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21.10.2017

 

 

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Pirelli: Innovativ aus Tradition

140 Jahre Innovationen für die Mobilität

Die digitale Plattform Pirelli Connesso ist das jüngste Beispiel aus der langen Reihe technologischer Innovationen von Pirelli. Seit über 140 Jahren erweist sich das Unternehmen als eine treibende Kraft des Wandels in der Automobilindustrie.

Weitere Beispiele sind die Superflex-Reifen, mit denen Pirelli in den 1920er Jahren die Ära der Niederdruckreifen einleitete. Sie zeichneten sich durch ihr geringeres Gewicht und den deutlich erhöhten Komfort aus. Für den Einsatz im Motorsport entwickelte der Hersteller die Niederquerschnittsreifen. Um das für diese Reifen gewünschte Performance-Level zu erreichen, bedurfte es Forschungsanstrengungen, die deutlich über denen lagen, die für das Entwickeln komfortabler Straßenreifen erforderlich waren.

Mit den Radialreifen veränderte Pirelli die gesamte Struktur des Reifens, der dadurch erheblich widerstandsfähiger gegen Verschleiß wurde. Dies sind nur einige Stationen auf der langen Reise durch die Geschichte der Innovationen von Pirelli. Sie beginnt bei den frühesten Reifen, stumm und schwarz, und führt zur aktuellen Farb-Edition der P Zero- und Sottozero-Reifen, die über Pirelli Connesso im ständigen Dialog mit dem Fahrer stehen.

INNOVATIV VON BEGINN AN


Noch bevor das Auto seinen Siegeszug antrat, war das 1872 gegründete Unternehmen Pirelli bereits in der Reifen-Branche tätig. Es fertigte Pneus für Fahrräder. 1894 ließ der Hersteller eine neue Produktionsmethode patentieren. Sie löste das zum damaligen Zeitpunkt nicht unerhebliche Problem, den Reifen auf der Felge zu halten. Zugleich erleichtete sie die Montage der Reifen. Milano hieß das System, das auch auf ausländischen Märkten bemerkenswerte Erfolge erzielte. Einige Jahre später wurde es auch für Auto- und Motorradreifen verwendet.

Als zu Beginn des neuen Jahrhunderts die italienische Automobilindustrie entstand, war Pirelli Teil der Entwicklung. Nach einer Experimentierphase konstruierten die Ingenieure des Herstellers Autoreifen. Für den Ercole (Herkules) erhielt Pirelli das erste Patent. Das Befestigungssystem nutzte eine robuste Karkasse aus gummierten Materialien mit durchgehenden dicken Reifenwülsten, die sich an die gewölbten Kanten des Rades anpassten. Die Reifenwulst sorgte dafür, dass die Luftkammer des Reifens vollständig geschlossen blieb und dieser seine Form behielt. Das war ein beachtlicher Schritt vorwärts im Vergleich zu anderen Systemen, bei denen die Luftkammer eine ovale Form einnahm.

DIE DRÖHNENDEN REIFEN DER 1920er

Der technologische Fortschritt in der Industrie beeinflusste nicht nur die Produktionsmethoden, sondern auch das Erforschen neuer Materialien, Steuerungssysteme und Maschinen. Dieser Prozess erforderte die umfangreiche Koordination von wissenschaftlichen Kriterien und Prozessen. Daraus entstand 1924 der Superflex-Reifen. Der neue Niederdruckreifen war sowohl leichter als auch komfortabler als seine Vorgänger. Nicht zuletzt dank dieser Qualitäten gewann GastoneBrilli Peri in seinem Alfa Romeo 1925 den italienischen Grand Prix in Monza und wurde Weltmeister.

1927 kam der Pirelli Stella Bianca auf den Markt. Der Reifen vereinte in sich die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren und ist aufgrund seines ausgeklügelten Profil-Designs besonders erwähnenswert. 1932 gewann TazioNuvolariin einem Alfa Romeo mit diesen Reifen die Targa Florio.

EIN NOBELPREISTRÄGER BEI PIRELLI

In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre wurde die in Milano-Bicocca errichteten Laboratorien und Fabriken zu einem Forschungszentrum für Testtechnologien und dienten zur Ausbildung des technischen Personals. Dessen Aufgabe bestand darin, die Technologien in die Praxis umzusetzen. Zu Beginn der 1940er Jahre wurde in Ferrara die erste italienische Fabrik zur Herstellung von synthetischem Gummi eröffnet.

Für diese bahnbrechende Forschung nutzte Pirelli das Fachwissen von Professor Giulio Natta, der später (1963) für seine Entdeckung des Polypropylen den Nobelpreis erhielt. Eine weitere Neuerung in dieser Ära war um 1938 der Ersatz von Baumwolle durch Rayon als Material für die Reifen-Karkasse. Qualitativ hochwertige Rayon-Schnüre, die Pirelli in einer eigenen Fabrik produzierte, zeigten eine der Baumwolle weit überlegene Hitzebeständigkeit. Sie wurden später in Kombination mit synthetischem Gummi bei der Herstellung von großen Reifen verwendet, bis der Stahlcord sie ersetzte.

CINTURATO UND DIE GEBURT DER RADIALREIFEN

"Nach fünf langen Jahren Forschungsarbeit produzieren und verkaufen wir einen neuen Pirelli Reifen, den Cinturato. Seine Herstellungsgrundlagen unterscheiden sich völlig von den aktuellen Normen. Das charakteristische Merkmal des Reifens ist ein robuster, zwischen Lauffläche und Karkasse platzierter Textilgürtel. Die Karkasse hat aufgrund gewisser Anpassungen eine hohe Festigkeit und bietet dadurch eine größere Verschleiß- und Reißfestigkeit." Mit diesen Worten erläuterte Pirelli im Geschäftsbericht 1952 die Entstehung des RadialreifensCinturato, der die Reifenindustrie revolutionierte.

