar finanzieren.

Ich bin auch der Ansicht, dass man nicht nur die Täter ermitteln und verurteilen muss – und das mit der ganzen Härte der vorhandenen Gesetze. Man muss auch die Täter im Hintergrund – egal ob es die in diesem Fall gab oder nicht – zur Verantwortung ziehen. Gibt es unsere Gesetzeslage nicht her, muss man das schleunigst ändern.

Wenn beispielsweise Terrorgruppierungen die Verantwortung für Anschläge übernehmen, muss unsere Justiz gegen eben diese Gruppierung und ihre Unterstützer vorgehen. Die müssen zu massiven Schadensersatzzahlungen und die verantwortlichen Personen zu drastischen Strafen verurteilt werden. Die Geschichte zeigt, dass solche Urteile – die bei Terrorismus nicht verjähren dürfen – irgendwann doch vollstreckbar sind. Die Hintermänner solche Anschläge, wie in St. Petersburg, in London, Nizza oder Berlin, dürfen sich vor dem langen Arm der Justiz nirgendwo sicher sein.

Was mich angesichts solcher Anschläge, egal ob politisch, religiös oder sonstwie begründet, bewegt, ist die Frage, was das mit uns macht. Zu gern neigt man dazu, dass man vollmundig behauptet, dass wir uns unser Leben davon nicht beeinträchtigen lassen. Doch stimmt das?

Ich glaube nicht. Nur ein Beispiel: Wenn man früher auf einem Bahnhof einen herrenlosen Koffer gefunden hat, brachte man den zur Aufsicht oder ins Fundbüro. Heute rücken Spezialkräfte an und der Bahnhof wird für Stunden gesperrt. Noch ein Beispiel? Ging man früher zu einem Event, so wurden die Eintrittskarten kontrolliert. Heute muss jede Tasche geöffnet werden. Größere Gepäckstücke sind gleich ganz verboten.

Nein, Anschläge wie der gestrige lassen uns eben nicht kalt. Solche Anschläge verändern uns, machen uns misstrauischer, machen uns unsicherer. Wir sind eben nicht mehr so frei in unserem Leben. Wer heute das Champions-League-Spiel zwischen dem BVB und dem AS Monaco um 18:45 Uhr besuchen und auch den Anstoß erleben will, sollte sich früh auf den Weg machen, denn die Einlasskontrollen werden sicher nochmals verschärft. Jeder wird das verstehen und doch, es kostet viel Geld und sehr viel Zeit. Wer behauptet da noch, dass die kriminellen Aktionen von irgendwelchen Idioten unser Leben nicht verändern?

The show must go on? Das ist eher das hilflose Pfeifen im Walde.

Und nun? Nun gibt es erst  einmal Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 12.04.2017

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