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Morgengruß von Helmut Harff: Nicht meckern

Eine afrikanische Erfahrung

Wir Deutschen tun vor allem eines gern - uns aufregen und meckern. Für uns geht die Welt unter, wenn man eine Straße nicht im Top-Zustand ist. Wir maulen rum, wenn wir einen Bauantrag stellen müssen, wir sind sauer, wenn wir für die nächste Hauptuntersuchung wieder sooo viel Geld bezahlen müssen. Wir beschweren uns, wenn es mal staubig ist.
 
Wir beschweren uns eigentlich immer und vor allem dann, wenn Menschen zu uns kommen, von denen "wichtige" Menschen behaupten, die hätten gar keinen Grund zu uns als Flüchtlinge zu kommen. Wir reden dann gern verächtlich von Wirtschaftsflüchtlingen. All diesen Meckerern, Besserwissern und Beschwerdeführen rate ich mal eines - fahren Sie nach Afrika, fahren Sie in die Elfenbeinküste und leben nur einen Monat, nur eine Woche wie die Menschen hier zur übergroßen Mehrzahl leben und leben müssen. Schicken Sie hier Ihre Kinder in die Schule, gehen Sie hier zum Arzt, verdienen Sie hier ihr täglich Brot - und Sie werden viel weniger meckern, sich viel weniger beschweren.

Dazu notwendig ist allerdings, ihre europäische Kolonialherrenbrille abzusetzen und genauer und vorurteilsfreier hinzusehen. Zu sehen, was in einem Land wie der Elfenbeinküste wirklich los ist. Es ist nicht schön, was man so zu sehen bekommt, es ist auch nicht immer zu verstehen. Und doch, die Menschen hier in der Elfenbeinküste scheinen nicht unzufrieden. Es gibt augenscheinlich ausreichend zu essen - was auch an der üppigen Natur liegt - und die Menschen strahlen Würde und Stolz aus.

Und doch, das ist schon als Tourist nach kurzer Zeit klar, so leben wie die Menschen hier, möchte man nicht. Ich kann verstehen, dass sich Menschen hier nach einem besseren Leben sehnen, deshalb auch zu uns kommen. Dabei, das ergaben auch Gespräche mit Menschen der Elfenbeinküste, wäre es mit verhältnismäßig geringen Mitteln möglich, hier bessere Lebensbedingungen zu schaffen. Bisher werden beispielsweise Kakao, Kaffee oder Früchte im Rohzustand exportiert. Wenn nur ein Teil der Weiterverarbeitung im Land erfolgen würde, wäre das ein erheblicher Fortschritt. Davon würden sogar wir deutschen Verbraucher profitieren, denn die Löhne auch in der Industrie hier sind deutlich niedriger als bei uns. Hier gerösteter Kaffee, hier verarbeitetet Mangos kämen eben noch billiger in unsere Regale.

Ein erster Schritt wäre aber schon, wenn sich mehr Menschen trauen würden, mal nicht nach Malle, sondern eben in die Elfenbeinküste zu reisen. Es lohnt auf jeden Fall.

Ich gehe jetzt hier in meinem sündhaft teuren Hotel frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Überdenken Sie doch mal Ihre Reisepläne.

 


Veröffentlicht am: 29.04.2017

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