CINTURATO CN72, DER AMERIKANER

„Der neue Pirelli Cinturato für den neuen Camaro" hieß die Schlagzeile einer Pressemitteilung aus dem Jahre 1967, die anlässlich der Markteinführung des Cinturato in den USA erschien. Das Land hatte bis dahin kein Interesse an der radialen Technologie gezeigt. Um den Cinturato an den Chevrolet Camaro anzupassen, der in den USA als großer Konkurrent des Ford Mustangs galt, entwickelten die Ingenieure von Pirelli neue Strukturen und ein Profil, die sich von der europäischen Version des Reifens unterschieden. So entstand der Cinturato CN72 als eigene, erweiterte Produktlinie. Bald darauf war sie in Europa mit dem neuen Design des Cinturato HS erhältlich, mit dem auch der legendäre Lamborghini Miura ausgerüstet wurde. Und als einige Jahre später der berühmteste Lamborghini aller Zeiten Niederquerschnittreifen der Serie 70 benötigte (wie später auch der Maserati Ghibli), entstand der Cinturato CN73.

NIEDERQUERSCHNITTSREIFEN VON DER STRECKE FÜR DIE STRASSE

Eine weitere technologische Revolution gelang Pirelli mit den Niederquerschnittsreifen, für deren Entwicklung der Rallye-Motorsport als primäres Entwicklungslabor diente.

In den 1970er Jahren erlebte der Rennsport einen Popularitätsschub und wurde für die Automobilhersteller immer wichtiger. Grund dafür waren die Umsatzsteigerungen, die auf Siegen bei renommierten Rennen folgten. Indem die Automobil-Konzerne neue Fahrzeug-Modelle speziell für Straßenwettbewerbe entwickelten, zwangen sie die Ingenieure der Reifenhersteller dazu, die Performance der Pneus zu verbessern. Dabei entdeckten Ingenieure von Pirelli: Durch das Reduzieren der Reifenschulter ließ sich dieses Ziel optimal erreichen.

Der Erfindung der Niederquerschnittsreifen folgt eine wahre Flut neuer Technologien im Rallye-Sport. Im Jahr 1972 überraschte Lancia die Konkurrenz mit dem legendären Stratos. Das Fahrzeug war extrem leicht und geradezu brutal agil. Einen Haken allerdings hatte das Konzept des Superautos: Kein Reifen war zu jener Zeit in der Lage, die enorme Leistung dieses Fahrzeugs optimal auf den Asphalt zu übertragen. Die Ingenieure von Pirelli nahmen die Herausforderung an. Während ihrer Forschungsarbeit stellten sie fest: Die Reifen-Performance lässt sich durch das Verkleinern der Lamellen in der Reifenschulter beträchtlich steigern. Eine im Vergleich zur Reifenbreite schmalere Schulter erzeugt eine erheblich bessere Kurvenhaftung. Das war die Geburtsstunde des Super-Niederquerschnittsreifens Pirelli P7. Mit diesen Hightech-Pneus erzielte der Stratos in Kurvenfahrten bis dahin unerreichte Geschwindigkeiten. Diese Innovation löste bei Pirelli einen gewaltigen Wissenstransfer zwischen den Entwicklungsabteilungen Motorsport- und Serienreifen aus.

Kaum ein Jahr später brachte Pirelli die straßenzulässige Version des P7 Rennreifes als Erstausrüstungfür den neuen Porsche Carrera 911 Turbo auf den Markt – die erste Generation der Super-Niederquerschnittsreifen für Serienfahrzeuge. Bald darauf erweiterten der P6, der P600 und der P6000 die Pirelli Range der Super-Niederquerschnittsreifen. Später mündete diese Produkt-Gruppe in der Familie des P Zero, einem Meilenstein in der Historie von Ultra High Performance-Sommerreifen. Heute ist der P Zero weltweit für die Erstausrüstung vieler der leistungsstärksten Supersportwagen freigegeben (homologiert).

HIGH SPEED-MODELLE UND SIMULATION

Das Engagement im Motorsport half Pirelli nicht nur dabei, Produkte zu schaffen, welche die Reifenindustrie revolutionierten. Es wirkte sich auch positiv auf das Entwickeln wegweisender Simulations-Programme und Designtechniken aus. Und kann man sich ein besseres Testgebiet für die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Pirelli vorstellen als die Formel 1, die der Reifenhersteller seit 2011 exklusiv beliefert?

Die Arbeit in der Königsklasse des Motorsports trug maßgeblich dazu bei, die Entwicklungszeiten für Serienreifen zu reduzieren. Sie ist das perfekte Labor für das Ausarbeiten von Ideen, Konzepten, Designs und Mischungen, die unmittelbar auf Straßenreifen der Marke übertragen werden können

Hochleistungs-Mischungen, die extremen thermischen Belastungen standhalten müssen, verursacht durch 750 PS-starke Motoren. Reifen-Strukturen, die von den besten Fahrern der Welt in Grenzbereiche geführt werden. Diese Komponenten charakterisieren Wettkampfreifen. Bei ihren Entwicklungs- und Optimierungsprozessen entstehen gewaltige Datenmengen, die von Pirelli Ingenieuren ausgewertet und für das Entwickeln von Ultra High Performance Pkw-Reifen genutzt werden. Für Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen, mit denen Sportwagen, Limousinen und SUVs täglich unterwegs sind.

Das Ergebnis sind innovative Pirelli Reifen, vollgepackt mit Spitzentechnologie, die ein Höchstmaß an Performance, Fahrbarkeit und Sicherheit bieten.

 


Veröffentlicht am: 16.04.2017

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