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24.05.2017

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Schulterzucken

Wieder eine Motte weg – na und

Immer wieder erreichen uns Meldungen, wonach die Artenvielfalt auf der Erde rückläufig ist. Wir hören immer wieder davon, dass Arten aussterben, von denen wir nicht einmal etwas ahnen oder die wir nicht genau kennen.

Na und, wenn wir die Pflanzen und Viecher nicht kennen, werden sie uns auch nicht fehlen. Wir denken auch, dass es doch toll wäre, wenn die doofen Unkräuter, wenn Löwenzahn und Brennnessel genau so wie Maulwürfe und Mücken aus unserem Garten verschwinden. Ja, manchmal sind wir wirklich egoistisch. Dabei wäre es gut für alles andere was auf der Erde existiert, wenn wir aussterben würden.

Was mich auf das Thema bringt? Ich bekam einige Bücher in die Hand, in denen es darum geht, was man so an „Unkräutern“ essen kann und wie man sie zubereitet. Seit dem sehe ich Brennnessel, Giersch, Löwenzahn und Co. mit ganz anderen Augen an. Zugegeben, im Garten will ich die noch immer nicht haben, doch sie bei einem Waldspaziergang zu pflücken und dann mit ihnen leckere Speisen zubereiten – davon bin ich inzwischen Fan.

Doch eigentlich bin ich auf mein heutiges Morgengruß-Thema erst heute früh gekommen. Da hörte ich im Radio davon, dass es Raupen – igittigitt – gibt, die den kaum abbaubaren Kunststoff Polyethylen fressen. Dieses Zeug – der Kunststoff – verunreinigt in Unmengen unsere Landschaft und vor allem die Meere. Ob man nun der Raupe der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella) – die frisst nicht nur Bienenwachs sondern eben auch Polyethylen – das Schwimmen im Meer beibringen kann, bezweifel ich.

Und doch, diese eher nebenbei gemachte Entdeckung des Appetits der Raupe, zeigt, wie wichtig jedes Lebewesen nicht nur für das Ökosystem, sondern eben auch für uns sein kann. Man denke nur, die Raupe würde nun auch noch Erdöl ausscheiden. Vielleicht sollte man sich schon mal einige dieser gefräßigen Insekten zulegen.

Doch Spaß beiseite: Meine Wiederentdeckung von Naturkräutern – Menschen essen die schon seit Jahrtausenden – und der Bericht über die Raupe der Großen Wachsmotte, zeigen, dass wir uns unser Schulterzucken bezüglich des Artensterbens schnell abgewöhnen sollten. Ist es nicht so, dass mit jeder Art die verschwindet, auch ein Stückchen von uns verschwindet?

Ich finde, wir sollten ruhig etwas sensibler mit dem umgehen, was uns umgibt. Wir müssen nicht alle zu radikalen Umweltschützern mutieren, aber Ignoranz steht uns eben nie gut zu Gesicht. Ich finde auch, wir sollten uns über jede Kreatur freuen, die wir in der Natur entdecken. Da ist es egal, ob das der Wolf oder ein Mistkäfer ist.

So, nun mache ich Frühstück. Meinen Joghurt verfeinere ich heute mit frisch gepflücktem Giersch. Das ist echt lecker.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Viel Spaß beim Waldspaziergang und beim Kräuter sammeln.

 


Veröffentlicht am: 25.04.2017

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