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21.07.2017

 

 

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Verrückt nach Absinth

Auf den Spuren der Grünen Fee im Schweizer Jura

Das 400-Seelen-Dorf Boveresse im Val-de-Travers in der Westschweiz verwandelt sich am Samstag, 17. Juni 2017, in ein Mekka für Absinth-Liebhaber: Zum 20. Mal feiert das Dorf in diesem Jahr das Fête de l’ Absinthe. Aber auch abseits davon ist die „Grüne Fee“ in der Ferienregion Jura & Drei-Seen-Land allgegenwärtig – selbst in der Sauna ... 

Sagenumwoben, lange verboten, aber immer innig geliebt: Die Schweizer verbindet eine tiefe Leidenschaft mit dem Absinth. Selbst als das Getränk Anfang des 20. Jahrhunderts verboten wurde, produzierten die Destillateure heimlich weiter. Beim Fête de l’ Absinthe können Besucher die Hingabe zur „Grünen Fee“ hautnah erleben. Ein Dutzend regionaler Destillateure präsentiert ihr Wissen um die verschiedenen Ingredienzien und weiht in den Herstellungs- und Trinkprozess der Spirituose ein.

Denn die richtige Verkostung ist ein echtes Ritual: Traditionell wird vor dem ersten Schluck eiskaltes Wasser aus einer Fontäne in das Glas getropft und im grünlichen Kräuterschnaps bilden sich milchig-weiße Schlieren – die „Grüne Fee“ erscheint. Die passenden Gläser, Karaffen, Fontänen und Löffel bieten Kunsthandwerker auf dem Absinth-Fest ebenfalls an. Was bei dem kleinen Volksfest ansonsten geboten ist, kann unter www.fetedelabsinthe.ch abgerufen werden.

Dem legendären Wermut-Getränk ist aber nicht nur ein eigenes Fest gewidmet – im Jura & Drei-Seen-Land können Besucher den Mythos Absinth auf ganz unterschiedliche Art kennenlernen.

„Route de l’Absinthe“
Auf der 48 Kilometer langen „Route de l’Absinthe“ von Pontarlier im französischen Jura nach Noiraigue in der Schweiz weihen Traditionsbrennereien, Absinth-Ausstellungen, Wermut-Felder und verborgene Quellen die Besucher in die Geheimnisse des Absinth ein.

„Maison de l’Absinthe“
Im Sommer 2014, fast 10 Jahre nach der Legalisierung des Absinths, eröffnete in Môtiers die „Maison de l’Absinthe“. Die Erlebniswelt rund um den „la Bleue“, wie Absinth in der Schweiz auch genannt wird, zieht die Besucher mit seinem außergewöhnlichen Charme in den Bann. In den Verbotsjahren wurden hier die Absinth-Produzenten verurteilt, die das alkoholische Getränk heimlich herstellten. Heute beherbergt das historische, unter Denkmalschutz stehende Haus eine einzigartige Sammlung zum Thema Absinth und beeindruckt mit einem Mix aus originalen und zeitgenössischen Elementen.

Sauna „Absinthe“
Der Saunapark Les Endroits bietet auf 1.111 Meter Höhe in La Chaux-de-Fonds „hochprozentiges Saunieren ohne Alkohol“ an. Bei 70 bis 80°C regen intensive Absinth-Kräuteraufgüsse den Kreislauf an, unterstützen den Entschlackungsprozess und pflegen gleichzeitig Haut und Atmungsorgane.

Stadtführung „Berauschendes Solothurn“
Solothurn, das als schönste Barockstadt der Schweiz gilt, hat eine ganz besondere Stadtführung im Programm: „Berauschendes Solothurn“ erzählt von rauschenden Festen aus vergangen Zeiten, von berauschenden Momenten und natürlich von der „Grünen Fee“.

Absinth-Genuss
Wermut, Anis, Fenchel und je nach Rezeptur eine Reihe andere Kräuter verleihen dem Absinth seinen Geschmack. Diese Note setzen auch die Köche im Val-de-Travers gerne ein. Ein besonderer Leckerbissen sind die Batôns à l'Absinthe von Jacot Chocolatier. Die Absinth-Stängeli aus zartbitterer Schokolade gefüllt mit Absinth haben Sucht-Potenzial!

Die Ferienregion Jura & Drei-Seen-Land
Die Ferienregion Jura & Drei-Seen-Land in der Westschweiz umfasst die Gebiete rund um den Bieler-, den Neuenburger- und den Murtensee. Die größte Ferienregion der Schweiz liegt für deutsche Urlauber verkehrsgünstig an der Achse Basel-Genf. Mit ursprünglichen Landschaften, kulinarischen Spezialitäten sowie barocken und mittelalterlichen Städten wie Solothurn, St. Ursanne und Neuchâtel ist das Jura & Drei-Seen-Land ein ideales Reiseziel für Aktivurlauber, Naturliebhaber, Genießer und Entdecker. Die Region ist außerdem Heimat für viele der weltbekannten Schweizer Uhrenmarken und Uhrmacherbetriebe und der UNESCO-Weltkulturerbe-Städte La Chaux-de-Fonds und Le Locle.

Foto: Jura & Drei-Seen-Land/Guillaume Perret

 


Veröffentlicht am: 25.04.2017

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