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Morgengruß von Helmut Harff: Feiertagsgedanken

… am Ostermontag

Noch ein freier Tag. Der Jubel würde noch größer ausfallen, wenn es bei mir nicht permanent regnen würde. Na, da habe ich wenigstens Zeit mal nachzusehen, warum wir auch noch heute frei haben und was Jesus vor knapp 2.000 Jahren an diesem Tag getrieben haben soll.

Bei Wikipedia habe ich folgendes dazu gefunden: Im Lukasevangelium heißt es, dass zwei Jünger Jesu am dritten Tag nach der Kreuzigung Jesu aus Jerusalem fortgegangen sind, um nach Emmaus zurückzukehren. Auf dem Weg dorthin schließt sich ihnen ein dritter, unbekannter Mann an. Dieser hinterfragt die Trauer der beiden Heimkehrer und erläutert ihnen schließlich, dass der Messias all das erleiden musste, wie es die Schrift vorhergesagt hatte. In Emmaus angekommen, laden die Jünger den Mann in die Herberge ein. Er bricht am Tisch das Brot, und in diesem Moment erkennen sie Jesus, der aber vor ihren Augen verschwindet. Sie kehren sofort um, erreichen noch in der Nacht wieder Jerusalem und erzählen den dort noch versammelten Jüngern von ihrem Erlebnis.

Soweit also die theologische Lesart zum heutigen Ostermontag. Doch mit den Feiertagen ist das ja so eine Sache, die ändern sich schon mal über die Jahre und Jahrhunderte. Vor Jahrhunderten dauerte die österliche Arbeitsruhe von Palmsonntag – der Sonntag vor Ostern und der Tag, als Jesus in Jerusalem einzog – bis zum Weißen Sonntag – dem Sonntag nach Ostern. So schlecht hatten es die Altvordern gar nicht. Wobei, Mensch und Vieh wollen auch in dieser Zeit etwas zu beißen haben. Ganz frei war also nicht.

Es war dann Papst Urban VIII., der festlegte, dass die arbeitsfreie Osterzeit von Ostersonntag bis zum folgenden Dienstag reicht. Davon blieb uns noch der Ostermontag als wirklich zusätzlich freier Tag. Vielleicht ändert sich das ja mal wieder, wenn aus unserer säkularisierten Welt wieder das wird, was wir so gern als christliches Abendland bezeichnen.

Ich befürchte allerdings, dass wir eher auf dem Weg hin zu weniger Feiertagen sind. Wozu brauchen wir, wozu brauchen die Nichtchristen Feiertage wie den heutigen angesichts von einem Monat Urlaub, immer kürzeren Arbeitszeiten, Teilzeitjobs und einer Rentnerzeit, die durchschnittlich fast halb so lange wie das reale Arbeitsleben dauert. Derzeit traut sich noch niemand an die Feiertage ran, doch wie lange geht das noch so?

Doch bis dahin freuen wir uns – Regenwetter oder Neuschnee hin oder her – über den freien Ostermontag. Vielleicht verwenden wir den für einen Gedanken an den Jesus , der seine Freunde traf. Vielleicht machen wir es ihm nach, und treffen uns mit Menschen, die uns nahe stehen, essen mit ihnen und sind dann mal wieder weg.

Bis dahin werde ich jetzt mit der besten Frau der Welt frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles, fröhliches und gesegnetes Osterfest. 

 


Veröffentlicht am: 17.04.2017

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