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23.11.2017

 

 

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Erste Slow Food Travel Region

Unterwegs zur Wiederentdeckung der Langsamkeit

Was sagt die Schnecke, die auf einer Schildkröte reitet? „Uiiiii!“ Die Schnecke ist auch das Symbol von „Slow Food Travel“. Was hat es damit auf sich? „Slow“ bedeutet: langsam, „Food“ heißt: Essen und „Travel“ meint: Reisen. Zusammen also etwa so viel wie: „Unterwegs zum langsamen Essen“.

Also Reisen zu Bauern, Köchen, Bäckern, Kräuterhexen usw., die gemeinsam mit ihren Gästen den Ursprung wertvoller Lebensmittel wieder entdecken. Und genauso wie die Schnecke einen fast genauso langsamen Kumpel wie die Schildkröte braucht, braucht unsere Idee viele gleichgesinnte Anhänger, damit aus der langsamen Regung eine weltweite Bewegung wird.

Was genau steckt hinter der „Slow-Food“-Bewegung?
Eckart Mandler:
Ganz einfach! Nur wer selbst erfährt, wie herausragende Lebensmittel hergestellt werden, wer zu den Wurzeln ihres Geschmacks findet, wird sich ihrem tatsächlichen Wert bewusst – und wird auch bereit, einen fairen Preis für gutes und gesundes Essen zu zahlen. Begonnen hat alles im italienischen Piemont, im „Land am Fuß der Berge“, wo der Soziologe Carlo Petrini 1989 seine Slow-Food-Philosophie begründete. Fast 30 Jahre später folgen ihm bereits über eine Million Menschen in 130 Ländern auf dem spannenden Weg, die Natur mit ihren kleinen Besonderheiten wieder zu entdecken, verantwortungsvoll zu genießen – und sich dabei auch ein wenig auf sich selbst zurückzubesinnen.

Und was ist „Slow Food Travel“?
Eckart Mandler:
Unsere ständig wachsende Slow-Food-Gemeinde will nicht blind, schnell und geschmacksneutral konsumieren, sondern darüber nachdenken, was sie isst und trinkt. Um zu verstehen, muss ich aber die Menschen kennen, die mein Essen herstellen. Ich muss mich also auf die Reise machen zu den Wurzeln des guten Geschmacks. Und genau das ist „Slow Food Travel“ – Reisen zu traditionellen „Lebensmittelhandwerkern“.

Also nach Action-, Funsport- und Wellnesshotels nun Slow-Food-Hotels?
Eckart Mandler:
Nein! Slow Food ist keine touristische Marke, sondern eine Lebensphilosophie. Wir bieten keine Programme für Busreisen à la „Europe-in-one-week“ an, sondern sprechen nur wenige, aber dafür umso bewusstere Menschen an, die individuell oder in sehr kleinen Gruppen – und natürlich sehr langsam – unterwegs sind. Bei Slow Food Travel gilt: nimm dir Zeit. Sei nicht hektisch unterwegs. Lass dich einfach mal treiben. Slow Food Travel kann man nicht mit einem Reiseplan abarbeiten. Man genießt die Landschaft nicht nur mit allen Sinnen, sondern nimmt sie über das Produkt, das man isst, in sich auf. Und wenn man solch ein Produkt – sei es Käse, Brot, Speck oder Honig – mit nach Hause nimmt, wird man sich daheim immer wieder aufs Neue bewusst, unter welch schwierigen Bedingungen diese Lebensmittel hergestellt werden. Wie ein guter Wein im Fass reift die Erkenntnis im Kopf des bewusst-genießenden Menschen.

Das Lesachtal und das Gailtal sind nun die weltweit erste „Slow-Food-Travel-Destination“. Ein Marketing-Gag findiger Kärntner Touristiker? Oder mehr?
Eckart Mandler:
Das möge jeder selbst entscheiden! Unumstritten ist jedenfalls, dass diese beiden Täler – das Lesachtal ist das naturbelassenste Tal Europas – perfekt die Slow-Food-Philosophie leben – und erlebbar machen. Der naturgegebene „Segen der Langsamkeit“ gehört in dieser Bergregion im Süden Kärntens ganz natürlich dazu. Also war es ein logischer Schritt, für dieses Pilotprojekt das Lesachtal und Gailtal auszuwählen. Denn hier kann man noch auf die Reise zu Bauern und kleinen Produzenten gehen, zu ihrem über Generationen überlieferten Weltwissen und ihrer uralten Handwerkskunst.

Der Weg ist ein ganz natürlicher: vom Reden zum Tun, vom Kochen zum Essen. Ob Brot backen, Käse produzieren, Bier brauen, bei der Herstellung von Speck dabei sein oder sehen, wie Imkerei funktioniert – hier werden Konsumenten zu Co-Produzenten! Das bedeutet, man bekommt im Urlaub die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Lebensmittelproduktion zu sehen. Und kann selbst mitanpacken. Dabei kommt es zu authentischen und ehrlichen Begegnungen zwischen Gastgeber und Gast. Und die Wertschätzung gegenüber Produzenten und der Region wächst wie von selbst. Hört sich das nach schnellem Marketing-Gag an?


Und wie sieht Slow Food Travel nun konkret aus?
Eckart Mandler:
In jedem Eck im Lesachtal und im Gailtal findet man eines von 19 Slow-Food-Travel-Erlebnissen – und einmalige kulinarische Besonderheiten. Dabei lernen unsere Gäste die Täler und ihre Gastgeber kennen, dürfen ihnen bei der Arbeit über die Schulter schauen und gerne auch selbst mitanpacken. Wie zum Beispiel beim Brotbracken des echten Lesachtaler Brots oder beim Würzen des herzhaften Gailtaler Specks in Hermagor, beim Bierbrauen oder beim Kochseminar in der Genusswerkstatt von Sissy und Stefanie Sonnleitner in Kötschach-Mauthen.

Von Ingeborg und Gudrun Daberer lernen neugierige Besucher beim Kärntner Nudelworkshop die Kunst des „Krendelns“. Und beim Edelgreißler Herwig Ertl kann man gleich sein eigenes Slow-Food-Lieblingsgericht kreieren. Allen diesen Urlaubserlebnissen gemeinsam: Die Produkte schmecken exzellent, werden ökologisch und nachhaltig hergestellt und sichern ihren Produzenten ein faires Einkommen. Wer vom schnellen Konsumenten zum langsamen Co-Produzenten wird, der sichert sich das Bewusstsein, Wertvolles schätzen zu lernen. Oder um mit Konfuzius zu sprechen: „Sag es mir, und ich werde vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich selbst tun, und ich werde es können.“

Ganz neu sind die Slow Food Travel-Erlebnisse zu buchen, zum Beispiel: Die Brotreise ins Lesachtal
- 7 Übernachtungen mit Halbpension im Hotel „Zum Wanderniki“ im Doppelbettzimmer
- Begleitete Wanderung zu den Kornäckern des Lesachtals
- Lesachtaler Brotbackkurs mit Kostproben und Rezepten
- Mühlenführung in Maria Luggau
- Das Lesachtaler Brotbuch
- 1 kg Original Lesachtaler Brotmehl

Termine:
08.07.2017 - 15.07.2017
09.09.2017 - 16.09.2017
ab € 566,- pro Person

Foto: www.slowfood.travel

 


Veröffentlicht am: 25.04.2017

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