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Mea Culpa - zwischen Wollust und Habgier

Anlass für revolutionäre Gedanken: das Spiel fürs Lutherjahr

Gegen Habgier und Wollust hilft nur die reinigende Kraft der Ablassbriefe. Im Mittelalter konnte man sündigen so viel man wollte. Vergebung durch die Kirche gab es mit dem Kauf von Ablassbriefen. In diese dunkle Epoche hinein reicht Mea Culpa, das neue Spiel im Zoch Verlag.

Das Konstanzer Konzil tagt mit drei Päpsten und ihrem Gefolge, zu dem auch eine beachtliche Zahl an Kurtisanen gehört. In der Spelunke „Zum wilden Eber“ prophezeit eine Wahrsagerin den Gästen, dass einer von ihnen in den Himmel kommt, wenn der Bau zweier Dome vollbracht ist. Das Spiel passt ins Zeitgeschehen: Rund 100 Jahre später kritisierte Martin Luther den kirchlichen Ablasshandel. 1517 verfasste er seine 95 Thesen.
 
Im Spiel geht es um das Leben der armen Sünder zwischen Himmel und Hölle. Zuerst wird gesündigt, was man im Spiel gut dosieren sollte, denn man kommt dabei dem Fegefeuer immer näher. Danach versucht man die Kehrtwende einzuschlagen mit dem Kauf von Ablassbriefen, die es in großer Zahl in Mea Culpa gibt. Dazu schaffen die kleinen Sünder Wein, Brot und Edelsteine zur Seite, um mit diesem Ablasshandel die Fertigstellung der Dome zu unterstützen. Gespielt wird auf vier Schauplätzen: Markt, Freudenhaus, Dombauplätze und Sündenpfuhl. Wer am Zug ist, dreht an seinem Kerbholz und lässt Papst, Kaiser, Händler oder einen kleinen Sünder handeln: Der Papst bestimmt die Todsünden und geht nie ins Bordell – man sieht ihn jedenfalls nicht darin. Der Kaiser setzt die Bautrupps ein. Der Händler räumt die Waren vom Markt. Der kleine Sünder genießt Vorzugsrechte im Freudenhaus, muss diese aber mit zwei Sünden bezahlen. Die Charakterwahl ist ein eigenes taktisches Vorspiel.

Das Brettspiel Mea Culpa von den Autoren Klaus Zoch und Rüdiger Kopf zieht sowohl Spieler ab vierzehn Jahren als auch Familien in seinen Bann. Spielablauf und Regeln dieses außergewöhnlichen Kunstwerks sind eingängig komponiert. Spannende Auktionen machen das rund 90 Minuten dauernde und taktisch reizvolle Spiel zu einem himmlisch-höllischen Vergnügen, das bestens ins kommende Lutherjahr passt. Mit seiner schönen Gestaltung und versehen mit viel Spielmaterial – einschließlich einem Kerbholz und der Schatulle für die persönlichen Spenden – ist das Spiel auch optisch eine Freude.
 
Mea Culpa – zwischen Himmel und Hölle
Autor: Klaus Zoch und Rüdiger Kopf
Illustration: Franz Vohwinkel
Für 2 - 4 Spieler ab 14 Jahren
Spieldauer 90 Minuten und mehr
Preis: zirka 45 Euro
Zoch Verlag

 


Veröffentlicht am: 15.04.2017

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